21 | Menschen machen Transformation - Warum Strategie allein nicht reicht

Shownotes

In dieser Folge von IN CONTROL – der Leadership Podcast sprechen Torsten Philipp und Peter Drage mit Joerg Theis, einem international erfahrenen Manager mit jahrzehntelanger Erfahrung in Automation, Transformation, Skalierung und M&A.

Transformation klingt zunächst nach Strategie, neuen Strukturen und Prozessen. Für Joerg steht jedoch ein anderer Faktor im Mittelpunkt: die Menschen. Denn eine Strategie kann noch so gut sein – erfolgreich wird Veränderung erst dann, wenn Menschen sie verstehen, mittragen und umsetzen. Wir sprechen über Joergs Erfahrungen bei der Integration von B&R in ABB und darüber, was passiert, wenn ein erfolgreicher, eigentümergeführter Hidden Champion Teil eines globalen Konzerns wird. Wie bewahrt man Geschwindigkeit, Kundennähe und Unternehmenskultur? Wie geht man mit Widerstand um? Und warum ist Zuhören gerade in Veränderungsprozessen so wichtig?

Außerdem geht es um einen klassischen Schritt in vielen Karrieren: vom Experten zur Führungskraft. Plötzlich ist nicht mehr entscheidend, selbst die beste Lösung zu haben. Gute Führung bedeutet, Verantwortung abzugeben, Menschen zu entwickeln und ihnen den Raum zu geben, selbst erfolgreich zu sein. Und wir schauen über das einzelne Unternehmen hinaus: Wie gelingt Transformation, wenn ein Geschäftsmodell unter Druck gerät? Welche Chancen können gerade in Krisen entstehen? Und was können Unternehmen in Österreich und Europa von anderen Ländern und Kulturen lernen? Eine Folge über Leadership in Veränderung, Unternehmenskultur, Empowerment und die Menschen, die aus einer Strategie echte Transformation machen.

💡 Themen dieser Folge:

  • Warum Strategie allein keine Transformation schafft
  • Menschen durch Veränderung mitnehmen
  • M&A und die Integration unterschiedlicher Unternehmenskulturen
  • Hidden Champion trifft globalen Konzern
  • Zuhören, Vertrauen und der Umgang mit Widerstand
  • Vom Experten zur Führungskraft
  • Verantwortung übertragen und Menschen entwickeln
  • Leadership und Transformation in Krisenzeiten

Mehr zu den Hosts: Peter Drage: https://www.linkedin.com/in/peter-drage-unternehmens-transformer/

Torsten Philipp: https://www.linkedin.com/in/torsten-philipp-0a2336137/

Peters Business – die MD Strategy GmbH: Strategie, Business Development, M&A advisory: https://www.md-strategy-group.com

DANKE and alle Supporter:

Logo & Graphics: Jean-Paul Frijns https://linktr.ee/jeanpaulfrijns

Schnitt: Charly Glawischnig https://charlyglawischnig.com

Jingle: Samuel Reissen https://www.instagram.com/sam_rszn/

Transkript anzeigen

00:00:00: Und machen wir uns nichts vor.

00:00:02: Die Kati Großunternehmen zeigen es ja heute, die gehen in die Länder wo's einfach ist.

00:00:07: Die gehen halt Mercedes, ich kapaut im Moment am allermeisten den Ungarn.

00:00:11: und das ist nicht nur der Stunden-Satz da sind auch andere Rahmenbedingungen.

00:00:15: und mir gehts jetzt nicht darum um so Dumping herzuführen sondern man muss halt überlegen Österreich war mal eines dieser Hippen Länder in Europa, weil man gesagt hat okay nach Österreich kannst du gehen gute Arbeitsgesetze und vernünftige Kostenstrukturen.

00:00:32: Und das waren Sachen die haben Österreich stark gemacht.

00:00:34: deswegen gibt es ja auch so viel Industrie in Österreich Weil das ja lange Zeit ein Aussingeschild war Wenn man jetzt so ein bisschen sieht.

00:00:42: Jetzt kommt auf einmal Italien und Italien hat in den letzten Jahren etwas geschafft wo ich sagen muss Hut ab Die sind halt als Land viel attraktiver geworden zum investieren, also es hat leider Gottes Österreich die letzten Jahre war.

00:00:59: Herzlich willkommen bei Inkontrol dem Leadership-Podcast!

00:01:03: Mein Name ist Thorsten Philippe Hallo und mein Name ist Peter Trage.

00:01:06: Herzlichen Willkommen und Servus Thorsten.

00:01:09: Servus Peter, schönen guten Morgen.

00:01:11: schön dich zu sehen kurz vor der Sommerpause Kurz vor der Sommepause.

00:01:15: Wir haben schon kurz geplaudert.

00:01:16: du hast tolle Pläne für nächste Woche, stimmt's?

00:01:19: Genau und heute drehen wir das Spiel ein bisschen um.

00:01:21: Also wer mal schon in In-Control reingehört hat, speziell in den ersten Folgen.

00:01:24: der hat mich immer erlebt als den, der sich furchtbar beschwert hat weil der Peter ständig auf Urlaub ist.

00:01:29: Und jetzt ist es endlich soweit dass ich in den Urlaub fahren unter Peter arbeiten muss und freue mich natürlich ganz besonders.

00:01:36: also ab Dienstag sitze ich im Flugzeug in die USA mit der Familie für mich auch wahnsinnig spannend.

00:01:41: Ich war sehr häufig in den USA bin auch immer regelmäßig dort Aber immer beruflich und immer an Orten, wo man privat eigentlich nicht sein möchte.

00:01:48: Und auch da drehe ich das jetzt mal um und fahre endlich dorthin, wo ich gerne mal hin möchte.

00:01:53: Ich freue mich total drauf!

00:01:54: Und dass der Peter gleichzeitig arbeiten muss ist natürlich umso besser.

00:01:57: Was machst du?

00:01:58: Das ist um so besser.

00:01:59: ja zum einen.

00:02:00: Ich stöhne wie viele andere unter der Hitze aber ich werde nächste Woche nach Irland reisen zu Kundenterminen.

00:02:07: Und ich habe gerade nachgeschaut.

00:02:07: Da hat es Tageshöchstemperaturen achtzehn Grad also insofern das ist die sehr gute Nachricht.

00:02:12: Aber vor allem natürlich auch auf Kundenttermine Und am Weg dorthin, in Wien am Vorabend meines Fluges werde ich die Hängermee und die Stefanie treffen aus unserem letzten Podcast.

00:02:23: Wir werden tatsächlich das Nashmarkt-Special die Nachbesprechung machen.

00:02:27: Das ist auch quasi der Link zu unseren... Du machst es ohne mich?

00:02:30: Ich mache das ohne dich, weil du in den USA bist!

00:02:34: Ja, so ist das.

00:02:35: Hängerme jetzt insofern relevant, weil sie auch so freundlich war unseren heutigen Gast vorgeschlagen hat und uns auch vernetzt hat.

00:02:45: Und insofern freuen wir uns sehr, dass wir heute wirklich ein Schwergewicht aus der Industrie bei uns haben – einen Global Automation Leader Skalierung und Transformation von Technologieunternehmen M&A Digital Transformation.

00:02:59: Das lese ich jetzt ja schon im Linkdien-Profil vor.

00:03:02: Herzlich willkommen lieber Jörg Thais!

00:03:05: Herzlich Willkommen lieber Thorsten, lieber Peter und ganz herzlichen Dank für die Einladung.

00:03:10: Schön, dass du da bist.

00:03:11: Lieber Jörg freut mich sehr und Peter hat schon gesagt Schwergewicht aus der Industrie und wir haben ja diesen Podcast gestartet auch mit dem klaren Ziel Leute zu Wort kommen lassen um ihre Erfahrung hier zu teilen.

00:03:23: Und ich bin mir sicher Du hast enorm viel Erfahrungen.

00:03:26: Du hast in Deiner Karriere schon sehr sehr viel gesehen.

00:03:29: Tu uns den Gefallen stell dich vor holen uns mit nimm uns mit durch deinem Lebenslauf.

00:03:34: Der ließ sich auf dem Papier sehr beeindruckend.

00:03:36: Ich bin mir Sicher wenn Du noch was dazu erzählst dann wird er noch runter.

00:03:40: Danke, vielen Dank.

00:03:41: Jörg Thais, Ingenieur vom Haus aus und was mich mein ganzes Berufsleben immer wieder interessiert hat war wie halt technische Service, industrielle Innovation einfach die Welt verändern können.

00:03:55: Was man wirklich machen kann um Kundenbedürfnisse zu helfen?

00:04:00: Und je länger man arbeitet desto mehr stellt man aber fest dass das A und O für Erfolg sind einfach die Mitarbeiter.

00:04:08: Und dann hängt es sehr stark von Führungsqualitäten, von Fähigkeiten eine Führungskraft ab.

00:04:16: Wie man Mitarbeiter sauber führt wie man sie coacht, wie man sich motiviert und weiterbringt.

