23 | Fuck-Up Nights - unsere Leadership Fails und was wir daraus gelernt haben

Shownotes

Normalerweise stellen Peter und Torsten bei IN CONTROL ihren Gästen am Ende zwei Fragen: Biggest Fail? Biggest Success? Diesmal gibt es keinen Gast – und damit auch keine Ausrede mehr. Es ist Zeit, über die eigenen Fails zu sprechen.

Von der Wurstsemmel im Bewerbungsgespräch über Mitarbeitergespräche aus der Hölle bis hin zu falschen Entscheidungen und Projekten, bei denen das Bauchgefühl eigentlich längst Alarm geschlagen hat: Peter und Torsten erzählen von Situationen, die peinlich waren, wehgetan haben oder richtig Geld und Nerven gekostet haben.

Denn auch erfolgreiche Führungskräfte machen Fehler. Entscheidend ist, offen darüber zu sprechen, daraus zu lernen – und denselben Fehler möglichst nicht zweimal zu machen.

💡 Themen dieser Folge:

  • Boardshorts, Flip-Flops & eine halbe Wurstsemmel beim Bewerbungsgespräch
  • Eine perfekte Lösung für ein Problem, das es gar nicht gab
  • Warum Zuhören manchmal wichtiger ist als schnelles Problemlösen
  • Die Sandwich-Falle zwischen Chef und Team
  • Mitarbeitergespräche aus der Hölle und die Bedeutung von Klarheit
  • Was wir aus unseren größten Leadership Fails gelernt haben

Keine Erfolgsstorys. Keine perfekten Leadership-Weisheiten. Sondern echte Geschichten über Dinge, die wir verbockt haben.

Mehr zu den Hosts: Peter Drage: https://www.linkedin.com/in/peter-drage-unternehmens-transformer/

Torsten Philipp: https://www.linkedin.com/in/torsten-philipp-0a2336137/

Peters Business – die MD Strategy GmbH: Strategie, Business Development, M&A advisory: https://www.md-strategy-group.com

DANKE and alle Supporter:

Logo & Graphics: Jean-Paul Frijns https://linktr.ee/jeanpaulfrijns

Schnitt: Charly Glawischnig https://charlyglawischnig.com

Jingle: Samuel Reissen https://www.instagram.com/sam_rszn/

Transkript anzeigen

00:00:00: Und ich habe dann zu einem Termin eingeladen mit dem Kollegen und habe ihm ganz stolz genau diese Lösung präsentiert.

00:00:08: In der Wartung, dass der sagt super fantastisch!

00:00:11: Seine Reaktion war ja bis zur Volldepp.

00:00:13: Das hat er so nicht gesagt.

00:00:14: aber ich habe genau gemerkt das er das genauso meint weil du hast mein Problem überhaupt nicht verstanden.

00:00:20: Ich würde nicht weniger auf Dienstreisen sein.

00:00:23: Ich will eigentlich mehr auf Dienst reise sein.

00:00:30: Gerne mehrere Monate am Stück unterwegs.

00:00:34: Du hast ja Kinder, wie geht denn das?

00:00:36: Die sind erwachsen und die brauchen mir nicht mehr wirklich.

00:00:40: Und deine Frau ... Ich bin geschieden und meine neue Partnerin würde gerne mitkommen weil sie ist flexibel, ich kann das machen.

00:00:49: Ich habe einfach für ein Problem, dass es so nicht gibt eine Lösung von.

00:00:58: Herzlich willkommen bei InControl, dem Leadership Podcast.

00:01:02: Heute mit einer besonderen Folge mehr dazu später und mein Name ist immer noch Thorsten Philippe.

00:01:07: Hallo!

00:01:08: Mein Name ist Peter Drage.

00:01:09: Servus Thorsten Grüß dich.

00:01:10: Eine

00:01:11: besondere Folge Genau eine

00:01:12: besondere folge.

00:01:14: Also letztens

00:01:15: hatten wir... Warum hatten wir eigentlich irgendwie Julien?

00:01:17: Ich glaube zwanzigste Aufnahme oder sowas immer.

00:01:19: Zwanzigte Aufnahme war Jubiläum.

00:01:21: Jetzt haben wir klar wieder das einjährige Jubilänium Ein Jahr in Control Cool

00:01:27: Und es ist tatsächlich unsere vierundzwanzigste Aufnahme.

00:01:30: Ich glaube, das ist die dreientzwanzige, die wir veröffentlichen können weil uns leider eine haben nicht veröffentlicht dürfen.

00:01:36: vielleicht kann man das noch nachschieben sehr sehr traurige Geschichte.

00:01:38: aber Vierundzwanzig heißt Achtundvierzig verteilt übers Jahr.

00:01:42: Wir haben uns mal vorgenommen alle zwei Wochen Eine rauszubringen ist uns nicht so ganz gelungen Aber fast also Achtunvierziges von den Zwei und Fünfzig Nicht Ganz So weit entfernt.

00:01:50: Wenn Man Bis und Weihnachts- und Sommer Urlaub Abzieht Dann Passt Es Schon.

00:01:54: Also ich finde wir Haben Uns Ganz Gut geschlagen

00:01:57: Und wir haben uns ja auch was überlegt, was wir heute machen.

00:01:59: Wir haben ein bisschen geschwankt zwischen Best of der ersten dann entsprechend Zweiundzwanzig Folgen oder vielleicht einem Fail Special und wir sind dann beim Fail Special hängen geblieben und haben beschlossen, wir machen das auch gemeinsam!

00:02:13: Wir haben diesmal keinen Gast dabei sondern du hast noch mich machen das zu zweit... ...und werden uns gegenseitig ein bissel unsere Fails erzählen.

00:02:21: Genau die In-Control Fuckup Nights

00:02:24: heute.

00:02:24: Die In-Ctrl FuckUp Nights richtig Wir fragen ja unsere Gäste immer nach den Biggest Fails und manchmal kommen man richtig, richtig krasse Stories.

00:02:34: Und manchmal ist es halt auch offensichtlich gar nicht so leicht über Fehler zu sprechen und wir haben das auch in der Vorbereitung dann gemerkt.

00:02:42: Es gibt natürlich auch die anderen oder andere Story, die man jetzt gar nicht einfach so teilen kann weil Leadership Fails irgendwo auch andere Menschen betreffen.

00:02:51: Die wollen wir natürlich nicht mit hineinziehen in unseren Fails.

00:02:55: Hoffentlich schon ganz gut überlegt, was können wir teilen?

00:02:57: Was sind Dinge die wir beide individuell so richtig verbockt haben.

00:03:02: Insofern auch an alle Zuhörer, die es jetzt denken... Jetzt bin ich sehr gespannt ob er genau die Geschichte erzählt.

00:03:08: kommt vielleicht oder kommt vielleicht nicht.

00:03:11: Schauen wir mal!

00:03:12: Genau.

00:03:12: also für alle die bisher ein bisschen reingehört haben heute wäre noch einmal ein ganz guter Zeitpunkt denn wir lassen uns ein bissel die Hose runter.

00:03:19: Für mich war es tatsächlich in der Vorbereitung cool rauszupicken welche drei... Also Spoiler alert das wären drei Und ich

00:03:48: glaube, es ist schon ganz spannend zu zeigen was wir alles an Fehlern gemacht haben und ja bei mir sind's auch drei.

00:03:55: die gerne erzählen werden und es sind in Summe viele, viele mehr gewesen.

00:04:00: Und wenn man dann darüber nachdenkt ist das glaube ich ganz spannend weil wir es da nicht ganz nüchtern betrachten.

00:04:05: jetzt sagen wir mal halbwegs erfolgreiche Menschenunternehmer und machen halt trotzdem tausende Fehler ja vielleicht auch eine Inspiration für manche damals ja ganz offen drüber zu sprechen.

00:04:17: tja

00:04:18: genau das versuchen wir zumindest zu machen.

00:04:21: also so viel sei auch verraten.

00:04:23: wir versuchen natürlich Fehler als zu vermeiden bzw.

00:04:27: nicht auf Teufel kommen, Rausfehler zu vermeidern aber uns konsequent weiterzuentwickeln sodass wir vielleicht nicht die Frequenz der Fehler wenigstens reduzieren können wie wir als Führungskräfte machen, die wir als Unternehmer, als Geschäftsführer oder Personen in entführenden Positionen machen.

00:04:43: Aber das zieht sich ja auch durch unsere Karrieren aus Fehlern an.

00:04:48: haben Wir habe ich jedenfalls sehr viel gelernt und Die haben mich eben auch dahin gebracht wo ich heute bin im Sinne von Verständnis darüber zu entwickeln, was Führung bedeutet.

