18 | Karriere oder Familie? Warum Vereinbarkeit kein Privatthema ist

Shownotes

In dieser Folge von IN CONTROL – der Leadership Podcast sprechen Torsten Philipp und Peter Drage mit Dr. Susanne Dietz – Keynote Speakerin, Autorin, Personalentwicklerin und Expertin für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

Susanne begleitet seit vielen Jahren Menschen und Unternehmen bei der Frage, wie Karriere, Familie und persönliche Entwicklung miteinander vereinbar werden können – ohne dabei ständig zwischen den Rollen zerrieben zu werden. Mit ihrem Podcast „buSINNess® MOM“ gibt sie Einblicke in die Realität vieler Familien und zeigt, warum Vereinbarkeit weit mehr ist als ein HR-Thema.

Hier der Link zum Podcast buSINNess® MOM: https://businnessmom.podigee.io

Wir sprechen über klassische Missverständnisse rund um „Work-Life-Balance“, über offene Kommunikation in Beziehungen und Familien – und darüber, warum viele Menschen völlig unvorbereitet in die Familiengründung hineinstolpern.

Außerdem diskutieren wir, warum Vereinbarkeit nicht nur Mitarbeiter:innen hilft, sondern auch ein echter Erfolgsfaktor für Unternehmen ist. Denn Eltern entwickeln oft genau jene Kompetenzen, die moderne Organisationen dringend brauchen: Priorisierung, Empathie, Resilienz und Selbstorganisation. Ein ehrliches Gespräch über Führung, Rollenbilder, gesellschaftliche Erwartungen und die Frage, wie Zusammenarbeit menschlicher und gleichzeitig erfolgreicher werden kann.

💡 Themen dieser Folge:

  • Vereinbarkeit von Familie und Beruf
  • Warum „Work-Life-Balance“ oft zu kurz greift
  • Leadership und Elternschaft
  • Offene Kommunikation in Familie und Partnerschaft
  • Vereinbarkeit als Erfolgsfaktor für Unternehmen
  • Welche Kompetenzen Eltern in Unternehmen einbringen
  • Rollenbilder und Vorurteile im Berufsleben

Mehr zu den Hosts: Peter Drage: https://www.linkedin.com/in/peter-drage-unternehmens-transformer/

Torsten Philipp: https://www.linkedin.com/in/torsten-philipp-0a2336137/

Peters Business – die MD Strategy GmbH: Strategie, Business Development, M&A advisory: https://www.md-strategy-group.com

DANKE and alle Supporter:

Logo & Graphics: Jean-Paul Frijns https://linktr.ee/jeanpaulfrijns

Schnitt: Charly Glawischnig https://charlyglawischnig.com

Jingle: Samuel Reissen https://www.instagram.com/sam_rszn/

Transkript anzeigen

00:00:00: Wenn wir jetzt die Horrorszenarienkiste aufmachen, da fällt mir ganz viel ein und Kinder kriegen gehört für mich ehrlicherweise nicht zum Horrorscenario.

00:00:10: Weil das eine Sache ist, die ich wenn ich einen guten Plan habe und gute Prozesse im Unternehmen relativ schlank durchkriegen kann.

00:00:20: Und ganz ehrlich des Leben passiert.

00:00:22: Ich weiß nie ob Mitarbeiter bleiben.

00:00:25: Also, keine Ahnung.

00:00:27: Denn hat jemand irgendwie so ein Extrem-Sport und will dann an der Weltmeisterschaft teilnehmen?

00:00:31: Ich weiß es nicht!

00:00:32: Aber das ist halt das Leben... Und ihr merkt, ich werde da so emotional, aber gerade beim Elternwerden, ist es denn immer so dieses... Was ist wenn das

00:00:44: passiert?!

00:00:45: Ja, aber es gibt ganz viele andere Cases die passieren können und da machen wir uns wenig Gedanken.

00:00:53: Herzlich willkommen bei InControl, dem leadership Podcast.

00:00:57: Mein Name ist Thorsten Philipp.

00:00:59: Hallo und mein Name ist Peter Trage.

00:01:01: Herzlich Willkommen.

00:01:02: Servus Thorsten!

00:01:03: Du schaust sehr entspannt aus heute.

00:01:05: Wie viel Lärm als allererstes rein?

00:01:07: Peter ich bin tief entspannt.