00:04:22: Was ich in meiner Karriere festgestellt habe, je besser man sich wirklich um das Team kümmert.

00:04:29: Ich würde auch hier gerne mal so einen Prozentsatz angeben Achtzig Prozent ist Menschen.

00:04:35: Achtzig Prozent geht es wirklich darum die Menschen mitzunehmen, die Menschen zu befähigen, dir die Mitarbeiter ganz klar auf die Ziele einzuschwören.

00:04:43: und zwanzig Prozent am Ende sind wirklich ganz klar die Tast, die man auch durchführen muss.

00:04:49: Und das ist etwas was ich in meiner Karriere gelernt habe und wo ich auch festgestellt hab je besser und effizienter man das Ganze mit dem Teams macht um am Ende auch so besser wird das Geschäft laufen!

00:05:01: Wow Ich finde den Prozentsatz spannend.

00:05:04: Achtzig Prozent sind Menschen, zwanzig Prozent ist der Rest.

00:05:07: aber ich finde einen guten Ansatz und da würde ich gleich gerne einhaken und wirklich gleich mal sehr tief ins Thema Leadership eintauchen wollen.

00:05:15: Ich habe dich auch vorgestellt mit M&A, Merger & Acquisition und ich glaube wir haben alle drei in dem Bereich M&E irgendwo Erfahrungen ihr beide jetzt als Geschäftsführer einmal Mittelstand einmal Konzierebene.

00:05:29: Ich selbst als Unternehmer der schon das ein oder andere Mal gekauft wurde, beziehungsweise aktuell als Berater der Aktualitationen begleiten darf.

00:05:37: Und so eine M&A-Prozesse ähnelt er nicht mit der Unterschrift weil danach beginnt die Integration und wie wir alle wissen viele Unternehmen scheitern ja an dieser Integration.

00:05:47: Aus deiner Erfahrung was macht so eine Übernahme durch eine große Firma mit einer kleineren Firma die gekauft wurden?

00:05:55: Jetzt ganz speziell hinsichtlich Firmankultur.

00:05:58: Und jetzt hast du das Thema Mensch erwähnt, was kann ich denn aus Führungskraft beitragen?

00:06:02: Dass diese Integration funktioniert.

00:06:05: Es ist ein sehr, sehr valider Punkt und man hat leider gut das ja auch feststellen müssen dass Integrationen doch nicht ganz so funktioniert haben wie man sich das Ganze annimmt.

00:06:17: Ich glaube lasst mich bitte mit dem kulturellen Thema anfangen weil es mir halt doch sehr nahe ist.

00:06:23: Am Ende ist es so Man versucht zwei hoch komplementäre kulturen irgendwie zusammenzubringen und oftmals ist mittelstand.

00:06:35: Und das ist auszeichnet sehr nah beim Kunden sehr schnell, unheimlich hohe innovationsgeschwindigkeit und auch dieser sehr hohen unternehmerische mein set dass er das was heute diese Ich nenne sie jetzt mal österreichischen Bekannten, Hitten Champions so auszeichnet und warum Österreich auch da halt wirklich so stark im Markt an vielen Stellen vertreten ist.

00:06:59: Dass diese Firmen ein Kleinot unheimlich was geschafft haben.

00:07:04: Großkonzern ganz klar andere Setup, globale Skalierung, internationale Präsenz und sehr stark etablierte Strukturen.

00:07:14: Und wenn man sich das Ganze jetzt überlegt wie passt das zusammen?

00:07:18: Ich glaube, wichtig ist als allererstes bei so einer Integration das man anfängt zuzuhören.

00:07:24: Dass man erstmal versucht zu verstehen was ist das Unternehmen?

00:07:29: und gerade bei kleineren Unternehmen ist die Kultur.

00:07:33: Das ist der Kleber der alles zusammenhält.

00:07:36: ich denke immer wieder dass es eigentlich das Backbone was man in solchen Firmen hat weil dadurch Verbindung zur Firma so eng.

00:07:47: Also jeder, was ich jetzt auch festgestellt habe in kleineren Firmen die Mitarbeiter würden halt fast fürs Unternehmen sterben weil sie sich sehr stark damit identifizieren und sie gehen alle diese extra Meile.

00:08:00: und da ist es wichtig dass man bei einer Integration versucht ah die Kultur zu verstehen und dann zu überlegen wie kann man aus dieser Kultur das meiste mitnehmen.

00:08:12: Das heißt nicht die Leute bewusst raus nehmen, sondern überlegen was kann ich behalten?

00:08:17: Wer es kann sich an Wert des Ganzen behalten und wo kann Elemente des Großkonzerns reinbringen?

00:08:24: Und ich finde gerade jetzt wenn's um Prozesse, Standards, Marktzugänge geht da kann der Großkonzern mit Sicherheit unterstützen und davon kann natürlich auch ein mittelständisches Unternehmen halt partizipieren.

00:08:37: für die Mitarbeiter durch so ein Großkonzern, das habe ich auch selber erlebt.

00:08:43: Gibt es halt ganz neue Perspektiven?

00:08:45: Gibt's halt ganz neuen Möglichkeiten, Karriere weiterzugehen global in andere Länder und Funktionen zu gehen, auch in Projekten mitzumachen die man vorher vielleicht eher gar nicht gesehen hätte.

00:08:57: Das heißt, die Weiterentwicklungsmöglichkeit für Mitarbeiter ist da schon gegeben.

00:09:01: Operativ!

00:09:03: Und auch das ist klar, Großkonzerne bringt meistens im Globales Vertriebsnetz Lieferkettern Einfach die Einkaufsforteile all diese Möglichkeiten, die so ein großes Unternehmen mit seiner Struktur mit seinem Setup halt liefern kann.

00:09:18: Dadurch kann man natürlich auch noch schneller skalieren, noch schneller internationalisieren und einfach auf eine größere Kundenbasis zugreifen.

00:09:28: Und bei der Integration geht es jetzt wirklich darum wie kann man den Mittelstände dort in dieses Netzwerk einbringen?

00:09:35: Wie kann man hier Synergie Effekte, wie es so schön heißt auch immer wieder nutzen.

00:09:40: Und auch hier ist es wichtig dass man auf der einen Seite die Innovationskraft dieses Unternehmen her darstellt.

00:09:47: deswegen wurde sie am Ende gekauft weil man unbedingt was dazu bekommen wollte mit einer globalen Struktur zu bekommen und ich finde immer das Beste aus beiden Welten zusammenzubringen.

00:09:59: und jetzt noch mal abschließend warum mich eben auch diesen hundprozent Satz genannt habe Es ist am Anfang natürlich schon für beide Parteien ein Thema, man muss sich aneinander gewöhnen.

00:10:10: Man muss aufeinander zugehen und auch da viel mit Kommunikation arbeiten und es behutsam machen.

00:10:19: Und dann kommt am Ende aber was wesentlich Besseres raus als das vorher aus beiden Einzelteilen gewesen war.

00:10:27: Ich finde es ja cool dass du gerade in dem was du beschrieben hast die Chancen für den einzelnen Mitarbeiter genannt hast und das ist natürlich so.

00:10:36: ein Konzern, bietet ja auch für den einzelnen viel mehr Möglichkeiten überall tätig zu seinen Karrierewege.

00:10:42: Das ist ja bei Mittelständlern häufig flach.

00:10:45: die Karrieren, die Hierarchien aus gutem Grund hat doch einen riesen Vorteil aber hinsichtlich Karriererentwicklung ist es häufig begrenzt.

00:10:55: Ich würde's gerne mal sehr konkrete machen denn du hast viele Jahre im ABB-Konzern hinter dir, das is einer dieser Weltkonzerne war der Struktur vielleicht schon fast vergleichbar mit Siemens, den Namen muss man jedenfalls keinem erklären.

00:11:09: Vielleicht mehr die Divisionen, die ABB alle so betreibt, aber das soll gar nicht das Thema sein.

00:11:13: und ABB hat vor einigen Jahren dann mit dir als CEO ein mittelständisches Unternehmen – Die B&R, Bernika & Reiner.

00:11:22: in Österreich ist es gekauft im eilklassischer Hidden-Champion.

00:11:29: Und machen wir's mal konkret du kommst da rein Und ich gehe davon aus, da freut sich nicht jeder automatisch, dass sie jetzt nach dreißig Jahren Mittelstand zum Großkonzern gehören.

00:11:40: Wie ist dir dieser Spagat gelungen?

00:11:43: Wie ist euch der gelungen?

00:11:45: wie hast du ganz konkret die Menschen dort mitgenommen?

00:11:49: und wir hatten das im Vorgespräch mal, dass die sich heute sowohl als Teil eines Großkonzerns sehen aber offensichtlich ihre Identität hidden champion als profi in ihrem gebiet nicht haben aufgeben müssen.

00:12:04: wie ist das gelungen?

00:12:05: Wie hast du diese brücke da gebaut?

00:12:07: Ja Es ist mit sicherheit ein spagat gewesen und es ist auch mit sicherheiten stückweit Ein thema.