00:05:00: Was ich machen muss und was ich machen möchte.

00:05:04: Und insofern finde ich das Redenüberfehle einfach total wichtig.

00:05:08: All right!

00:05:10: Fangen wir an, hätte ich gesagt?

00:05:12: Ich starte mal mit einer Story... Das ist jetzt vielleicht nicht so der riesen Riesen-Fail aber es war für mich eine sehr peinliche Geschichte gewesen.

00:05:22: Die ist echt schon lange her.

00:05:23: Da war ja gerade Studien Abgänger von der FH in Graz.

00:05:27: Und damals war das so, wenn man an der FAH ein Studium, zumindest technisches Studium ja Luftfahrt gemacht, egal ob jetzt Luftfahrts- oder Fahrzeugtechnik absolviert hat.

00:05:36: Man ist im Wesentlichen abgeworben worden von einer der Firmen im Umfeld.

00:05:40: Bei mir waren dies die AVL beziehungsweise Magna und die haben mich dann dazu entschlossen zu Magna zu gehen.

00:05:47: Ich habe mir aber dennoch beworben.

00:05:49: während des ganzen Prozesses nehme ich bei einer Firma in München Einstellungs- oder ein Vorstellungsgespräch gehabt zuerst online, das war Telefonat.

00:05:57: Ich habe es noch keins gehalten und erklär' ich Ihnen.

00:05:59: Das ist ganz gut gelaufen!

00:06:01: Ich konnte nur eine Frage so gar nicht beantworten nämlich die Frage nach dem Gehalt.

00:06:05: was würden Sie gerne verdienen Herr Trager?

00:06:07: Ich muss gestehen, ich weiß es nicht wie so die Gehälter für Studienabgänger in München sind.

00:06:14: da muss sie mich schlau machen.

00:06:16: Wir hoffen wir treffen uns persönlich und dann können wir das besprechen.

00:06:19: wurde eingeladen zu einem persönlichen Gespräch.

00:06:22: Ich bin entsprechend dann nach München gefahren.

00:06:25: Es war Sommer, es war sehr heiß, ich bin mit dem Auto unterwegs gewesen, Anzug und Krawatte mitgenommen aber nicht ankoppt.

00:06:32: Die hat kurze Hosen ankauft, der T-Shirt wahrscheinlich flippflops in meiner Wahrnehmung was zumindest so... Und die Firma, das war eine kleinere Firma, die hatte an meinem öffentlichen Gebäude ihr Büro gehabt, da hat's auch ein Tiefgarage gegeben und ich bin ein bisschen zu vortragen gewesen habe mich in die Tiefgerage geparkt, damit auch so, jetzt hab' ich noch Hunger!

00:06:50: Und bin losmarschiert mit meiner nach wie vor kurzen Hose T-Shirt zum Supermarkt und habe mir da Wurstsemmel gekauft.

00:06:58: Bin Wurstsemmel Kauent Richtung Parkhaus, zurückmarschiert im Erdgeschoss in den Lift eingestiegen hab unter Geschoss gedruckt um zu meinem Auto zu kommen.

00:07:08: Ein Lift fährt los, fährt aber jetzt noch unten, sondern er fährt nach oben.

00:07:12: Fährt genau in das Stockwerk, in dem die Firma ist bei der ich mich beworben hab.

00:07:18: Tür geht auf und ich stehe im Wesentlichen mitten in Büro, weil das war so ein Lift der jetzt nicht ins Vorhaus fährt sondern quasi mitten ins Büro mit meiner kurzen Hosen unter einer halben Wurstzämme in der Hand.

00:07:29: Drei Menschen steigen ein zu mir, ich grüße leicht bestehend.

00:07:33: wir fahren ins Erdgeschoss die drei stecken aus Ich verweite in die Tiefgarage.

00:07:38: denke mal ok Ja fünfzehn Minuten später steh dann wieder genau in den Büro diesmal mit Ansprung und Krawatte bin ja schon bekannt gewesen.

00:07:46: ganz offensichtlich Das Interview war okay.

00:07:49: Ich habe alle Fragen ganz gut beantworten können, wie es auf eine nämlich nach dem Wunschgehalt.

00:07:55: Als die Frage kam Herr Trager wissenschaftlich gerne verdienen würden.

00:07:58: Ich hab's echt vergessen!

00:08:01: Ich hab sie mir nicht aufgeschrieben.

00:08:03: Tja, faktisch ich habe einen Job nicht gekriegt und quasi Learning aus dem Ganzen also Nummer eins.

00:08:10: Ich bin mir sicher, ich habe den Job jetzt nicht bekommen weil ich mit kurzer Hosen im Büro gestanden bin.

00:08:16: wahrscheinlich nicht bekommen, weil ich zwar mir nicht wusste wo sie gern verdienen wird und damit auch gezeigt habe daher trage schafft es nichts sich wesentliche Dinge aufzuschreiben und sich entsprechend vorzubereiten.

00:08:26: Aber natürlich war's auch so der umgang mit einer schon ein bisserl peinlichen Situation die er jetzt nicht so tragisch ist.

00:08:34: aber wenn an das würde man so irgendwas jetzt passieren könnte vielleicht zu überrehen hat.

00:08:39: damit umgehen über mich selbst lächeln und vielleicht zum Start vom Gespräch sagen, so den ersten Minuspunkt habe ich schon kassiert.

00:08:46: Das muss ich schauen, dass sie auffallt.

00:08:47: Wie auch immer!

00:08:48: Aber wie gesagt wichtige Dinge aufschreiben damit man sich merkt weil das hier bekanntlich ein Nudelsieb ist zumindest meines manchmal ein wichtiges Learning.

00:08:59: Ja und ich hab gedacht du hattest es ja vorher schon angekündigt Du wärst tatsächlich in kurzer Hose zum Vorstellersgesprächen gegangen aber ich...

00:09:06: Ganz schlecht war's

00:09:08: nicht.

00:09:08: Du hast es noch geschafft.

00:09:09: Ja, da bewege ich die Situation.

00:09:11: Du stehst dann natürlich mit drei Mitarbeitern dieser Firma in einem Lift aus der Halbe Wurstschimmel in der Hand und Flipflops an... Und die wissen natürlich im Nachhinein ganz genau wer du bist und dass du da schon damit gestanden bist!

00:09:24: Und lachen natürlich alle drüber und jemand spricht es dann auch schon ein bisschen ein komischer Staat.

00:09:30: Selten ist man als Studienabgänger so souverän, dass man daraus noch eine coole Geschichte in der Situation machen kann.

00:09:37: Aber das mit dem Gehalt ist ja tatsächlich ganz spannend, erlebe ich auch häufiger gerade bei Berufseinsteigern aber auch bei anderen.

00:09:47: Die Frage kommt wie Samen im Gebet und es ist halt schon eine der Zentralen in einem Vorstellungsgespräch und es geht um die eigene Leistung und was man selber erwartet.

00:09:59: und ich erlebe es tatsächlich dass viele darauf keine besonders gute Antwort haben.

00:10:02: und umgekehrt die dies genau wissen überzeugen dann schon damit dass sich eben informiert haben.

00:10:10: Weil natürlich München ein anderes Gehaltsniveau hat als vermutlich Graz und

00:10:15: Klangfahrt,

00:10:16: und was für sich?

00:10:17: Ja das war der Punkt und im Wesentlichen als Studienabgänger von einem technischen Studium in München gibt es jetzt eh nur... gab's glaube ich die eine Antwort, die waren damals glaube ich drei tausend fünfhundert Euro pro Monat hätte gern Und dann kann man über hundert Euro bloß oder minus diskutieren, also da war jetzt gar nicht so der große Spielraum.

00:10:36: Aber ich hab´s Tatsächlich gelernt mir jetzt da dann, Dinge die wichtig sind aufzuschreiben.

00:10:41: Ich habe einmal ein Feedback von einem Mitarbeiter gekriegt, der gesagt hat, was bei dir bleibt eigentlich nie wo es liegen?

00:10:45: Und ich schreibe mal alle Dinge auf, die wichtig sein.

00:10:48: Gerade so diese oft zwischen Tür und Ankel, weißt du wenn man, wer dir trotzdem eine wichtige Info gibt, ist schon gut, wenn's das dann gemerkt hast.

00:10:57: Aber ja!

00:10:57: So... Das war mein kleiner, mein kleiner Opener.

00:11:01: Die Wurststimme.

00:11:02: Die wurschtstimme, du weißt den, du legst dich an drauf.

00:11:06: Also ich leg zumindest von der Karriere ein drauf, weil es tatsächlich um eine Situation geht als junge Führungskraft relativ frisch in dieser Rolle war und ich könnte jetzt wirklich viel darüber reden.