00:01:08: Ich habe nämlich gestern Abend hier meinen Podcast Keller... ich nehme tatsächlich im Keller auf ein bisschen umgeräumt und ich saß die letzten Wochen immer unentspannt auf so einem Hocker am Schreibtisch und hab mir hier so zwei Sessel reingestellt und das ist super.

00:01:23: Und ansonsten bin ich genauso entspannt, weil heute Feiertag ist und das es eine willkommene Ablenkung oder ein Willkommener Break aus den letzten zwei Wochen die recht turbulent waren.

00:01:32: Wie geht's dir?

00:01:34: Mir gehts gut auch turbulent meine Frau und ich.

00:01:38: schaffen sie irgendwie uns in der letzten vier wochen die Kinder In die Hand zu geben wenn wir beide beruflich sehr viel unterwegs sind und sehr viel zu tun haben?

00:01:45: Heute am Abend treffen wir uns mal dann ist sie wieder drei Tage weg Dann bin ich wieder weg.

00:01:50: aber ich freue mich auf heute Abend.

00:01:52: Das ist eh schon fast ein bisschen Einstieg Richtung unseres heutigen Themas.

00:01:56: Aber Thorsten, du meinst es auch?

00:01:58: Du hast gute Stories aus den letzten Wochen!

00:02:02: Ja also das eine Thema, das wird uns heute begleiten, ist das Thema Kinder.

00:02:06: wie geht's uns eigentlich damit?

00:02:08: Wie gehts?

00:02:08: Menschen die viel arbeiten und vielleicht auch Karriere machen möchten?

00:02:11: Und so wie du das gerade beschreibst warst bei mir die letzten Wochen auch.

00:02:16: Das ist ja sowieso immer so und besonders war es auch noch weil Ich letzte Woche kaum, dass ich in den USA war und dort aus dem Flieger gestiegen bin.

00:02:25: Meine Frau mich angerufen hat und gesagt hat sie hat gerade ein Pferd gekauft für unsere Tochter.

00:02:31: Große Überraschung also überraschungen nicht im Sinne das meine Tochter plötzlich Pferde cool findet.

00:02:36: Das findet sie eh schon seit vielen, vielen Jahren Und das Thema wabert so ein bisschen durch die... Durch unser Leben wollen wir jetzt eins kaufen, wollen wir nichts kaufen.

00:02:45: Letzte Woche haben sich so viele Dinge dann irgendwie ergeben und die Chance war da.

00:02:50: Und der Stall war da, und die Trainerin war da und ein Pferd war verfügbar.

00:02:55: Meine Frau hat geistesgegenwärtig zugeschlagen ich habe einen halben Herzinfarkt bekommen und spätestens seitdem geben wir uns wirklich nur noch die Klinge in die Hand weil mit der Anschaffung eines Pferdes ist natürlich nicht getan sondern du hast alle möglichen Geschichten die du speziell die ersten Wochen zu organisieren musst.

00:03:11: auch jetzt ist sie gerade wieder unterwegs zum Pferde.

00:03:14: das gibt mir zwei Stunden Zeit hier aufzunehmen.

00:03:16: aber du kannst dir vorstellen Das Leben ist mal wieder um eine Facette turbulenter geworden.

00:03:22: Und insofern passt das eh... Danke, danke!

00:03:25: Du musst wissen ich bin nicht passioniert hab Pferdehasser mir sind die Viecher einfach unfassbar egal.

00:03:29: also Ich mag die wahnsinnig gerne wenn sie auf der Weide stehen und wenn zwischen denen ein Zaun ist dann bin ich ganz glücklich.

00:03:36: und jetzt komme ich zum Handkuss und muss viel näher ran.

00:03:38: Also darfst mich ein paar Wochen fragen wie es mir so geht.

00:03:42: Ja und das Chaos in der Familie, dass der Spagat zwischen Job und Allmöglichen soll unser Thema heute sein.

00:03:49: Das ist die Überleitung zu unserem heutigen Gast, unser Gäst hin – ich habe immer noch nicht begriffen, ob man das gendert.

00:03:55: Es soll gehen um Vereinbarkeit von Familie und Beruf, vereinbarkeit vom Anspruch den Peter und ich und ich bin mir sicher auch unser Gast heute an Performance im Beruf, Performance in der wird.

00:04:14: Und davon möchten wir uns heute unterhalten und haben uns ein Profi eingeladen, Peter Werst bei uns?