00:12:17: Für mich war es wichtig erstmal auch wirklich da zu verstehen, was ist B&A und was die B&R für mich ausgezeichnet hat.

00:12:25: Die Kollegen haben selber genannt diese orangefarbene Kultur.

00:12:28: also man hat sich mit dem Logo mit der Farbe unheimlich stark identifiziert und hat natürlich jetzt um als in Farben zu bleiben das rote das unbekannte Großkonzern eher komplex weniger pragmatisch.

00:12:45: am Anfang war das oft mal so.

00:12:47: die Angst, ich lends jetzt mal ganz bewusst die Angst vom Unbekannten.

00:12:50: Die Angst dass man auch kommunikativ da erstmal noch nicht sauber zusammengefunden hat.

00:12:58: und ich glaube was mir gelungen ist ein Stück weit diese Mentalität zu verstehen.

00:13:05: Diese Mentalität... Was macht B&R aus?

00:13:10: Zurecht sind ja die B&Rler stolz gewesen, auf das was erreicht war.

00:13:15: Stolz gewesen auf das, was man im Markt erzielt hat und was man hier alles geschaffen hat als Team.

00:13:23: Und auch die Kultur halt.

00:13:25: ich hände immer gerne so diese Feuerwehrmentalität Kunde absolut im Fokus den Kunden immer wieder halt gesehen und versucht Kunden Themen zu lösen da auch dieses extra Meile zu gehen wie das so schön heißt.

00:13:39: Jetzt kommt der Großkonzern und er kommt mir natürlich mit Prozessen, mit Struktur.

00:13:46: Das war am Anfang schon auch ein Stück weit ein Versuch.

00:13:52: wie kann man es wirklich zusammenbringen?

00:13:55: Und ich finde immer wieder komplementieren ist das richtige Wort weil auf der einen Seite ist es wichtig die Kultur zu behalten dass das zu bewahren auf der anderen Seite und auch hier muss man ehrlich sein Wenn es zu so einem Mercher kommt, wird sich auch was verändern.

00:14:13: Es wird sich ein Stück weit etwas verändern und man muss hier halt an der Stelle mit der Mannschaft eng zusammenarbeiten um zu überlegen wie kann man diese Veränderungen das was wirklich positiv ist?

00:14:24: Ich gebe Beispiele wenn man sieht in kleinen mittelständischen Unternehmen ist HR Funktion gar nicht mal so wichtig.

00:14:32: Das ist ganz normaler transaktioneller Prozess.

00:14:36: In einem Großkonzern gibt es viel mehr Themen rund um diesen HR-Prozess.

00:14:41: Es gibt auch viel mehr Aufwand, der getrieben wird in Schulung und Weiterbildung.

00:14:47: Was wir hier gemacht haben ist, dass wir gesagt haben, einmal im Quartal gibt es einen sogenannten Vigro Day mit dem man wirklich den Mitarbeitern die Möglichkeit gegeben hat sie selber spezifisch weiterzubilden.

00:15:01: also wo wir ganz klar das Wort am Eintag halten bei inner Hier geht es nur um die Mitarbeiter, hier geht es darum sich persönlich weiter zu entwickeln.

00:15:09: Und ich glaube mit solchen kleineren Elementen versteht jeder was der Vorteil ist, der Struktur eines Großkonzerns ist.

00:15:18: aber und hier auch wichtig ist Es geht immer drum Was können wir mit den Menschen gemeinsam voranbringen?

00:15:25: Ich würde sagen Das wir auch versucht haben, so viel wie es irgendwie geht von dieser B&R Kultur.

00:15:32: Da sieht man am Logo, das sieht man an vielen kleinen Elementen dass man das bewahren möchte weil das ist was die Mannschaft zusammenhält.

00:15:42: und ich glaube das Schöne am Ende des Tages ist jetzt, dass man sich sowohl als auch fühlt.

00:15:48: Man fühlt sich als B& Rler Eglsberg ganz klar auf das, was man erreicht hat.

00:15:54: Gleichzeitig fühlt man sich aber auch zugehörig einem ABB-Konzern weil man hier den Vorteil sieht der ganzen Plattformen und Themen die wir eben besprochen haben.

00:16:04: Und ich glaube was mir gelungen ist es einfach die Mitarbeiter an dieser Stelle mitzunehmen.

00:16:11: Mitzunehmend um.

00:16:12: das geht über Kommunikation, dass geht über Townholes, das geht aber auch viel über Zuhörende.

00:16:17: Es geht darum, dass man Fragen stellt.

00:16:19: Wir haben sehr viele Fragerunden mit den Mitarbeitern immer wieder durchgeführt, wo wir einfach die Ängste, die Bedenken aufgenommen haben und ihm muss immer wieder sagen, wenn man Widerstand spürt dann ist es was Positives.

00:16:36: Das ist nicht nur negativ das jemand nicht will, das ist oft mal so, daß man überlegen muss, quälziere ich richtig?

00:16:42: Habe ich richtigen Argumente?

00:16:44: muss ich vielleicht noch mal eine Runde extra drehen, um die Mitarbeiter mitzunehmen.

00:16:49: Und ich glaube in so einem Prozess den wir hier durchgeführt haben ist uns das gelungen dass wir die Mitarbeiter auf diesem Weg immer wieder mitgenommen haben und auch dass die Mitarbeiter ganz klar sehen da es vertrauender und was sich halt sehr schön finde ist vielleicht auch ein anderes Beispiel Kurskonzern.

00:17:09: im Kurs Konzern gibt es ganz andere Führungsmechanismen führt viel mehr über Empowerment, indem man Leute diese berühmte psychologische Sicherheit gibt.

00:17:19: In dem man sagt Fehler sind erlaubt.

00:17:21: Fehler wie Menschen machen Fehler.

00:17:24: wichtig ist aus Fehlern zu lernen aber daraus wenn die Mitarbeiter verstehen dass man Fehler machen kann dann fängt man an vielmehr selber Verantwortung zu übernehmen vielmeher selber zu treiben.

00:17:39: Und ich finde, das ist ein dieser schönen zweiten Elemente was so einen Konzern mitbringen kann.

00:17:44: Dass man ein ganz anderes Führungsverständnis im Unternehmen platziert und den Mitarbeitern die Möglichkeit gibt sich schneller und auch zielgerischer dazu entwickeln.

00:17:54: Da waren jetzt sehr viele spannende Punkte dabei.

00:17:58: Und ich find vor allem was du erwähnt hast dass das Komplementieren offensichtlich sehr gut funktioniert nicht dem Wettbewerb miteinander zu sein.

00:18:09: Ich habe auch wirklich interessant gefunden dieser Fokus auf Chancen für jeden Einzelnen.

00:18:14: Widerstand ist positiv, auch Erfahrung die ich sehr oft gemacht hat wenn es jemandem gibt der einem die kritischen Dinge aufzeigt da einfach zuzuhören beziehungsweise auch diese psychologische Sicherheit sozusagen.

00:18:27: Fehler sind erlaubt und wir müssen den Sprechen draus lernen.

00:18:31: Ja jetzt hast du ja schon sehr oft erwähnt wie wichtig der Faktor Mensch im Unternehmen ist.

00:18:36: Das ist ja für Erfahrungen in der Führung im Leadership.

00:18:41: Für eine junge Führungskraft mal angenommen, du dürftest dir, sagen wir mal drei Tipps geben.

00:18:47: Drei Dinge die du der Fährungskraft mitgibst, Dinge die dir wichtig sind und die für dich gut funktioniert haben.

00:18:53: Was wäre denn das?

00:18:55: Ich glaube als Führingskraft muss man in erster Linie verstehen dass dieses Heldentum ein Stück weit ablegen muss.

00:19:06: Was meine ich damit?

00:19:08: Oftmals wird man Führungskraft, weil man irgendwas richtig gut gemacht hat und Projekt eine Aufgabe.

00:19:14: Man wurde gesehen, man wird promoted und man versucht natürlich auf das aufzubauen und das ist etwas was man aber immer wieder selber halt komplett gemacht hat, selbst in der Hand hatte, selber durchgeführt hat und oftmals am Anfang der Karriere so ist es mir zum mal gegangen Da versucht man das weiterzubehalten.

00:19:33: Alles unter Kontrolle, alles zu Managen sehr schnell die Themen zu bewältigen und irgendwann versteht man dass das aber nicht die Aufgabe ist.

00:19:42: Dass es die Aufgabe mit Mitarbeitern zu arbeiten, dass es die Arbeit ist, das Team weiterzubringen, dass sie die Leute zu führen.

00:19:53: Und ich glaube dieser Prozess ist mit Sicherheit ein ganz wichtiger dass man zum Beispiel einen Schritt zurücktut, das man halt sagt es dauert länger aber es ist besser wenn die Mitarbeiter mit ihrer eigenen Geschwindigkeit machen und ich glaube dieses Vertrauen aufzubauen.