00:11:16: Das war wirklich eine Zeit wo man Führungskräfte so ein bisschen ins kalte Wasser geforfen hat.

00:11:23: Ich hoffe es gibt nicht mehr allzu viele Unternehmen da draus die das heute noch machen.

00:11:27: aber damals war's jedenfalls so, es war in der damaligen Firma so Man hat halt einen guten Ingenieur zur Führungskraft gemacht und da habe ich wirklich drauf geschaut, was das eigentlich für den heißt.

00:11:41: Und so habe ich mir ein bisschen meine, so wie du glaube ich ja auch damals mein Führungsstil so zusammengebaut... ...und ich erinnere mich an eines meiner ersten Mitarbeitergespräche die ich geführt habe vielleicht nur nach ein zwei Jahren als Führerskraft in der Schon von mir überzeugt war, dass ich das gut kenne und für mich ist es hat sich in meinen Gehirn gebrannt.

00:12:01: Und es ist für mich so unter diesem Schlagwort Mitarbeitergespräch aus der Hölle bis heute im Gedächtnis geblieben weil mir ein Mitarbeiter in den Mitarbeiter Gesprächen einen Kopf geworfen hat.

00:12:13: die Worte Thorsten du laberst Also mich zerreizt heute noch, weil ich mich heute noch genau an die Situation erinnere als er mir das sagt und sagte Ich weiß nicht was du von mir willst.

00:12:25: Du erzählst irgendwas und du kommst nicht zum Punkt Und du umschiffst die Themen.

00:12:30: und dieses diese Ausspruch von eben Torsten du laberst das fand ich ganz furchtbar damals.

00:12:36: Das hat echt gesessen.

00:12:36: das war eines der schlimmsten Mitarbeiter.

00:12:38: Gespräche die ich jemals geführt habe bin damit mit einem ganz anderen meinzeit reingegangen.

00:12:43: Also auch eine völlige Fehlwahrnehmung meinerseits, wie das Verhältnis zum Team zu dem jeweiligen... also zu diesem besonderen Mitarbeiter war.

00:12:52: Und das Gespräch war ein völliges Fiasco.

00:12:54: ich weiß gar nicht mehr wie da rausgekommen sind.

00:12:56: der Rest lief so ein bisschen im Nebel ab und irgendwann hat man das dann halt.

00:12:59: aber habe ich das dann wohl zu einem Ende gebracht?

00:13:03: Ich hab sehr viel daraus gelernt!

00:13:05: Es war wirklich schmerzhaft.

00:13:07: es war damals schmerzaft ist heute noch schmerzer wenn ich daran zurückdenke weil einfach soviel gefehlt hat, was aus meiner heutigen Sicht Führung ausmacht.

00:13:17: Und wir haben das ganz häufig schon in unseren bisherigen Episoden mit unseren Gästen gehabt.

00:13:23: Dieses Thema Klarheit und mal Klarheit als Allererstes im Bezug auf die Ziele, was erwarte ich?

00:13:30: Was sind die Zielen des Unternehmens der Abteilungen des Bereichs?

00:13:35: Was ist die Ziel des Einzelnen da für Klarheit herzustellen?

00:13:39: In welchem Bereich darf sich wer bewegen auch darüber Klarheit herzustellen.

00:13:44: Wir sagen das fast in jeder zweiten Episode.

00:13:46: dieses Geflügelte Wort Klarheit vor Harmonie, ich glaube ich bin damals auch diesem Irriglauben aufgesessen dass das Verhältnis möglichst harmonisch sein sollte und offensichtlich habe ich da den völlig falschen Fokus gelegt.

00:14:01: Das ist jetzt Gott sei Dank schon lange her aber offensichtlich ist die Klarheit völlig unter die Räder geraten hängen geblieben ist.

00:14:10: Das habe ich viel später erst begriffen, diese offensichtliche Selbstwahrnehmung und die Fremdwahrnehmerung, dass das überhaupt nicht zusammengepasst hat.

00:14:20: Auch diese Vorstellung mit der ich in das Mitarbeitergespräch gegangen bin und dachte, na das wird jetzt ein nettes Gespräch im Wesentlichen verstehen wir uns eh und es ist völlig eskaliert.

00:14:30: also auch da war mir überhaupt nicht klar wo steht der Mitarbeiter?

00:14:35: Wo stehe ich zu dem jeweiligen Mitarbeiter?

00:14:39: Auch ein ganz wichtiger Kenntnis, wie hole ich regelmäßig Feedback ein?

00:14:43: Wie kläre ich Erwartungshaltung Stimmungen ständig und nicht einmal im Jahr im Mitarbeitergespräch.

00:14:51: Also gut dass es das gibt damit zumindest einmal im jahr auf dem Tisch kommt.

00:14:54: aber natürlich ein völliges Fiasco und für mich wirklich eine der ersten Erfahrungen als Führungskraft.

00:15:01: wahnsinnig Schmerzhafte war natürlich einer aus der ich dann auch sehr schnell gelernt habe Und ich hab's bis heute nicht vergessen obwohl es glaube

00:15:12: Was, wie würdest du jetzt reagieren wenn jemand mit so einer Aussage kommt?

00:15:17: Ich kann nur hoffen dass ich in den achtzehn Jahren das begriffen habe.

00:15:21: Also das zu vermeiden ist tatsächlich ja das tagtägliche Ziel

00:15:27: weil ich glaube das ist genau der Punkt wenn es das eigentlich muss man sich erschaffen dass du jetzt eben nie in einem mittelweiter Gespräch sitzt und dir jemand sowas so klar sagen muss.

00:15:40: Thema Selbstwahrnehmung, Fremdwahrnähmung.

00:15:42: Das war offensichtlich ein richtiger Wunderpunkt.

00:15:45: beziehungsweise der Blinderfleck.

00:15:49: Ich finde ja Mitarbeitergespräche auch.

00:15:51: es gibt ja auf meiner Sicht so diese zwei Orten von Mitarbeitergesprech entweder die superweich gespülten wirst heute einen Fragebogen durchgehst und eigentlich kommt überhaupt nichts dabei raus Und du sprichst jetzt eine von einer Mitarbeitergesprech.

00:16:05: zweitere wo halt wirklich wenn man auch eine Bilanz Eingemachte geht und das ist ja sehr gut.

00:16:10: Aber gerade in der Situation ist natürlich super schwierig, wie es mit dem umgehen kannst und dass der Nummer wieder nicht herauskommst.

00:16:18: aber wie ist halt das Feedback herannehmen kann ohne dass irgendwie gleich keine Ahnung die rechtfertigste oder in einer Konfrontation reingeht.

00:16:29: Wie denke ich jetzt nämlich darüber nach?

00:16:30: Jetzt haben wir uns vorher gelobt als nicht ganz unerfolgreiche Menschen und haben schon einiges an Erfahrung in Führung.

00:16:36: Aber ich glaube, würde mir das jetzt passieren mit der Weitergespräch.

00:16:42: Man muss sich wirklich gut vorher vorbereiten und dann auch reagieren zu können so wie man wahrscheinlich reagieren möchte.

00:16:48: Dann sage ich ja danke für das Feedback vielleicht gibt es eine oder andere Beispiele damit's mir klarer ist?

00:16:54: Und dann aber auch irgendwann zu sagen okay danke, ich nehme das jetzt mit!

00:16:58: Ich werde versuchen das Verhalten entsprechend irgendwo zu ändern oder zu reflektieren.

00:17:02: und jetzt gehen wir zum nächsten Punkt über.

00:17:04: Ich glaube da gehört immer noch sehr viel dazu.

00:17:07: Ja, unbedingt.

00:17:08: Also je länger ich auch jetzt in der Vorbereitung darüber nachgedacht habe, muss auch ganz klar sagen... Ich bin jetzt rückblickend den Mitarbeiter auch sehr dankbar, dass er da sehr ehrlich war.

00:17:20: Das ist ja keine Selbstverständlichkeit!

00:17:23: Auch als Mitarbeiter kann man ja durchaus auch in so ein Gespräch gehen und sagen, naja das lass' ich halt über mich ergehen, das gehört einmal dazu.

00:17:29: Je weniger dramatische Dinge ich jetzt äußere umso schneller ist es Ganze hier erledigt ist halt da nicht passiert und ich habe ein sehr ehrliches Feedback bekommen.

00:17:38: Ehrliches Feed back tut häufig mal weh, bietet aber auch die riesen Chance daran zu arbeiten.

00:17:42: Und seitdem ist dieses Thema Klarheit für mich einfach ganz, ganz entscheidend.

00:17:47: ob ich das immer schaffe weiß ich nicht.