00:04:20: Ja definitiv einen Profi und da lese ich jetzt recht frei aus dem LinkedIn-Profil vor.

00:04:26: Wir haben heute bei uns eine Keynote-Speakerin, Autorin, Personalentwicklerin, Expertin für Vereinbarkeit von Familie und Beruf und auch Podcasterin vom Businessman.

00:04:37: Hallo liebe Frau Dr.

00:04:38: Susanne Dietz!

00:04:42: Ganz lieben Dank, hallo.

00:04:43: Ich freue mich sehr, dass ich da sein darf!

00:04:45: Vielen Dank, dass du da bist.

00:04:46: Sehr cool.

00:04:47: Zu sagen ist schön, dass Du da bist – sehr, sehr cool und Podcast darin ist auch super.

00:04:52: wenn Du unsere Aufnahmen gehört hast, wirst Du begriffen haben, dass Peter und ich in dieses Projekt reingesteuert sind und immer noch dazulernen.

00:04:59: und sofern freuen wir uns zum Profi nicht nur im Thema sondern auch im Thema Podcast zu haben.

00:05:05: Tut uns ein Gefallen.

00:05:05: stelle Dich vor was ist Dir wichtig?

00:05:07: Was sollen unsere Hörer über Dich

00:05:09: wissen?!

00:05:12: Ja, also wer bin ich?

00:05:14: Mein Name ist Susanne.

00:05:15: Ich bin vierundvierzig Jahre alt, wohne in der Nähe von München.

00:05:19: Also total unspektakulär in einem Vorort.

00:05:21: Ähm...ich sage mal so wie ich nie leben wollte in einer Doppelhaushälfte und ich fahre einen Bus.

00:05:27: Und den Bus sind völlig deshalb weil ich drei Kinder hab die sind zwölf acht und fünf!

00:05:33: Ich muss immer überlegen.

00:05:34: Also zwei Mädchen und ein kleiner Junge und ich lerne auch über den kleinen Jungen nochmal sehr viel über Männer.

00:05:39: von klein auf muss ich sagen Ja, und wenn ich da nicht ganz ausgelastet bin eben mit Familie

00:05:45: usw.,

00:05:46: dann treibt mich mein Job noch um.

00:05:47: Also das ist nach wie vor ein riesen Herzensthema Teil meiner Identität und darum geht es ja auch immer im Podcast also der sich ich sage mal so von meiner Profession her.

00:05:58: Ich bin ursprünglich Personalerin weil lange in Unternehmen speziell in der Personalentwicklung Und vor etwa fünfzehn Jahren habe ich mich selbstständig gemacht und seitdem eben Ganz klassisch als Berater und Trainerin Coach für Kommunikation, Leadership, Kulturentwicklung.

00:06:14: Und seit Jahr zwanzig-zwanzig zum Thema Vereinbarkeit und seitdem gibt es auch den Podcast Businessmann.

00:06:21: Sehr interessant!

00:06:22: Und auch super spannend – wir haben das schon im Vorgespräch kurz diskutiert.

00:06:27: Wir haben ja alle drei Kinder.

00:06:30: Meines in Übrigen ziemlich ähnliches Alter mit acht, zwölf und dreieundzwanziger.

00:06:37: Geht in eine sehr ähnliche Richtung.

00:06:41: Ja, Vereinbarkeit von Beruf und Familie haben wir heute aus großes Thema.

00:06:46: Du machst das jetzt seit einigen Jahren.

00:06:48: aber erzähl uns mal warum ist es dein Schwerpunkt?

00:06:52: Warum ist dir dieses Thema so wichtig?

00:06:56: Also ich sage immer die guten Themen findet man nicht sondern sie finden einen.

00:07:01: also das Thema ist zu mir gekommen Ich bin ja so in diese Mutterschaft reingestolpert.

00:07:08: Also, das heißt ich bin also die schlechteste Beispiel was Vereinbarkeit angeht.

00:07:12: Das heißt ich hab mir das so vorgestellt dass sich denn hier den Sommerbaby der mit wem Haar durch Schwaben gehe?

00:07:18: Mit meinem Baby können dann irgendwie so mein Buch noch fertig schreiben und hätte in vier Monaten schon wieder meine ersten Workshop Buchungen.

00:07:26: So!