00:20:09: Dass man selber sagt okay ich kann mich zurücknehmen und ich versuche eher mit Leuten zu arbeiten also selber zu tun.

00:20:16: Das ist eines der meiner ersten doch doch sehr sehr deutlichen Lernthemen die sich da in der Karriere mitnehmen musste und vielleicht auch am Ende eines meiner größten Fehler, die ich da in den ersten Jahren in meine Karriere gemacht habe.

00:20:34: Das zweite ist ganz klar was ich eben meinte dieses Empowerment.

00:20:40: das klingt ja heute so Schlagwort.

00:20:42: aber wenn man empowerment wirklich richtig betreibt heißt es ja nichts anderes als Ich bilde meine zweiten und dritten Linien von Führungskräften aus.

00:20:55: Und warum ist das so wichtig?

00:20:57: In einem Konzern ist die einzelne Person gar nicht mal so wichtig, wie sie im Mittelstand da ist.

00:21:04: Im Mittelstand sehr oft Pyramide.

00:21:06: der Chef ist... Ich nenne es manchmal nahe an Gott.

00:21:11: Er ist der, der alles entscheidet und in den Griff hat.

00:21:14: Das sind auch manchmal wirklich wahnsinnig entrepreneurische Unternehmer und Wahnsinnig toll!

00:21:21: Aber das Schade daran ist, dass man oftmals dann hinten dran eher schwache Funktionen sieht und.

00:21:29: Und das birken Risiko, das Birken risiko wenn der Chef nicht da ist?

00:21:33: Wenn der Chef in Rente gehen will.

00:21:36: und dann ist die Frage es gibt ein Vakuum.

00:21:39: und in so einem Konzern habe ich gelernt je besser man diese zweiten und dritten Führungsebenen ausbildet dass man halt eine Nachfolgeplanung hat Dass man auch als Unternehmen viel resilienter wird weil halt die Leute Verantwortung übernehmen Die leute treiben ihr Thema Denken mit übernehmen was und wenn dann Probleme aufkommen können sie diese probleme viel schneller bewältigen weil man nicht erst nachfragen muss sich beraten muss sondern Sie wissen ganz genau ich stehe für das thema da.

00:22:09: Und kann das Thema halt reiben.

00:22:11: also deswegen dieses, ganz bewusst ausbilden und wirklich dies empowerment von leuten.

00:22:20: ich glaube dass wäre das zweite was ich ganz klar mitgeben will, weil das ist halt wichtig und es macht den Job einfacher als Chef.

00:22:27: Ich kann zugestehen wenn ich normalerweise meine Transformation durchgeführt habe dann ist am Ende eine Transformation kommt nicht mehr viel auf meinen Schreibtisch, weil die Mannschaft das wirklich komplett übernimmt und die Mannchaft weiß was sie zu tun hat.

00:22:43: Das wäre das zweite, das dritte und was auch wichtig ist dass man sich halt in auf ein sehr heterogenes Team einlässt.

00:22:53: Ich glaube, eine starke Führungskraft hat oft Leute im Team die Widerstand geben, die einfach halt in die Opposition gehen, die auch mal kritische Meinungen machen und das ist nicht schön.

00:23:08: aber ich habe festgestellt hier heterogene ein Team ist und da ist ja heute auch diese ganze Diskussion über Female Mentoring auch das je besser die Mischung In so ein Management Team ist umso besser werden die Entscheidungen getroffen, weil man hat halt viele verschiedene Sichtweisen.

00:23:25: Und selbst wenn man es nicht immer genauso macht aber man hört das man hört die Argumente Man muss noch mal überlegen man muss echt ganz genau überlegen habe ich die richtige Entscheidung oder versuche gerade jetzt das dünste Brett zu bohren etwas schnell zu machen?

00:23:42: und je mehr man da verschiedener Meinungen erstmal hat mit den meinungen klar kommt und dann auf Basis dieser information die bestmögliche entscheidung trifft.

00:23:52: Ich glaube das ist dann auch wirklich, dass das richtig ist.

00:23:55: Und es werden so diese drei elementen Die ich da einer führungskraft mitgeben würde So jetzt können wir eigentlich hier aufhören oder peter ja also das mehr gibt's zu dem thema eigentlich nicht zu sagen.

00:24:06: das kann ich zu hundert prozent unterschreiben.

00:24:09: Das war jetzt richtig stark muss ich sagen also von jemandem der Deiner Karriere im Gepäck hierher kommt als CEO eine solche Transaktion für ein Großkonzern gemacht hat.

00:24:21: Der dann gleich sagt, hey du musst dein Ego in den Griff bekommen weil du da so etwas anders ausgedrückt.

00:24:26: aber deine Rolle ist nicht hier der Held zu sein sondern vielleicht andere zur Helden zu machen fand ich wahnsinnig stark.

00:24:34: Wollen wir trotzdem noch weitermachen?

00:24:36: Gerne!

00:24:36: Vielleicht hat er doch nur eine oder andere Frage.

00:24:39: Ja klar.

00:24:41: Du öffnest ja jetzt die Tür für ganz viel Hut ab, das fand ich richtig, richtig stark.

00:24:47: Wir werden auch gleich nochmal so ein bisschen in deine berufliche Historie reingehen.

00:24:52: und was mich jetzt interessiert tatsächlich, weil du so'n bisschen beschrieben hast wo kommst du her?

00:24:58: Was hast du die letzten Jahre gemacht?

00:24:59: Was ist dir wichtig?

00:25:01: Ich würde ganz gerne mal anknüpfen, weil deine Zeit bei ABB ja erstmal zu Ende gegangen ist.

00:25:07: also als wir vor einem halben Jahr glaube ich zum ersten Mal miteinander gesprochen haben Hast du das schon angekündigt, hast gesagt okay du gehst da jetzt gerade raus die Transaktion ist abgeschlossen.

00:25:16: Das heißt auch für dich steht ja nach drei und zwanzig Jahren Konzernzugehörigkeit was Neues an und ich habe schon so ein bisschen einen Eindruck dass ich weiß wie der York Times tickt.

00:25:28: Was davon möchtest Du weiter tragen ohne uns verraten zu können wo Deine Reise hingeht?

00:25:34: Wie gehst Du selber mit dieser... Transformation um.

00:25:38: Jetzt hast du viele Transformation begleitet und ich habe so das Gefühl für dich steht auch eine Transformation an, was wird da passieren?

00:25:45: Ja es ist ein sehr, sehr valider Punkt weil ne lange Zeit im Unternehmen fast auch in Stück weit Familie, ist fast auch ein Stück weit Geborgenheit Und ab einer gewissen Zeit kommt auch der Punkt wo man sich überlegt Was kommt jetzt als nächster Schritt in die Karriere?

00:26:05: Ich muss sagen ich hab mit meinem Leben viel mehr erreicht, als ich mir jemals vorgestellt habe.

00:26:11: Als frisch gebackener Ingenieur und glaube das A und O ist aber ein Stück weit Reflektion also Reflexion erst mal was man halt alles erfahren durfte Und wenn jetzt Revue passieren lasse die ganzen Erfahrungen Die ganzen Stationen wie die ganzen Themen die immer gemacht hat Das ist ja das was einen am Ende prägt.

00:26:36: Und wie ich schon eben gesagt, das sind noch oftmals die Fehler, die ich gemacht habe.

00:26:40: Die mich prägen... Weil aus Fehlern land man halt viel mehr als aus den Erfolgen.

00:26:47: und jetzt wo es darum geht zu überlegen was kommt jetzt ist auch ein Stück weit ganz genau so zu belegen okay Was kann ich mitbringen?

00:26:56: Was bringe ich mit als Mensch, was bringe Ich mit als Führungskraft und wo kann ich mich einbringen In meiner Karriere oftmals festgestellt habe, wenn ich Transformationen machen durfte.

00:27:13: Dann war es oft mal so dass irgendetwas nicht mehr funktioniert hat oder man wollte was Neues machen und dann wusste noch nicht genau wie man ein neues Thema angeht.

00:27:24: der Markt hat sich verändert und man wollte es nicht wahr haben das sich der Markt verändert hat oder die Personen haben das Unternehmen verlassen.

00:27:33: auf einmal hat's nicht mehr funktioniert.

00:27:34: aber Ich glaube, was mich da auszeichnet ist, dass ich doch ein sehr gutes Gespür dafür habe.

00:27:43: Was ist die aktuelle Situation?

00:27:44: Was ist der Status?

00:27:46: Was sind die Themen und daraus auch einen Fahrplan abzuleiten?

00:27:51: Und genauso wie ich das im Geschäft gemacht hab, geht es jetzt auch darum, das Ganze für mich selber zu überlegen.

00:27:57: Also wo will ich mich einbringen?

00:28:02: Wo kann ich Spaß haben?

00:28:06: arbeiten kann, wenn ich was verändern kann.

00:28:10: Wenn ich wirklich halt mit Leuten zusammen sagen kann schaut mal hier das haben wir gemeinsam geschafft dass das ist eine Veränderung durch alle Höhen und Hiefen.