00:17:49: Aber es gibt genug Situation wo ich mich an diese Situation an das Gespräch zurück erinnere und denke hätte muss klar sagen

00:17:56: Ja finde gut klares feedback.

00:18:01: Da kann ich eine Geschichte ergänzen, die glaube ich ganz gut dazu passt.

00:18:06: Und das ist jetzt gar nicht so lange her da war ich dann doch schon einige Jahre.

00:18:12: Führungskraft, durchaus erfahrene Führungskraft sehr motivierend wollte erfolgreich sein und ich habe schon auch immer den Ruf gehabt und das glaube ich durchaus auch gut gemacht mich wirklich um mein Team zu kümmern.

00:18:27: Damals war es ja so wir haben Die Coup-Punkte wurde von der AVL übernommen.

00:18:33: Ich war Geschäftsführer der AVl... Ah, der AV Lommengurt ist mir immer aussteigend, gell?

00:18:38: Ja das lassen

00:18:40: wir drin!

00:18:40: Nein ich war definitiv nicht Geschäftsführer der AFL.

00:18:43: Ich verspreche nein ich war ja Geschäftsfuhr am Schluss dann der Coup Punkt nachdem ich das übernummern habe und hab dann in der AV l auch... Verantwortungsbereich erweitert und ich habe ein kleines Team dazu genommen oder dazubekommen.

00:18:58: Und das war für mich nicht auch das erste Mal, dass ich wirklich ein mir komplett fremdes Team übernommen hab und wollte natürlich auch zeigen, da sind wir um meine Mitarbeiter entsprechend kümmerer.

00:19:09: So eines Tages kommt einer dieser Mitarbeiter zu mir und sagt du Peter, ihr habt ein Problem?

00:19:14: Wir müssen miteinander reden!

00:19:16: Ich wusste sie nur ganz kurz Zeit haben weil ich wirklich in den dringenden Termin musste.

00:19:20: Hab trotzdem gesagt ja sag erzähl.

00:19:23: Und das Gespräch hat wahrscheinlich eine Minute gedauert und der Mitarbeiter hat gemerkt, er hardert wirklich ein Problem mit Dienstreisen.

00:19:31: Die ganze Zeit auf Dienstreisens geht so nett, gell?

00:19:34: Und ich hab nach der Minuten gesagt, passt verstanden!

00:19:36: Ich habe jetzt leider echt gerzeit, es wird mir laut... Aber ihr habt das Problem verstanden, ich kümmere mich darum.

00:19:41: macht ihr keine Sorgen, ich finde eine Lösung.

00:19:44: Was sie von dem Mitarbeiter gewusst haben, das war jetzt nicht sehr viel aber ich wusste ja, da ist tatsächlich sehr viel auf Dienst reisen.

00:19:50: Der ist in der ganzen Welt unterwegs scheinbar auch recht unverzichtbar bezüglich seiner Erfahrung.

00:19:55: Mir war gewusst, dass ein Mitarbeiter mit Kindern oder einer Partnerin und klar ist dann nicht so leicht die ganze Zeit unterwegs zu sein.

00:20:02: Ich habe selbst drei Kinder, bin verheiratet und weiß ständig auf Dienstreisen zu sein.

00:20:07: das geht für mich nicht.

00:20:08: damit muss man da natürlich eine Lösung finden.

00:20:11: Und ich habe mir dann mit zwei meiner Führungskräfte hingesetzt hab von dem Problem des Mitarbeiters erzählt und wir haben dann angefangen uns eine Lösung zu überlegen Folgendermaßen definiert.

00:20:22: Wir werden um diesen Mitarbeiter herum weitere Personen aufbauen, die von dem dann eingeschult werden, die mit ihm auf Dienstreise sind und die von ihm lernen können.

00:20:33: Und so werden wir es innerhalb weniger Monate schaffen, dass man die berühmte Redundanz schaffen und einfach andere Leute haben, die seinen Job übernehmen können und damit kann er die Anzahl von Dienstreisen deutlich reduzieren, kann entsprechend mehr Zeit mit seiner Frau sein.

00:20:50: Kindern verbringen.

00:20:51: Ich habe dann zu einem Termin eingeladen mit dem Kollegen und habe ihm ganz stolz genau diese Lösung präsentiert in der Wartung, dass er sagt super fantastisch!

00:21:02: Seine Reaktion war ja bis zur Volldepp.

00:21:04: Das hat er so nicht gesagt aber ich habe genau gemerkt das er das genauso meint weil du hast mein Problem überhaupt nicht verstanden.

00:21:12: Also ich will nicht weniger auf Dienstreisen sein.

00:21:15: Ich will eigentlich mehr auf Dienstkreise sein, ich würde noch nicht jede Woche spontan woanders hin, aber ich werde gerne mehrere Monate am Stückchen unterwegs.

00:21:25: Du hast ja Kinder!

00:21:26: Wie geht denn das?

00:21:27: Ja die Kinder sind erwachsen.

00:21:29: Die sind schon auszogen und brauchen wir nicht mehr wirklich.

00:21:32: Und deine Frau?

00:21:34: Ich glaube, ich habe gesagt, ich bin geschieden und meine neue Partnerin, die wird gern mitkommen weil sie ist flexibel, die kann das machen.

00:21:40: Und auch der ist geil.

00:21:41: also... einfach für ein Problem, das es so nicht gibt, eine Lösung gefunden.

00:21:46: Und ich glaube an Haufen und jetzt können wir jetzt gemeinsam analysieren.

00:21:50: Aber den Superklassiker, ich habe halt von mir auf einen anderen geschlossen.

00:21:57: Ich glaube, dass passiert wirklich vielen Führungskräften.

00:21:59: der Mitarbeiter kommt mit einem Problem.

00:22:01: Ich höre nur mit Arm oder Zuhilfe die Lösung ja eh schon im Kopf.

00:22:05: Ich habe aber auch nicht verstanden, dass es nicht das Problem des Mitarbeiters ist, sondern dass von dem ich glaube, das ist hart weil es halt mir vielleicht so gehen wird.

00:22:16: Und ja auch die Frage ist, die wir auch ständig diskutieren, ist überhaupt dein Job?

00:22:20: Die Lösung zu erarbeiten oder... Ja,

00:22:23: ja, ja.

00:22:24: Weil das ist ja nur exemplarisch für vieles andere.

00:22:26: Man könnte auch ein fachliches Thema sein und muss der Lösungsbringer sein.

00:22:33: Was man mir jetzt zu gut erhalten kann, dass ich wirklich zeigen wollte.

00:22:38: Da kommt jetzt wer mit einem Problem?

00:22:39: Das ist ein neues, kleines Team und denen möchte ich zeigen, dass sie mich kümmern.

00:22:44: Tom habe ich halt auch wirklich das

00:22:46: ... Ja klar, maximale Empathie!

00:22:48: Ja ja, maximales Empathies.

00:22:50: Es wäre leichtes gewesen, mich noch einmal mit dem Mitarbeiter hinzusetzen, zu verstehen was es wirklich geht und vor allem hineinzubinden in die Lösungsfindung oder eben auch, also ja das war schon ein Mitarbeiter der ich glaube damals auch direkt an mich berichtet hat insofern schon irgendwo bei mir aufkommt.

00:23:07: Aber da hätte es ganz viele andere Möglichkeiten geben wie man zu einer guten Lösung kommt und ganz speziell einfach einen Selbst einzubinden weil er war einfach schon ewig lang in dem Job und der weiß natürlich ganz genau wie so was funktioniert.

00:23:23: aber ja große große Innexion für me Weil ich wirklich bin in das Gespräch eingegangen.

00:23:29: Ich werde da jetzt mit Lobesfümlern überschüttet werden für diese fantastische Lösung und der Blick.

00:23:35: Okay, du hast das überhaupt nicht verstanden?

00:23:39: Ja!

00:23:39: Ich glaube auch der Klassiker.

00:23:41: Und sowas was ... Ich glaub wo wir alle ständig reintipptappen dass uns gegenüber Probleme präsentiert werden und wir sofort anfangen losgehen und Lösungen suchen, egal ob das Problem daran lag dass man sich das Problem gar nicht richtig angehört hat.

00:24:01: Aber also für mich ist schon auch so ein Thema nicht über jede Stöckchen springen, auch nicht zu jedem Problem sofort eine Meinung haben zu müssen.

00:24:10: Ich habe sehr viel mal mit einem Coach zusammen gearbeitet den ich dafür sehr klar die Jungs können das zum Teil sehr gut und dann hab' ich echt bewundert oder so penetrant immer wieder die klassischen Coaching-Fragen gestellt hat.