00:28:19: Wir kennen diese Change Management Kurve sehr genau.

00:28:22: wer wissen wie schlimm es ist weil man in dieser Frustrationskurve ist?

00:28:27: aber auch umso schöner weil man am Ende sieht man ist erfolgreich.

00:28:32: und für mich geht's nicht darum etwas zu verlassen, sondern eher hin nach dem Motto wo möchte ich mich selber hin entwickeln.

00:28:39: Und was ich persönlich wichtig finde ist dass man sich als Mensch auch stetig weiterentwickelt weil wie schon gesagt die Welt um uns verändert sich jeden Tag und das bedeutet von uns selber Auch wir müssen es weiterentwicklen.

00:28:54: und Als Beispiel Ich hatte mal einen jüngeren Chef und er hat ein ganz anderes Führungsverständnis als ich Was für mich komisch.

00:29:06: Ich habe gedacht, der ist eher so kumpelhaft, er ist eher ein ganz anderes Element.

00:29:13: Ich auf einmal verstanden hatte dass das gar nicht mal so schlecht ist da einfach mal zu überlegen wie man halt diese Fähigkeit... Das ist wie ein Klavier.

00:29:23: kann ich einen Octave, kann ich zwei Octaven oder drei Octaven spielen?

00:29:28: Ich glaube als Führungskraft ist es wichtig, dass man sich auch da ständig weiterentwickelt und ständig das Repertoire halt erweitert.

00:29:36: Und so habe ich mir dann halt von dem jüngeren Chef einiges abgeschaut wie man anders führen kann, wie man andere Elemente einbauen kann bei sie selber.

00:29:46: Und ich glaube, das ist jetzt für mich persönlich wichtig.

00:29:49: wenn ich eine neue Rolle angebe, möchte ich was Neues machen, möchte mit verändern, indem ich aber auf das aufbaue.

00:29:58: Was ich halt jetzt aus dem Konzern aus... In Summe sind es ja neunzwanzig Jahre.

00:30:02: Ich war zweimal bei der ABB was ich halt da mitgenommen habe.

00:30:07: Ja wir sind sehr gespannt wo die Reise hingeht.

00:30:10: Du hast jetzt mir das Stichwort gegeben.

00:30:13: Transformation hast du sehr oft genannt und Es ist wirklich großer Fokus für dich Transformationer in Skalierung von Geschäftsprozessen.

00:30:21: Ich sitze ja in Graz und Graz hat ja in Österreich so den Ja, den Automotive-Schwerpunkt würde ich jetzt mal sagen.

00:30:28: Du hast natürlich über das Thema Automatisierung auch mit Automotive immer wieder einmal Kontakt gehabt bzw.

00:30:34: bist du natürlich auch in dem Thema durchaus tief drinnen.

00:30:38: Jetzt... Ich würde ungern das Wort Krise in der Hand nehmen und sagen wir einfach einmal die Automotive in Europa macht eine gewisse schwierige Zeit durch.

00:30:46: spezielle deutschen OEMs sind primär mit Personalabbau in den Medien und das betrifft natürlich die gesamte Zulieferindustrie, die leiden Und viele Automotive-Firmen wollen jetzt damit natürlich in Neumärkte reingehen.

00:30:59: Wir sehen da auch erfolgreiche Beispiele Richtung Wasserstoff, Richtung Rechenzentren, Defense wird man noch einfallen.

00:31:07: Konkret jetzt für Unternehmen, für Unternehmer die zuhören?

00:31:12: Wie kann ein Unternehmen so eine Transformation starten umsetzen und wie entscheidend sind da die Menschen dabei?

00:31:24: um es mal in einen Satz zusammenzubringen, was ich sehe.

00:31:29: Dies Automotive wandelt sich im Moment radikal.

00:31:31: Ich glaube wir hören das alle mit China, mit Software Divine Vehicles, mit Batterie und wichtig ist einfach dass man sich selber mitwandelt.

00:31:42: und mitwandeln heißt aber am Ende worauf legt ich Fokus?

00:31:49: bewährte und alte, während der Stelle halt das falsche sondern muss halt wirklich viel mehr Energie auf neue Themen legen.

00:31:58: Und ich finde jeder Krise hat auch was Gutes weil eine Krise pusht uns aus unserer Komfortzone.

00:32:07: Eine Krise fängt grad an zu sagen okay du musst etwas tun ansonsten hat man halt große Probleme und kann dann leider Gottes immer nur mit Abbau reagieren.

00:32:17: Also geht es darum, die Krise erst mal zum Armen und ganz genau zu überlegen.

00:32:26: Was heißt das jetzt?

00:32:27: Was heißt es für mein Geschäft?

00:32:28: Was ist das für die Fähigkeiten meiner Mannschaft?

00:32:31: Was heisst das für das Portfolio?

00:32:34: Und dann sich ganz genau zur Überlegung, wo will ich denn hin?

00:32:38: Wenn das Thema ist was war damals Krise, was heißt das für uns?

00:32:43: Was machen wir?

00:32:43: Wo wollen wir uns positionieren?

00:32:46: Wenn man jetzt gerade die vielen Themen sehen, ja es ist ein riesiger Druck da weil man's nicht wahr haben wollte.

00:32:52: Man wollte nicht wahrhaben das Immobilität kommt dass man, ich sag mal das berühmte Tesla-Modell das Einzentralcomputer in Auto steuern kann.

00:33:01: Das waren Elemente die waren damals undenkbar.

00:33:04: jemand hat um die Ecke gedacht und war erfolgreich damit.

00:33:08: Ich glaube wichtig ist jetzt aber Nicht nur ein Mitu zu sein sondern dass man ganz genau halt versucht rauszufinden, ok wo geht die Reise hin?

00:33:17: und es gibt viele neue Aspekte.

00:33:19: Und wenn wir jetzt heute AI nehmen ist ein riesengroßes Feld.

00:33:24: alle reden davon.

00:33:25: ich weiß noch nicht ob so viele damit Geld machen aber zumindest mal ist das im Gespräch.

00:33:31: Aber ich finde wichtig ist dass man als Unternehmen dann versucht zu verstehen okay?

00:33:35: Wo kann Ich ein Geschäft damit aufbauen?

00:33:38: und Es gibt Möglichkeiten.

00:33:39: wo Heute Firmen bewiesen haben Wir Haben Kunden Dazu ihr Maschinen verkauft und jetzt verkaufte keine Maschine mehr sondern er verkauft halt eine gewisse Leistung, eine gewissen Performance.

00:33:51: Was heißt die Maschine plus das Service hinten dran plus diese ganzen Optimierung hinten dran?

00:33:58: behält der Kunde bei sich?

00:34:01: Und bietet das Ganze dann gegen einen vier an.

00:34:06: Das ist eine komplette Änderung des Geschäftsmodells und das muss man jetzt auch übertragen auf Was heißt das für das Unternehmen?

00:34:14: Und jetzt, wenn ich halt das Resetzunternehmen sehe war es ganz klar weg von der Hardware viel mehr hin zu Software.

00:34:22: Vielmehr hin zu diesen Themen wie man Software gestaltet, wie man heute auch Software modern ausrollt und da ist es wichtig die Mannschaft A. Zu befähigen dass sie diese neuen Themen machen können.

00:34:36: Das ist oftmals Weiterbildung.

00:34:38: Das sind zum Teil organisatorische Änderungen.

00:34:41: Ich stelle immer wieder fest, wenn man wirklich eine unheimlich große Krise hat.

00:34:46: Ist es auch mal wichtig so ein bisschen, eventuell jetzt mal wie einen Hausputz zu machen?

00:34:51: Einfach ist einfach die Leute umziehen zu lassen in den Räumen anders zusammenzusetzen, Großraumbüros, die Teams crossfunktional aufzusetzen nicht mehr halt funktional auszusetzen damit die sie los aufgebrochen werden, dass man anfängt mehr miteinander zu reden schneller zu agieren, schnellere Sichtweisen zusammenzubringen.

00:35:13: Das heißt also mal muss ich sage immer wieder so ein bisschen den Rahmen schaffen das die Leute da auch ganz genau diesen Weg mitgehen.

00:35:22: und das ist nicht nur eine schöne Strategie oder eine schöne PowerPoint sondern es geht am Ende darum, dass jeder einzelne Mitarbeiter versteht was kann ich persönlich dazu beitragen?

00:35:35: Was ist mein Mehrwert?

00:35:36: Und da gibt's halt OKRs oder KPI, die man messen kann.

00:35:43: Und oft ist es dann auch wirklich diese kleinen Erfolgefeiern.

00:35:46: Also wir hatten das oft gemacht, dass wenn jemand etwas Neues, was anderes gemacht hat... Wir haben das vorgestellt in Townhouse.

00:35:53: Wir haben den anderen gesagt, ich schau mal hier, was Neues gemacht hat funktioniert und dann bekommt irgendwann merkt man wie ... wie was anfängt zu funktionieren in der Firma, wie auf einmal jeder versucht Teil des Veränderungsprozesses sein.

00:36:08: Wie man versucht mitzugehen wo die Richtung ist klar das Mindset stimmt Man sieht es ist erfolgreich und das ist eine Sogwirkung.

00:36:21: Das wird's mit der Zeit immer schneller Und ich glaube dann merkt man wir auf einmal wenn man dann zurückblickt wie sich unheimlich die die Mannschaft, die die einzelnen Personen verändert haben und Leute hervorgetan haben.

00:36:35: Und das ist eigentlich so das Schöne an einem Transfomationsprozess.

00:36:40: aber es ist wichtig dass man am Anfang die Weichen richtig stellt.

00:36:44: also das ist wie gesagt Kommunikation mitnehmen.

00:36:48: Rahmenbedingungen sind von enormer Wichtigkeit.

00:36:52: und was halt schön an der Krise.

00:36:55: Jeder hat diesen sense of urgency, jeder weiß es muss was passieren.

00:36:58: Ich immer müssen etwas tun und ich glaube das ist immer einfacher die Leute bei der Hand zu nehmen und dann durch diesen Prozess zu führen... ...und dann auch zu sehen wie die Leute an den Problemen, an den Themen wachsen.

00:37:12: Ja ich finde es eigentlich ganz schön dass du dich jetzt vor dem Wort Krise nicht gedrückt hast und gesagt hast also zum einen die Krise umarmen.

00:37:19: ja bitte mir das ist jetzt auch alles schön her geredet solange man nicht teiltessen isst.

00:37:22: aber im österreichischen Ecosystem, im deutschen Ecosystemen sind wir alle irgendwo Teil dieser doch massiven Krise.

00:37:31: und was da ja passiert ist eine disruptive Veränderung am Markt.

00:37:34: Und du hast gesagt die muss eigentlich mit einer disruptiven Veränderungen des Unternehmens einhergehen.

00:37:39: und ich erlebe schon dass wir in Österreich und Deutschland speziell doch häufig versuchen am alten solange es eben geht festzuhalten.

00:37:51: Und gerade in der Automobilindustrie, da bin ich ganz beide.

00:37:53: Da haben wir sicherlich viele Jahre mit diesem Mindset vertan und das fällt uns jetzt auf die Füße neben vielleicht vielen anderen Dingen.

00:38:04: Also ist es in meiner Wahrnehmung schon eine sehr stark kulturell geprägte Eigenschaft?

00:38:10: Du hast in deiner Karriere auch an vielen unterschiedlichen Orten arbeiten dürfen.

00:38:14: Vielleicht auch der Vorteil eines Großkonzerns.

00:38:16: Ich habe Frankfurt gelesen, Oslo, Singapur am Ende dann Österreich.

00:38:22: Hast du etwas mitgenommen aus anderen Kulturen, wo du sagst das ist ein Aspekt der Täter uns gut.

00:38:29: Du hast von Führungskräften gelernt aber was können wir noch von anderen Kulturen lernen?

00:38:34: Wir sind sehr, sehr valider Punkt und ich muss zugestehen diese Sensitivität für Themen ist dadurch gekommen dass sich oftmals umziehen musste Dass man sich auf andere kulturen einlassen musste.

00:38:51: Und das Interessante Es gibt ja diesen Begriff des Piefges, glaube ich ganz gut in Österreich.

00:38:57: Aber man lernt das ein Stück weit selber auf einmal zu erkennen wenn man mal so neben dran steht.

00:39:03: Wenn man mal auf der Seitenlinie war, weil man im Ausland war und dann fängt man an Sachen anders zu spüren.

00:39:10: Und was ich mitbekommen habe ist als typisch Frankfurt... Man hat ganz klar, ich sag mal typisch Deutsch schnell entschieden Sachen getroffen vereinbart und los.

00:39:23: In Norwegen war es interessant, dort ist die Gleichbehandlung.

00:39:29: Dort ist das Thema Feedback-Kultur viel starker ausgeprägt.

00:39:34: Dort is auch das Thema Empowerment viel stärker ausgepräght als ich sonst irgendwo anders gesehen hab.

00:39:41: Also man gibt Leuten immer einen Vorschuss an Vertrauen.

00:39:45: Es ist eine ganz andere Art wie man dort zusammenarbeitet und sehr flach von den Hierarchien Und wenn man dann Singapore sieht, sehr dynamisch.

00:39:56: Technologie wurde sofort auch wieder umfasst aufgesogen.

00:40:01: Man dachte in Möglichkeiten, in Plattformen und was ich unheimlich an Österreich schätze ist schon diese Loyalität.

00:40:10: Diese ganz klar auch dieses auf der einen Seite bewahren das Vorhandenen, auf der anderen Seite auch diese Loyaltät zum Unternehmen, zum Ganzen und auch da schon dieses gute Handwerkliche.

00:40:25: Und ich glaube, das Schönste wäre wenn man halt ein Stück weit sich diese schnelleren Entscheidungswillige die manchmal deutsche Firmen haben zur Eigenmacht dass man einfach eine Entscheidung trifft und los.

00:40:41: Das zweite weniger Hierarchisch mehr Empowerment, mehr Verantwortung an die Leute unten dort wo wo Entscheidungen viel schneller notwendig sind zu geben, um auch die Leute wachsen zu lassen.

00:40:56: Und als drittes Thema natürlich von Singapur einfach auch viel stärker in Plattformen und in Standards, in solchen Strukturen denken und diese neuen Technologien sofort einbauen.

00:41:09: Ich glaube das wäre etwas was Österreich schon gut zustehen könnte und was auch Österreich in Summe halt viel viel stärkere machen könnte.

00:41:20: Ja, ich glaube von anderen Kulturen zu lernen mal Zeit im Ausland zu verbringen egal ob privat oder beruflich.

00:41:28: Da gibt es schon sehr viel was man ja was man dazu lernen kann und was man dann entsprechend implementieren kann.

00:41:34: Jemand der hoffentlich auch etwas dazugelernt hat das spreche jetzt einen ganz aktuellen Skandal an der wahrscheinlich auch bei der Veröffentlichung unseres Podcasts noch aktuell sein wird.

00:41:44: Der mittlerweile ehemalige Präsident der Wirtschaftskammer Wiener Walter Ruck ist er gestern zurückgetreten und war ja in den letzten Wochen primär in den Medien über seine Aussage hinsichtlich industrieller, die vom Kaviarfrühstück kommen zum Sektbranche übergehen.

00:42:07: Das Kantal an sich ist aus meiner Sicht uninteressant aber die Thematik, die dem zugrunde liegt Ist schon spannend, weil ich möchte jetzt Österreich nicht schlecht reden und wir haben gesagt – das ist auch ganz klar.

00:42:17: Wir haben sehr viele starke Unternehmen aber man fühlt sich als Unternehmer in Österreich nicht immer willkommen bzw.

00:42:25: es sind auch die Rahmenbedingungen vielleicht nicht immer ganz optimal.

00:42:30: Was würdest du denn dem Wirtschaftsstandort Österreich raten?

00:42:36: Beziehungsweise was brauchen wir denn um sagen wir es einfach positiv noch attraktiver zu werden?

00:42:43: Ja, es ist immer gut oder der zweiten Reihe mit guten Argumenten um die Ecke zu kommen.

00:42:48: Aber ich glaube... Das ist die Nationaltrainer Mentalität, ja?

00:42:51: Die können wir jetzt hier raushauen.

00:42:53: Genau!

00:42:54: Wir sind ja Kennwirtschafts-Podcaste.

00:42:56: Aber vielleicht an Torsten von dir auch noch eine Meinung.

00:42:58: und dann haben wir zwei Deutsche, die am ÖSIA-Geräte, wie die Welt funktioniert.

00:43:00: Zwei Tiefke, die kalt beiher reden.

00:43:02: Wunderbar das will die Welt hören.

00:43:03: Wir vergraulen alle unsere österreichischen Tuber.

00:43:06: Ne, Jörg, raus raus.

00:43:07: Gerne.

00:43:08: Ich glaube, das erste muss mal klar sein Ihr könnt jetzt wirklich mal radikale Klarheit über diese Zukunft-Industrien.

00:43:16: Also nicht nur verwalten, was wir heute haben sondern ganz klar mal genau sagen wo wollen wir denn hin?

00:43:22: und es gibt ja viele neue Möglichkeiten.

00:43:24: Es gibt Hintake, es gibt industrielle Automatisierung mit Robotik Es gibt Life Science, es gib Service Themen.

00:43:31: aber auch der Tourismus ist da.

00:43:34: Und die Frage ist man muss sich einfach mal klar werden Was sind diese Themen?

00:43:39: Da muss man dann auch wirklich mal richtig Aggressiv fördern und nicht nur ein bisschen verteilen über alles, sondern mal sagen können.

00:43:46: Und da wollen wir einen Punkt machen.

00:43:49: Ich glaube das ist etwas was ich auch in der Kehre festgestellt habe.