00:24:22: Aha, was schlägst du vor?

00:24:23: Was kannst du tun?

00:24:24: Was kannste noch tun?

00:24:27: Woran könntest du noch denken?

00:24:28: und so

00:24:28: weiter?".

00:24:28: Also diese vielen W-Fragen die dich dann dazu bringen selber darüber nachzudenken.

00:24:34: Und so wie Du mit dem Mitarbeiter Schilderst wäre der ganz prima auch mit mehreren Lösungsvorschlägen gekommen.

00:24:39: Und Du hättest einfach nur sagen müssen von den drei Varianten nehmen wir die dritte und los geht's!

00:24:45: Turm tut ja, also ich habe dann selbst eine Ausbildung zum systemischen Coach gemacht und so ein bisschen systemisches Denken, TTA vielen vielen Führungskräften gut.

00:24:55: Nämlich genau mit dem Hintergrund.

00:24:57: Ich kenne das Problem meines Mitarbeiter eigentlich nicht.

00:25:00: Drum kann ich es auch nicht lösen.

00:25:01: Ich kann ihm helfen dabei Und das ist ja nicht nur... Also das setzt natürlich bei diesen Leadership-Themen aber z.T.

00:25:09: auch bei selbst bei technischen Themen.

00:25:12: Ich hab mir das als junger Ingenieur immer gedacht Wir haben mich schon oft in Themen richtig rein gefugst und dann geht es halt trotzdem nicht.

00:25:18: Und dann gehst du zu einem Kollegen, der erfahren er ist... ...und erzählst ihm das Ding in drei Minuten.

00:25:23: Und der sagt dann ja, ja, naja, kein Problem!

00:25:25: So und so muss das machen.

00:25:27: Dann haben wir gedacht wie arrogant muss man denn sein?

00:25:29: Ich beschäftige mich seit einem Monat damit.

00:25:30: du kannst das jetzt nicht in einer Minute gelöst und das geht einfach.

00:25:34: Das ging auch tatsächlich sehr oft nicht weil's eben nicht so einfach ist.

00:25:38: aber dieser Tragen Ich habe jetzt der Lösung bereit.

00:25:41: Das fühlt sich ja, dass Führungskraft danach auch gut an ein Problemlöser zu sein.

00:25:45: Genau das hat mir jemand erklärt.

00:25:48: Der Impuls ist halt helfen zu wollen und das mal per se ein guter Impuls.

00:25:54: aber das ist nicht zwingend der, der am Ziel für uns ist als Führungskraft gar nicht zwiegend dein Job und hat auch wieder viel mit Ego zu tun.

00:26:02: sehr cool ich bin dran

00:26:05: du bist dran

00:26:08: Ja, Nummer zwei auf meiner Liste ist auch ein Klassiker.

00:26:10: Also ich weiß ja nicht wer bei uns zuhört beziehungsweise weiß ich so'n bisschen wer zuhört.

00:26:13: aber es hören halt eben nicht nur CEOs und Unternehmer und Eigentümer zu sondern es hören natürlich ganz viele Leute dazu die irgendwo in einer Sandwich Position als Führungskraft arbeiten.

00:26:26: Department Manager Teamleiter usw.. Ich glaube das ist sowieso die viel größere Menge an Führungskräften da draußen.

00:26:37: Und diese ganze Sandwich Thematik ist schon eine ganz, ganz schwierige, weil man natürlich Führungsaufgaben nach unten hat und auch gewisse Aufgaben nach oben.

00:26:45: Also mindestens mal Reporting aber kann man in einer gewissen Art und Weise Führungsthemen nennen.

00:26:52: Und da habe ich eine Geschichte mitgebracht die auch aus meiner Zeit stammt, in der ich auch eine relativ junge Führerskraft war und in der so in so einer Sandwich Position war und relativ wenig Gestaltungsspielraum mitbekommen.

00:27:08: Da könnten wir jetzt auch noch darüber reden, ob das überhaupt besonders gut ist?

00:27:11: Ich glaube nicht dass es gut ist weil dann braucht's auch irgendwann keine Führungskraft mehr wenn der Entscheidungsspielraum sehr eng bemessen ist.

00:27:21: Dann hab ich wirklich nur einen Manager der Aufgaben verteilt.

00:27:27: aber sei so war's halt damals und ich komme gleich nochmal ein besonderes Beispiel dazu auch wirklich versucht das Team, das gar nicht spüren zu lassen.

00:27:37: Also mein Ego hat mir eigentlich gesagt naja du bist ja jetzt Chef von diesem Bereich und die erwarten mir von dir dass du jetzt darüber entscheidest.

00:27:44: unter Wirklichkeit darf ich ganz viel gar nicht entscheiden und habe aber... Habt ihr darüber vielleicht nicht im Unklaren gelassen?

00:27:52: Aber ich hab schon den Glauben vermittelt, dass das meine Entscheidungshoheit ist und dort vieles war es dann gar nicht und habe auch gegenüber meiner Führungskraft das nie thematisiert.

00:28:05: Und es ist dann wirklich zur absurden Situation gekommen, dass wir mit einem Entwicklungsprojekt beauftragt wurden.

00:28:10: In dem von Anfang an klar war das mit viel zu wenig Ressourcen und viel zu wenige Budget ausgestattet.

00:28:15: ich kann da eigentlich gar nichts reißen.

00:28:18: Das Team hat's auch verstanden wusste auch hey das wird nicht gehen!

00:28:23: Ich habe das aber auch zugedeckt und das versucht gut zu reden.

00:28:28: Ähnliches Thema, glaube ich wie bei Fail Nummer eins.

00:28:31: Harmonie muss gewahrt bleiben und naja wenn es halt so ist dann versuchen wir dass es halt irgendwie geht Und habe diesen Konflikt gar nicht eskalieren lassen und das hätte ja zwei Konflikte geben müssen einmal Richtung Team zu sagen hey Das geht nicht!

00:28:46: Das wissen wir alle Finden wir Wege Wie vielleicht Teil erfolge gehen und nach oben Hätte ich natürlich genauso escalieren müssen um auch ganz klar zu machen, mit denen gesteckten Rahmenbedingungen geht es auch nicht.

00:28:59: Ende vom Spiel waren natürlich das Projekt.

00:29:01: gescheitert ist, dass in der Timeline der Projekt-Erfolg nicht gegeben war.

00:29:08: wie es dann weiter ging weiß ich gar nicht mehr aber für mich eben auch und gar ein ganz großes Learning solche Situationen die er auftreten können.

00:29:16: natürlich muss man als Führungskraft auch als Sandwich Führungskraft manchmal Entscheidungen exekutieren, die man so nicht treffen würde.

00:29:25: Aber dann gilt es halt einfach auch da klar zu sein, sondern so ist es nun einmal.

00:29:31: Was können wir da tun?

00:29:33: Um eben diese um keine falsche Erwartungshaltung zu wecken weil das ja eigentlich das ganz große Problem ist dass ein großer Mismatch zwischen dem entsteht was erwartet ist und zwischen dem was das Team ja auch selber spürt ne der geht aber ach nix.

00:29:46: also deine Erwartungshaltung passt überhaupt nicht mit der Realität zusammen.

00:29:51: Und auch für mich als junge Führungskraft gegenüber meiner damaligen Führungskraft wäre, ganz klar, Eskalation notwendig gewesen sein.

00:29:58: Das was du von mir erwartest das wird so nicht gehen darüber müssen wir reden.

00:30:03: Klar dass erfordert gewisses Rückgrat halte ich aber für ganz wesentlich wenn wir über Führungen reden weil nur dann kann man natürlich seine Aufgabe wahrnehmen.

00:30:14: und daran bin ich ein Stück weit verbrannt.

00:30:16: in der Situation habe das hinterher gelernt hab das auch dann wieder die Brösel zusammengekehrt und hinterher hat es funktioniert, aber wir haben sicherlich viele Wochen und Monate ganz viel Energie auf gut Deutsch verschissen.

00:30:31: Indem wir das Problem eben nicht offen angesprochen haben.

00:30:34: Also da

00:30:35: auch

00:30:35: klare Kommunikationen ganz entscheidend und zwar in beide Richtungen.

00:30:39: also gerne natürlich zum Team.

00:30:40: Das sind derzeit geltenden Bandagen oder Randbedingungen mit denen wir gerade arbeiten müssen.

00:30:48: Aber auch nach oben wenn das das Ziel ist müssen wir darüber reden wie das erreichbar ist, weil damit sehe ich es nicht.

00:30:55: Ja und beides ist sehr total schwierig, weil in der Sandwich-Position sozusagen immer wieder gibt's auch Entscheidungen die vor dem Kommand, die man da entsprechend exekutieren muss.