00:43:53: man muss sich irgendwann mal zu einer Entscheidung hinführen lassen und sagen kann ich will jetzt die Nummer eins da sein.

00:43:59: Irland hat es bewiesen mit Pharma.

00:44:01: Jeder weiß, wie viele Pharma-Unternehmen auf einmal in Deutschland ansässig waren.

00:44:05: Das war eine Entscheidung und die haben es durchgesetzt.

00:44:08: Und ich glaube so was in dieser Art wäre mit Sicherheit auch für Österreich gut.

00:44:14: Ich kenne das.

00:44:14: Das nennt man gerne dieses Candy Store Mentalität als Kind wenn man in einem Sucher laden ist und man will natürlich alles haben.

00:44:22: Jetzt geht's darum sich genau um wenige Sachen zu kümmern und sagen da will ich wirklich einen Punkt machen.

00:44:30: Ich würde jetzt einfach sagen weniger Besitzstand, sondern mehr Mut zur Veränderung.

00:44:34: Also einfach nur... ich sage mal was Österreich ausmacht ist der Stabilität.

00:44:38: aber gerade jetzt braucht man weniger Stabilitätssinn und man braucht Tempo.

00:44:43: Man muss einfach jetzt einfach mal schnellere Genehmigungen, schnellere Prozesse, schneller Entscheidungen und eher als mal in diesem Singaporeischen geht nicht, gibt es nichts.

00:44:55: Sondern er halt immer überlegen kann okay wenn man's nicht geht wie gehts denn?

00:44:58: Was können wir hier machen um schnell halt Veränderungen herbeizuführen und einfach mal Sachen umzuführen?

00:45:06: Und das ist etwas.

00:45:07: wenn wir Angst haben vor Asien Dann dann isst die Angst nicht was man so direkt sieht sondern die Angst ist die asiaten wollen sie sind hungrig die brennen die wollen Und ich glaube da müssen wir uns halt auch ein Stück weit aufpassen, die werden nicht aufhören.

00:45:20: Die werden von Kindern angestriezt sich da immer einzubringen sie müssten zu den besten zehn Prozent gehören.

00:45:27: das zur nächsten Schule und so weiter...und das nehmen die mit!

00:45:31: Das ist eine ganz andere Art wie man an Themen rangeht wo man auch ein stückweit von lernen kann.

00:45:38: Das dritte ist klar Talent.

00:45:40: Wir reden ja gar nicht davon von Fachkräften, Führungskräften und so weiter.

00:45:46: Aber wir müssen uns auch heranziehen!

00:45:47: Wir müssten halt hier ganz klar bewusst investieren.

00:45:51: Und gerade wenn es um neue Technologien geht muss man da wirklich den langen Atem haben und die Leute ausbildend hinbringen weil ohne Talente wird man in Österreich nichts machen können.

00:46:04: Ich muss diese Talente auch haben um halt diese Softwarethemen, AI-Themen und so weiter zu halten.

00:46:11: Und auch hier im Landtag dann mitzubringen weil die Firmen brauchen diese Leute um vorne mitspielen zu können.

00:46:20: Ja sorry, jetzt hake ich nämlich kurz ein weil du hast Irland angesprochen und das ist jetzt insofern für mich super spannend weil ich bin nächste Woche in Irland und betreue da den einen oder anderen Kunden von diesen Kunden auch ein bisschen die Story erzählen lassen und da sind schon etliche Punkte drinnen, du hast sie schon zum Teil erwähnt.

00:46:38: Aber die, die glaube ich schon spannend sind, wenn man Irland war, bis Jahrhundert bis Jahrzehn wirklich in einer massiven Krise hat Wirtschaftswachstum minus fünf Prozent und weniger geschrieben.

00:46:49: Und Harald war dann einfach wirklich darauf reagiert, hat die Unternehmensbesteuerung bei KW zwölf Prozent körperschaftssteuer belassen, hat ganz massiv in Bildung und Fachkräfte investiert hat ihm auch ganz gezielt internationale Konzerne, Farmerhausdwerbend angeworben und zugleich den Mittelstand gestärkt.

00:47:09: Ein einfach exportorientierter Unternehmen da ja supportet und unterstützt.

00:47:16: Und wenn man sich jetzt die Zahlen anschaut, dass das heute rausgeschrieben ist, des realen Wirtschaftswachstum in Österreich also Porto Inglans Produkt ist seit Jahrzehnte im Summe um siebzehn Prozent gestiegen Und in Irland sind es etwa um sechzig Prozent.

00:47:31: Das ist nicht das tatsächliche BIP, sondern das bereinigte, weil man beim irischen BIP mit den internationalen Konzernen einen Belauf passen muss.

00:47:39: aber dann auch immer, dass sie sich in etwa das Vierfache was Österreich geschafft hat und das einfach wirklich mit ganz klaren Maßnahmen- und Richtlinien finde ich schon faszinierend.

00:47:49: Näh?

00:47:50: Ich glaube es zeigt aber auch, dass es geht.

00:47:53: Es zeigt, dass's geht und dass es am Ende auch funktionieren kann.

00:47:57: Das ist auch so ein bisschen, was ich halt gerne von dem Punkt nehme und der Nehmertum ernst nehmen.

00:48:02: Also nicht folkloristisch und ein bisschen despektierlich sondern dass man ganz klar überlegt okay was brauchen denn heute Unternehmer um erfolgreich sein zu können?

00:48:12: Und da geht es ja oft mal um Kapitalzugang Bürokratieabbau Planbarkeit von Rahmenbedingungen wenn man jetzt Themen mit NIST II sieht und diese ganzen Themen und dann überlegen Wie kann man Unternehmen unterstützen zu skalieren?

00:48:27: Und jetzt gerade, wenn es wirklich geht Mittelstand und Scale-Up Unternehmens im Technologiebereich.

00:48:35: Also was kann der Staat da machen, dass es doch hier schneller vorangeht und das man diese kleinen Unternehmen fördert.

00:48:41: weil ich glaube auch daran, gerade neue Technologien sind kleine wesentlich schneller dabei.

00:48:48: die können das schneller umsetzen, schneller probieren.

00:48:52: Und dann geht es um die Skalierung, weil ich wenn ich das schnell genug skaliere habe.

00:48:56: Ich hab natürlich den nächsten Mittelstand habe ich halt die nächste gute Firma im Land ist.

00:49:02: und letzter Punkt ganz klar der Start.

00:49:04: halt nicht als Gegner sondern als Gönne dass der Start ganz einfach versteht.

00:49:10: Ich brauche meine Unternehmen Es muss den Unternehmen an der Stelle auch gut gehen und es muss dafür halt verlässliche einfache Regeln digitale Verwaltung.

00:49:19: also Man muss halt wirklich die Rahmenbedingungen schaffen, dass das Unternehmen dann auch wirklich sich weiterentwickeln können.

00:49:28: Und machen wir uns nichts vor!

00:49:30: Die Kratik Großunternehmen zeigen es ja heute... ...die gehen in die Länder wo's einfacher ist.

00:49:35: Die gehen halt.

00:49:36: Mercedes kapaut im Moment am allermeisten den Ungarn.

00:49:39: und das ist nicht nur der Stunden-Satz da sind auch andere Rahmenbedigungen.

00:49:44: Mir geht jetzt nicht darum um so Dumping herzuführen sondern man muss halt überlegen Österreich war mal eines dieser hippen Länder in Europa, weil man gesagt hat okay nach Österreich kannst du gehen gute Arbeitsgesetze und vernünftige Kostenfrukturen.

00:50:00: Und das waren Sachen die haben Österreich stark gemacht.

00:50:02: deswegen gibt es ja auch so viel Industrie in Österreich, weil das ja lange Zeit ein Aussingeschild war.

00:50:09: Wenn man jetzt so ein bisschen sieht jetzt kommt auf einmal Italien.

00:50:12: und Italien hat in den letzten Jahren etwas geschafft wo ich sagen muss Hut ab Die sind halt als Land viel attraktiver geworden zum investieren, also es hat leider Gottes Österreich die letzten Jahre war.

00:50:26: Ja jetzt sind wir doch ein bisschen in der Wirtschaftszeit geabgebogen.

00:50:28: aber ich glaube die Diskussion ist ganz wichtig.

00:50:31: du hast auch klare Ziele und Visionen angesprochen also das was ein Unternehmen ja zwingend braucht damit es nicht nur so daher vorstellt sondern auch ganz genau weiß wo will ich denn hin?

00:50:42: Und jedes Unternehmen wird wissen also es gibt mit sich halt ABB ...planen und weiß der Kuckuckmast.

00:50:50: Ich glaube sowas brauchen wir als Land, als Wirtschaftsstandort eben auch.

00:50:53: Du hast es gesagt ganz klare Zielsetzungen nicht mit Regie-Scanne alles etwas sondern wo glauben wir dann im zukünftigen Ecosystem unseren Platz zu finden?

00:51:04: Und dort die Maßnahmen zu setzen das ist halt ein bisschen ein Widerspruch zur Mentalität die du ja auch als Stärke angesprochen hast, Loyalität... Das Bewahrende was jetzt durchaus ein sehr positiver Aspekt ist.