00:31:07: aber in diesem Fall funktioniert das halt nicht.

00:31:09: Du kannst jetzt nicht zu deinem Team hingehen und sagen so Weil du hast den Auftrag bekommen dieses Projekt ist zu machen Das sind die Randbedingungen, das sind die Stunden Und du weißt einfach dass funktioniert nicht.

00:31:19: Das kannst du dir ja nicht vor der Team-Hinstellung sagen, dass in die Stunden und dieser Stundenanzahl oder mit diesen Randbedingungen muss das jetzt gemacht werden.

00:31:27: Wohlwissend, dass es nicht möglich ist.

00:31:30: Aber ich glaube, das ist eine Situation, die man immer wieder hat.

00:31:33: Und dabei genau die Herausforderung sozusagen so sind die Randbedienungen.

00:31:37: Das ist die Anzahl der Stunden, die wir halt verkauft haben zur Verfügung haben – was auch immer!

00:31:41: Unsere Aufgabe ist es aus dem Ganzen nicht das Beste rauszuholen, um das so gut wie möglich zu machen Sie nach oben aber entsprechend einzusetzen und auch klar zu machen, dass das Projekt wahrscheinlich mit den Randbedingungen nicht funktioniert.

00:31:55: Das ist halt super, super schwierig!

00:31:58: Ja klar, also super schwierig und da kann es natürlich eventuell auch gar keine Lösung geben?

00:32:02: Aber

00:32:04: wichtig ist dann wirklich auch den Konflikt nicht zu scheuen.

00:32:06: Und den habe ich damals gescheut in beide Richtungen, indem ich es nach unten versucht habe zuzudecken oder nach oben quasi gebuckelt habe könnte man sagen... Es hat dem Projekt nicht geholfen, es hat mich als Führungskraft geschwächt.

00:32:20: Es hat den Team nicht gehoffen also im Grunde noch was ein Fail in allen möglichen Bereichen.

00:32:27: und das Learning ist natürlich wir müssen Probleme ansprechen wenn sie da sind, wir müssen offen kommunizieren Wir müssen da auch

00:32:36: ja

00:32:37: Kritik

00:32:37: üben,

00:32:38: Kritik fähig sein.

00:32:39: Wir dürfen die schwierigen Gespräche auf gar keinen Fall scheuen denn die sind's auf dieses ankommt.

00:32:47: Den Rest kann man sich im Zweifel sparen.

00:32:49: Aber die schwierigen, die kritischen sind die, die geführt werden müssen und führt ja auch dazu dass man relativ schnell lernt.

00:32:57: ist das ein Setting in dem es für mich persönlich als Führungskraft funktionieren kann?

00:33:02: oder wenn die Rahmenbedingungen so sind dann muss das aber für mich auch Konsequenzen haben.

00:33:09: Ja, gutes Beispiel!

00:33:11: Und ich glaube ein sehr relevantes... sehr vergleichbar, also Sandwich-Position kann ich gleich anschließen.

00:33:20: Ja ist der

00:33:21: Klassiker und ich glaube es ist wirklich wichtig.

00:33:23: für die in dieser Position sind wichtig und das für die die Führungskräfte von Sandwich Liedern sind auch wichtig zu verstehen, in welcher Position sie sich befinden.

00:33:39: Mein Sandwich hat ja sehr viel mit Bauchgefühl zu tun und für mich ist es nach wie vor ein Beispiel Wo ich jetzt gar nicht so sicher bin, wie man es anders besser lösen hätte können, bin ich gespannt auch auf dein Feedback.

00:33:53: Tja!

00:33:55: Meine Historie ist Halbex bekannt verantwortlich in der Q-Punkt damit für mittelgroßen Bereich viele, viele Mitarbeiter, viele, vielen, fünftig Mitarbeiter etliche Millionen Euro Umsatz und ist eigentlich wirklich ganz gut gelaufen?

00:34:12: Und eines Tages kam dann Die Geschäftsführung, der Kupunkt war ich noch nicht der Geschäftsführer.

00:34:17: Zu mir habe ich gesagt so wir haben eine zusätzliche Strategie wie wenn das Portfolio des Unternehmens um eine gewisse Dienstleistungen erweitern nämlich ganz konkret worden ist Dauer-Lauf-Tests von Fahrzeugen.

00:34:30: Die Historie ist ein bisschen die.

00:34:32: Wir haben einen Werkstatt gehabt mit Hebebühnen und Räumen Traumontan.

00:34:35: Wir haben aber primär Prüfstände gebaut und hatten aber auch Werkstaatenmitarbeiter wirklich Mechaniker diese immer gewünscht haben.

00:34:41: wir würden gerne an Vorzeigen arbeiten Aber zu dem Zeitpunkt war es dann nämlich so, dass wir eh schon primär Leute gehabt haben.

00:34:47: Die wollten Prüfstände schrauben und vielleicht halt noch irgendwo den einen oder anderen, der schon den Fahrzeug, den PKW an dem herumzupasteln nur eine Träne nachgeweint hat.

00:34:56: Und auf jeden Fall wandern die Idee – Wir machen eben Dauerlauf-Tests mit PKW.

00:35:01: Das heißt, wir fahren mit denen wirklich auf definierten Strecken im Zweischichtbetrieb.

00:35:06: Wir haben damit natürlich immer wieder Auslastung für die Werkstatt.

00:35:09: Wir brauchen ja viele neue Mitarbeiter, nämlich diese Dauerlauffahrer.

00:35:13: Tolles Umsatzpotenzial, tolles Margenpotenzials.

00:35:16: Das war so die erste Info und das machen wir.

00:35:19: Okay?

00:35:20: Spannend!

00:35:21: Passt jetzt nicht zu hundert Prozent zu dem was wir bisher machen, dachte ich mir.

00:35:25: aber wir waren sowieso immer schon relativ breit aufgesteuert.

00:35:29: Schauen wir uns an.

00:35:30: Und ich habe es mal dann im Detail angeschaut des Geschäftsmodells wie die operative Durchführung ausschauen kann mit der Markt im Wesentlichen ist.

00:35:38: Ich habe mich damals schon immer gedacht Ob das so eine gute Idee ist, ich bin mir da echt ganz sicher.

00:35:43: Und natürlich dann auch mit meinen Mitarbeitern drüber gesprochen und die waren auch skeptisch.

00:35:49: Eben wirklich klassische Sandwich-Positionen.

00:35:52: Geschäftsführung hätte es gern.

00:35:54: Das eigene Team glaubt nicht zu wirklich dran und ich hab's selber auch nicht so wirklich daran geglaubt.

00:35:59: Ich habe sie aber auch nicht in einem Business Case festmachen können und das wissen wir auch.

00:36:04: den Business Case kann man sich in alle Richtungen schon schön rechnen oder auch schlecht rechnan Und wir haben das Thema dann gestartet.

00:36:10: Wir haben neue Mitarbeiter eingestellt, wir haben letztlich ein Infrastruktur geschaffen, da der Robenwerkstatt umbaue und wir haben Prozesse definiert für Dinge die man noch nie gemacht hat.

00:36:21: Wir sind ja im Schichtbetrieb gefahren mit vielen neuen Mitarbeitern, die das auch noch nicht gemacht haben.

00:36:27: Wir waren Mitarbeiter definiert, der sich um das Ganze gekümmert hat.

00:36:31: Irgendwann ist aber zu mir gekommen, wie den Flohzirkus hüten.

00:36:36: Da ist bei jedem einzelnen Mitarbeiter der da mit den Pekkawisse herumfährt immer wieder ein Schiffgang an.

00:36:40: Der war die ganze Zeit nur am Telefon und musste kleinste Probleme und größere Probleme zum Teil auch lösen.

00:36:46: Und ich habe einfach immer gemerkt mein Bauchgefühl scheint mir rechtzugeben das Ganze funktioniert einfach nicht.

00:36:55: Die Mitarbeiter haben auf dieses echt keinen Bock und wir haben das Projekt Komplett dobeglatt gehen, muss man ganz klar sagen.

00:37:01: Nach einigen Monaten haben wir es dann gestoppt bzw.

00:37:05: seitens vom Kunden ist das gestopped worden weil's echt nicht gut funktioniert hat.

00:37:09: Der Mitarbeiter, den wir die Verantwortung für dieses geben haben – das Wort haben wir jetzt eigentlich eher so.

00:37:13: ich möchte immer Belohnung geben dass der mal richtig cooles Projekt macht, der hat schon kündigt gehabt und er war komplett nervt.

00:37:18: Er sagt ja halt, das ist nicht aus, er hat keinen Bock auf das!

00:37:22: So wir haben nicht nur den Mitarbeiter verloren, wir haben Geld verloren, Wir haben Reputation verloren.

00:37:27: Und ich habe mir dann gedacht, ja, ich hab es ja eh gewusst.

00:37:30: Aber ich hab's halt echt nie wirklich sauber kommuniziert schon!

00:37:34: Wir hatten eine sehr offene Kommunikationsbasis und ich bin mir sicher... Ich war das eine oder andere Mal bei der Geschäftsführung gesagt, ich bin mal nicht sicher und ich weiß nicht so recht ... aber ich hab sie da auch nie so wirklich darstellen können.

00:37:47: Zum Thema was lernt man sowas?

00:37:50: Ich bin mir eben nicht ganz sicher ob jetzt quasi im Nachhinein hat sich jetzt nicht funktioniert Weil es den Business Case für uns so wirklich nicht gibt und das Thema nicht sinnvoll darstellbar war.

00:38:04: Oder hat's halt auch nicht funktioniert, weil ich selbst nicht dran glaubt hab, dass ich sehr halbherzig an der Angangung bin mit den anderen tausend Dingen, die ja dann dies schlägen?

00:38:13: Ja!

00:38:14: Aber das war schon tatsächlich ein richtig großer Fail.

00:38:17: jetzt nicht nur für mich persönlich sondern in Summe war das echt... Das war ein richtig richtig Scheiße muss man ganz offen so sagen.

00:38:25: Das berühmte Bauchgefühl, ne?

00:38:28: Ja aber wie gesagt ich höre schon mittlerweile war es dass das Bauch gefühlt ganz wichtig ist auf des Höhe gern.

00:38:35: Aber bei dem hat sich immer so eingeschlichen das Bauchtgefühl.

00:38:39: und wie gesagt vielleicht hätte man das echt erfolgreich machen können aber ich habe das sicher jetzt nicht ausgestrahlt mit der Mitarbeiter also ähnlich wie bei dir.

00:38:50: Also ich habe mich da jetzt nicht hingestört in der vollen Überzeugung dass das richtig richtig geil wird.

00:38:55: Sondern heute hast du ne Apfuh, probieren wir es weiter mal.

00:38:58: Schauen wir mal mit der...

00:39:02: Ja ich meine man will da ja auch nicht der quasi der Spielverderber sein weil ist okay auch eine Geschäftsführung möchte das gerne steht dahinter.

00:39:13: Du hast gar gerade gesagt Man kann sich auch jeden Business Case in die richtige Richtung rechnen und das stimmt.

00:39:20: also Ich habe das von einem Jahr mal in dem Podcast gesagt, indem ich eingeladen war.

00:39:26: Ich erwarte selbstverständlich von uns als Unternehmen und von Mitarbeitern die mit einer neuen Idee kommen dass es ein Business Case gibt.

00:39:33: Dass der gerechnet ist, dass man sich Gedanken darüber gemacht hat wie groß das Potenzial funktioniert.

00:39:40: überhaupt was muss ich dafür investieren?

00:39:42: Was ist auch ein Risiko dahinter?

00:39:44: Wie gehe ich mit Risiko um usw.

00:39:46: natürlich erwarte ich das also die klassischen Zahlen, Datenfakten die die Hard Facts und genauso wichtig ist für mich aber wirklich immer das Bauchgefühl.

00:39:56: Und es kann sich auch entwickeln über eine gewisse Zeit.

00:39:59: also man unter beide Richtungen.

00:40:01: Also mal ganz skeptisch sein sagen mein Bauch gefühlt sagt eigentlich ist keine gute Idee und im Laufe der zeit merkt man aber nicht das fliegt aber das funktioniert.

00:40:09: Es kann aber auch in die andere Richtung gehen und auch da finde ich halt offene Kommunikation dann auch ganz wichtig und auch insgesamt den Mut zu haben von allen Beteiligten sowas im Zweifel dann auch abzublasen.

00:40:21: Aber klar, das ist enorm schwierig, weil sich da mehrere Stakeholder auch sehr ehrlich und tief in die Augen schauen müssen und sagen, ich nehme es ernst!

00:40:29: Und im Zweife lieber dieser klassische... Das Ende mit Schrecken als dieses Schreken ohne Ende sind jetzt alles Platituden.

00:40:39: aber wir alle haben schon Sachen erlebt wo Businessmodelle zu Tode geritten wurden, weil man jetzt schon so viel Geld reingesteckt hat usw.. Und weil vielleicht auch niemand sich getraut hat zu sagen, hey ich glaube einfach nicht dran.

00:40:54: Ja also das zu Tode geritten, weil es schon so viel Geld rein gesteckt worden ist, das ist auch ein superklassischer Fehler.

00:41:02: und natürlich genau das Thema mit dem Business Case.

00:41:04: Ich beschäftige mich sehr sehr intensiv und oft mit Business Cases in verschiedensten Bereichen.

00:41:11: Im wesentlichen lernt man halt wirklich draus was sind die Einflussfaktoren?

00:41:15: Wo muss sie dann aufpassen?

00:41:17: Aber er wird mir nie mehr mit einer Exzellisten hinschauen und sagen so, das ist es jetzt.

00:41:21: Das ist die Planung und so muss es jetzt umgesetzt werden.

00:41:26: Weil ich glaube wenn man sich mit einem Business-Caseweg intensiv beschäftigt dann merkt man eben genau diese Einflussfaktoren, diese Stellrädchen Und insofern für das ist das eine wirklich gute Übung selten noch erlebt dass nach drei Jahren noch fünf Jahren der Plan genauso umgesetzt worden ist.

00:41:41: bitte gerne bei mir uns melden mit dem case, aber ja ne es ist ja tatsächlich so und trotzdem erlebten das natürlich ganz ganz oft dass dann aus seite controlling oder war ich immer da wirklich so wir müssen das Ganz ganz konkret voraus rechnen können.

00:41:57: Ja okay jetzt sind wir abgeschweifet.

00:42:01: vom Bauchgefühlthema macht er nichts.

00:42:04: Danke!

00:42:05: Da bin ich dran?

00:42:05: Ja

00:42:07: du bist dran.

00:42:09: Eine

00:42:09: Story noch genau Und die ist jetzt gar nicht so sehr Leadership, aber da geht es um die Beziehungsebene.

00:42:16: Die ja dann doch ganz wichtig ist und ich muss ein bisschen was vorweggeschieben.

00:42:23: also du weißt und manche Hörer wissen's auch wir haben uns bei der AWL kennengelernt oder im Rahmen unserer Tätigkeit für die AWL und ich musste jetzt in meinen Ex-Kollegen da wirklich Rosen streuen.

00:42:34: Was wir gemacht haben damals ist dass wir uns ganz viel Gedanken über Vertriebsprozesse gemacht haben.

00:42:41: Über die Frage, wie möchten wir eigentlich mit unseren Kunden interagieren?

00:42:44: Wir möchten, dass die Kunden uns wahrnehmen, jeder der mal die AFL kennengelernt hat weiß es gibt ganz viele Business Units und häufig ist denen in der Kunde nicht egal.

00:42:57: aber manchmal muss sich der kunde dann doch den internen Prozessen unterordnen.

00:43:00: Und wir haben versucht das sehr auf dem Kopf zu stellen und haben geschaut was braucht der kunder eigentlich.

00:43:04: Haben sehr früh versucht Account Teams zu definieren vor dem Hintergrund.

00:43:11: Naja, nicht immer ist es der Key Account Manager oder der Global Account Manager, der die beste Beziehung zum Kunden hat.

00:43:17: Manchmal ist es ein Techniker, einen Support-Mitarbeiter, der einfach schon viele Jahre mit dem Kunden arbeitet.

00:43:24: also es gibt sehr unterschiedliche Kommunikationskanäle zum Kunden und letztendlich entscheidet auch der Kunde sehr stark darüber wie er mit uns interagieren möchte.

00:43:34: denn und den besten verlassen wir ihm auch die Möglichkeit Denn unser Job ist es primär, so sehe ich zumindest Sales.

00:43:40: So sehe ich Vertrieb aus dem Kunden leicht zu machen mit den Lieferanten zur Interagieren und das haben wir sehr intensiv diskutiert.

00:43:48: Das war eine sehr coole Zeit oder da haben wir viel umgesetzt und das hat sehr gut funktioniert.

00:43:53: Und dann kam irgendwann der Zeitpunkt wo ich die AVL verlassen habe und ich wusste alle Accounts in meinem Verantwortungsbereich.

00:44:02: Ich war verantwortlich für Sales & Marketing einer Business Unit sind gut gemanaged.

00:44:07: Da gibt es gute Accountteams.