00:51:17: Das wollen wir ja nicht kleinreden, aber ich glaube schon dass man sich ein Stück weit neu erfinden muss wenn man eben auf der großen Bühne mitspielen möchte.

00:51:25: und Tempo da bin ich ganz beide.

00:51:27: das gehört eben auch dazu.

00:51:30: Ja danke für die klaren Worte!

00:51:32: Ich hoffe es hört jemand zu der damit was anfangen kann und Wir werden als Unternehmer Peter und ich und alle mir verbundenen Unternehmen auch nicht müde das immer wieder so zu trommeln.

00:51:45: Wir würden gerne trotzdem wieder zurück zu Jörg Theis kommen und damit vielleicht im Bogen spannen, die tolle Geschichte hier ein bisschen abrunden.

00:51:55: Du hast uns korrigiert – das sind nicht dreiundzwanzig Jahre bei ABB, sondern neunundzwannzig Jahre, dazwischen war noch irgendwas anderes.

00:52:02: Und von diesen dreieinzwanziger oder neunhundert zwanzig Jahren waren viele Jahre als Führungskraft.

00:52:08: Du hattest auch ein bisschen erzählt wie du gewachsen bist als Fährungskräft.

00:52:11: was du gelernt hast hast auch gesagt aus Fehlern lernt man sehr viel.

00:52:16: und jetzt die spannendste Frage immer bei uns, wenn es um die persönlichen Erfahrungen geht.

00:52:22: Aus welchem Fehler hat Jörg Thais am meisten gelernt als Führungskraft?

00:52:27: Was ist dein biggest Fail?

00:52:30: Wo hast du vor zehn, fünfzehn Jahren was so richtig richtig schlecht gemacht?

00:52:35: Was dann aber hoffentlich dazu geführt hat dass du sehr sehr viel gelernt hast?

00:52:39: Ich glaube, das war das was ich auch anfänglich schon mal erwähnt hatte dieses bekannte Heldentum.

00:52:45: Das war sehr früh in der Karriere als ich die ersten Führungsaufgaben übernommen habe und wo ich einfach versucht hab dass was mich ausgezeichnet hat weiterzuführen ohne halt genügend Interaktion mit der Mannschaft die Leute nicht mitnehmen versuchen halt Ziele zu erreichen.

00:53:09: Das war nicht der eine Fehler, das war eher so eine Serie von Themen.

00:53:16: Und ich glaube die größte Lernkurve war halt ein Stück weit das Thema Reflektion.

00:53:21: Man muss als Führungskraft ab und zu auch mal diesen Schritt nach hinten tun... ...und auch nochmal für sich selber Revue passieren lassen ist das was jetzt hier passiert?

00:53:32: Ist es noch okay?

00:53:33: Ist das gut?

00:53:34: Mache ich das

00:53:34: gut?".

00:53:35: Und wir kennen ja alle immer so ein bisschen diesen Anspruch als Führungskraftversuch, man unfehlbar zu sein und so weiter.

00:53:43: Aber es ist ja genau wichtig halt dann immer wieder nochmal trotzdem diese Fragen zu stellen und zu überlegen mache ich das jetzt gerade richtig?

00:53:52: Ist das der richtige Weg oder muss man da noch mal ein Stück weit zuhören?

00:53:58: Ich glaube was ich aus dieser Phase und das war sehr früh in einer Karriere einfach mitgenommen habe Doch sehr kritischer auf einen selber achten, sehr kritisch auf das Zusammenspiel mit anderen achten.

00:54:13: Und auch diese Prioritäten sauber zu setzen.

00:54:16: die Prioritäten sind ich auch anfänglich mal gemeint habe nicht immer nur diese wirtschaftlichen Kennzahlen dass es ist das was jeder sieht und klar wo man auch gerne die Erfolge fest macht Es geht auch darum diese Priorität hat.

00:54:30: dann was ist es organisatorisch?

00:54:31: Was ist es bei den Mitarbeitern?

00:54:33: was ist diese Themen?

00:54:36: Und ich glaube, das ist das was sich hier als aus diesem größten Fail von mir selber, wo ich mich auch selber ans Limit gebracht habe mitgenommen hab und was mich auch ein Stück weit im Mannschaft geprägt hat dabei.

00:54:51: Super!

00:54:52: Vielen Dank.

00:54:53: Abschließend die Frage lieber Jörg... Was war dein Biggest Success?

00:54:58: Und bitte sei so lieb und lob dich mal selbst.

00:55:03: Ich glaube Was mich besonders stolz macht, war wirklich wo ich ein Unternehmen in der schwierigen Phase nicht nur operativ verändert habe sondern auch kulturell gestärkt hab.

00:55:14: und mir ist gelungen aus einer Organisation wo die Prozesse nicht ganz klar waren.

00:55:19: Die Profabilität war nicht ganz so da und auch Internationalisierung war nicht das Ganze zu nehmen umzubauen zu skalieren profitabel zu werden und dann klare Strukturen starke Führungsteams und auch eine Kultur zu implementieren, wo die einzelnen Verantwortung übernommen haben.

00:55:42: Und auch wenn jetzt die KBIs nach drei Jahren schön waren was mich wirklich selber als Erfolg das ganze Werten lässt ist halt wirklich dass die Führungskräfte gelernt haben selbst zu führen mutige Entscheidungen zu treffen und innovativ Themen voranzutreiben Und das hat er das Geschäft zum einen nachhaltig gemacht.

00:56:07: Aber für mich ist Erfolg wirklich, dass wenn eine Organisation nach einer Transformation wesentlich stärker ist besser performt selbstbewusster und eigenständiger dasteht.

00:56:19: weil dann kann ich immer sagen Für mich selber du hast einen guten Job gemacht Du hast jetzt hier ein Unternehmen Das auch wenn es draußen Krise oder Themen sind kann drauf reagieren, kann besser darauf machen und man hat was zurückgelassen wo man sagt okay das ist stark.

00:56:39: Das funktioniert, dass das agiert.

00:56:41: und ich glaube das ist etwas was mich auch persönlich stolz macht weil man halt sagen kann okay das hast du persönlich verändert zusammen mit den Leuten.

00:56:50: Man macht es nie selber, man macht es immer mit Leuten Und das sind dann auch oftmals einzelne Führungskräfte, die sich unheimlich hervorgetan haben.

00:57:00: Die wirklich auch das Potenzial hatten und man hat es gesehen und weiterentwickelt.

00:57:04: Man hat es weitergebracht.

00:57:07: Am Ende kann man sagen, man hat ein Unternehmen was viel sensitiver achtet, was draußen passiert, schneller Entscheidungen trifft, schneller agiert und als Organismus einfach viel resilienter dann da ist.

00:57:21: Und ich glaube, das ist etwas was mich persönlich stolz macht.

00:57:25: dafür mache ich den Job eigentlich so gerne.

00:57:30: Das ist auch wo ich gerne immer wieder hinschaue.

00:57:32: Ich habe Bereiche die hab' ich in im Jahr zwei tausend sechs transformiert und wenn ich heute dahin schaue, dann ist es immer noch so ein Chaka Effekt mit den Leuten.

00:57:41: Wenn ich mit den Leute rede Dann sagt jeder Mensch Jörg.

00:57:44: die fünf Jahre waren super anspruchsvoll aber eigentlich mit das genialste was wir gemeinsam erlebt haben, weil man selber halt auch merkt wie man gewachsen ist.

00:57:53: Was man da gemacht hat und der Bereich ist dann mittlerweile auch wirklich so stabil gewesen und jeder sagte dass war halt so eine Sternstunde von dem sich vieles dann halt im Nachhinein abgeleitet hat.

00:58:06: ich glaube das ist etwas was mich persönlich stolz macht und wo ich auch gerne zurück schaue.

00:58:12: aber ich sehe mich da auch wirklich oftmals mehr als der Enabler also der Fähig macht.

00:58:18: am ende sind es halt, was kommen wir wieder?

00:58:20: zurückführung ist menschen und menschen.

00:58:23: Ist die mitzunehmen die auf dem weg zu begleiten.

00:58:26: ich glaube das ist eines dass das schönste geschenke dieser als führungskraft haben dass man sehen kann wie man leute verändert weiterbringt und Ich glaube das is etwas was einen auch wirklich stolz machen kann.

00:58:38: enorm coole schlussworte Wunderbar lieber jörg.

00:58:42: vielen vielen dank für dieses gespräch war sehr spannend.

00:58:46: wir bleiben Bitte gerne in Kontakt.

00:58:48: Gerne!

00:58:49: Vielen Dank, Thorsten.

00:58:50: Vielen Dank Peter hat mir sehr viel Spaß gemacht und weiterhin alles Gute mit eurem Podcast.

00:58:54: Danke dir auch.

00:58:56: vielen Dank für deine Zeit.

00:58:57: bis bald.

00:58:58: Ciao.

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