00:44:09: Bei manchen bin ich noch stärker involviert als bei anderen und wusste, wir haben ein Super-Setting, weil da wirklich viele auch Standortübergreifend daran gearbeitet haben.

00:44:19: Und da habe ich einen großen Fehler gemacht, weil ich mich in der Situation tatsächlich nicht wichtig genug genommen habe.

00:44:27: Ich bin dort gegangen und habe ganz wenigen Kunden nur gesagt, dass sich da jetzt was ändert, das ich ab nächstem Monat nicht mehr da bin, weil Sie sind gut, sie stehen auch sehr breiten Beinen.

00:44:39: Es läuft nicht bei mir zusammen und wir haben intern wirklich einen guten Job gemacht glaube ich in der Übergabe da auch.

00:44:47: Und mich haben dann kurze Zeit später tatsächlich zwei Kunden angeschrieben über LinkedIn und gesagt, hey Philipp, Torsten mit manchen war ich per Du.

00:44:57: Ich habe gerade gehört du bist weg und hätte es schon einmal vorbeikommen können und dich verabschieden können.

00:45:06: Das war für mich fast erschreckend.

00:45:08: Also für mich war immer klar, dass Sales eben auch ein People-Business ist.

00:45:13: Aber ich war von unserem Setting so überzeugt und ich wollte mich nicht zu wichtig nehmen in der Situation.

00:45:18: Ich wollte noch sagen, ihr kauft ja bei einer AFL und nicht bei mir persönlich.

00:45:24: Und habe das nur bei ganz wenigen Kunden gemacht, als ich mich wirklich persönlich verabschiedet habe.

00:45:30: Das hätte ich viel intensiver machen müssen.

00:45:32: Es hätte sicherlich Zeit gekostet aber da ist mir doch wieder klar geworden letztendlich Menschen von Menschen kaufen.

00:45:42: Und dass Menschen auch noch was anderes kaufen, nicht nur Produkte und Dienstleistungen sondern das wir eben auch ganz stark vertrauen und Sicherheit verkaufen oder unsere Kunden bei uns und es gilt glaube ich für jedes Unternehmen, das gilt für jedes Produkt, gilt für jede Dienstleistung.

00:45:58: die Kunden kaufen natürlich vordergründig ein Produkt aber sie kaufen vor allen Dingen Sicherheit Sie kaufen Vertrauen und das hat eben ganz stark mit den Personen zu tun.

00:46:08: Und es hängt dann doch sehr stark an den einzelnen Personen, auch da muss ich sagen ist für mich so das Pendel in die eine Richtung umgeschlagen.

00:46:21: ja nimm dich als Führungskraft nicht zu wichtig aber in dem Moment hätte ich schon verstehen müssen wie wichtig ich als Person war in dieser Beziehungs auf der Beziehungsebene und es hätte mich nicht viel gekostet.

00:46:34: Ich glaube jetzt, oder ich hoffe das da nicht viel angebrannt ist und es war in dem Nachgang auch gute Gespräche.

00:46:40: Und ich bedanke mich hier nochmal ganz explizit bei den Kunden die mich angesprochen haben danach – auch das war ein tolles und sehr ehrliches Feedback!

00:46:48: Aber das ist für mich schon ein Learning-Jahr nämlich nicht so wichtig aber weiß, wisse auch genau um deine Wichtigkeit auf der persönlichen Beziehungsebene.

00:46:59: Ja, also echt der spannende Beispiel weil es ja was ist, was dir jetzt nicht irgendwo passiert ist sondern wo du ganz bewusst eine Entscheidung getroffen hast und da eigentlich sehr demütig haben wir reingang.

00:47:14: Bist du gesagt, dass die Prozesse funktionieren?

00:47:16: Die Mitarbeiter wissen alle, wo scheit.

00:47:19: der Kunde kauft von der AVL und nicht von dir persönlich.

00:47:22: und so ist die Entscheidung getrofft.

00:47:24: Tja!

00:47:25: Ja, aber es hat mir jemand mal gesagt Menschen kaufen von Menschen und das auch einer dieser Leitsätze.

00:47:30: Es gibt so drei vier die ich niemals vergessen werde Klarheit vor Harmonie.

00:47:35: damit sind wir angefangen in dieser Folge Und Menschen kaufen vom Menschen ist eben auch so einer.

00:47:41: Ich glaube nach wie vor daran also trotz durchgehender Digitalisierung Trotz Globalisierung.

00:47:48: ich bin schon fest davon überzeugt dass mehr ist als das Produktes ein großes Stück Vertrauen.

00:47:55: Und das Vertrauen transportiert nicht das Backseat und die Features ihres Produkt mitbringt, sondern das Vertrauen transportiert ganz stark der Mensch, der dahinter steht.

00:48:03: Die Organisationen, die eine Person, die das eben verkörpert.

00:48:08: Ich glaube es brauchen wir auch als Menschen.

00:48:10: Ja!

00:48:11: Also... Nicht zu wichtig nehmen aber auch durchaus die Wichtigkeit der Person zu wissen und zu kennen.

00:48:19: Ja und auch da ist das Learning, weil im Wesentlichen ist es ja kann es win-win sein für das Unternehmen und auch für dich als Person.

00:48:27: Wenn du dich mit allen Kunden, wenn du das Unternehmen verlässt, auch noch einmal aussprichst, dich verabschiedest.

00:48:34: Weil damit weiß der Kunde dass im Unternehmen offensichtlich auch alles passt weil da geht halt jemandem guten und das passt ist in Ordnung.

00:48:41: aber er versichert mir dass alle Nachfolgethemen geregelt sind und alles funktionieren wird.

00:48:47: Und auf der anderen Seite bleibst du natürlich auch in entsprechender Erinnerung.

00:48:51: Das habe ich schon auch immer.

00:48:52: Ich versuche sowohl Kundenseitig als auch Mitarbeiter-Kollegen seitig zu machen.

00:49:01: Man sagt ja immer so schön, man trifft sie im Leben mindestens zweimal und das stimmt gerade in der... ...aus kleinen Bubble in der wir unterwegs sind, auch wenn sie mittlerweile global ist aber thematisch ist es klein.

00:49:12: Und

00:49:14: ja!

00:49:14: Naja, das passt auch ganz gut zu dem was du in deinem zweiten Beispiel gebracht hast, wo du das Problem deines Mitarbeiters gelöst hast.

00:49:22: Also es hätte in der damaligen Situation nicht viel gebraucht, um den Kunden einfach anzurufen und zu sagen wie hättest du's denn gerne?

00:49:29: Also wenn wir über Kundenszentrierungen reden jetzt immer z.B.

00:49:33: sehr stark saleslastig aber ich finde das schon wichtig dann gehts halt auch drum rauszukriegen wie ist der Kunde denn gerne hätt ich und die sollen es möglichst einfach haben.

00:49:42: Das ist unser Job!

00:49:43: Und die kann ich ja fragen.

00:49:45: also vermutlich fragen wir alle unsere Kunden viel zu selten was sie denn von uns erwarten.

00:49:49: unter solchen Situationen Wäre es entweder ein fünf Minuten Telefonat gewesen oder wäre es gewesen, hey ich wünsche mir dass wir nochmal vorbeischauen.

00:49:58: Aber Fragen nach wie vor und das gilt dann auch wieder für Führung.

00:50:02: Fragen ist ein super Instrument.

00:50:04: Ja definitiv.

00:50:06: Wir müssen mehr fragen weniger erzählen.

00:50:08: deswegen fragen wir demnächst mal wieder.

00:50:10: So machen wir dies!

00:50:12: Und ich glaube damit haben wir unser Fail Special weil ich ganz spannend war.

00:50:16: Auch dieses Mal war's gelernt, diesmal nicht von Gast zu noch von dir Thorsten Aber ich glaube, wir können uns freuen auf das nächste Jahr mit In Control.

00:50:25: Wir kennen schon Antisan und bis Ende des Jahres haben wir noch etliche coole Gäste, wo die Termine stehen.

00:50:32: Ich freue mich sehr!

00:50:34: Und tschau!

00:50:36: Ja, wir haben etliche coole Gäse.

00:50:37: Das Jahr ist geplant und an alle, die es gerne hören empfiehlt uns weiter.

00:50:44: Wir wachsen, wir möchten gerne weiterwachsen.

00:50:46: Wir bekommen sehr tolles Feedback von euch.

00:50:49: Darum möchten wir weiterarbeiten.

00:50:51: Empfehlt uns, liked uns, verlinkt uns und dann hören und sehen wir uns in einem Jahr.

00:50:58: Und zwischendurch so achtundvierzig bis zweieinfünfzig mal!

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