00:07:26: Und ich habe kein Anfänger-Baby bekommen,

00:07:29: d.h.,

00:07:29: ich habe eins bekommen, wirst du ein Jahr lang rumträgt und wirst du nirgends ablegen kannst.

00:07:35: Das heißt, da wär nichts mehr mit arbeiten oder sonst was und hätte dann auch noch nach sieben Wochen eine diagnostizierte Wochenbetriebsstation.

00:07:42: D.h.,

00:07:43: dieses Thema hat mich erstmal auf den Hosenboden der Tatsachen gesetzt und ich durfte mich wirklich von Grund auf mal neu justieren und mal wirklich auch mit diesen ganzen Bildern klarkommen die wir ja von Vereinbarkeit haben weil ich wäre natürlich nicht.

00:07:55: nach vier Monaten auf der Frankfurter Buchmesse Bin ich in das Thema Mutterschafts reingestolpert und habe gemerkt, da ist ganz viel Illusion.

00:08:07: Ganz viel was wir vorhin schon hatten, ganz viel überhöhte eigener Anspruch den man da hätte an sich selbst.

00:08:14: Und dann aber gleichzeitig mein Personal erherzt es weitergeschlagen hätte.

00:08:19: Habe ich gemerkt auf den Spielplätzen der draußen sitzen unfassbar viele gut ausgebildete Mütter die nicht in den Job zurückkommen oder schlecht in den... Job zurückkommen.

00:08:30: Also teilweise mit minderwertigeren Jobs.

00:08:32: und dann dachte ich, also mal ernsthaft zu Zeiten von Fachkräftemangeln Frauenquoten und

00:08:37: Co.,

00:08:37: kann es doch nicht sein dass dieses Potenzial mies gelaunt auf dem Spielplatz sitzt?

00:08:43: Und so habe ich den Jahr zwanzig-zwanzig.

00:08:45: Die Idee ist ja länger schon gereift aber beschreibt vielleicht auch ein bisschen das Problem an sich mit der Vereinbarkeit weil viele mir gesagt haben, ach ich glaube das braucht keiner!

00:08:55: Das ist überhaupt kein Thema.

00:08:57: Aber dann habe ich gesagt, ne.

00:08:58: Ich starte das jetzt mal in den Jahr zwanzig-zwanzig, also weil kurz vor Covid mit einem Podcast ist – ob das Thema funktioniert und den Podcast Business machen.

00:09:08: Also Business ist bei mir Sinn im Job und denn für Mütter eben und für Mötter die nicht nur ihre Kinder leben sondern auch ihren Job.

00:09:16: aber ich wollte damals schon gezielt die Personaler und Chefs Weil ich sage, Vereinbarkeit kann nur gelingen wenn beide in ihre Verantwortung kommen.

00:09:28: Und so hat das Ganze begonnen und wurde dann eben auch immer sichtbongerter und immer erfolgreicher und ich immer selbstbewusster auch in meinem Thema.

00:09:36: Inzwischen gibt es auch zwei Bücher dazu Vorträge dazu erhalten auch bei Unternehmen, die gesagt haben Vereinbarkeit und Führung.

00:09:44: Das ist unser Thema da wollen wir uns widmen.

00:09:46: also bin der jetzt immer noch sehr leidenschaftlich und inzwischen sehr viel selbstbewusstsehr dabei im das Thema zu etablieren.

00:09:53: Ja fand ich ein super Beispiel was du aus deiner eigenen Erfahrung gebracht hast und das erinnert mich an diese Blauäugigkeit mit der auch meine Frau und ich in unsere also ihre erste Schwangerschaft in unser erstes Kind gemeinsam ins Kind gegangen sind auch mit dem Ziel nach einem halben Jahr werde ich halt da wieder einsteigen.

00:10:10: und wir haben halt auch gemerkt, das sind alles schöne Pläne.

00:10:13: Das hängt aber sehr davon ab ob das Kind da auch mitspielt.

00:10:17: Und auch wir wollten es nicht mit der Brechstange erzwingen sondern haben dann auch andere Wege finden müssen.

00:10:25: also einen harter Aufprall in der Realität.

00:10:28: Worum es uns ja bei In-Control geht ist ja weniger Lehrbuch Talk und weniger Keynotepeaches viel Erfahrung aus entweder dem eigenen Leben, aus Geschichten die man als Coach begleitet hat.

00:10:46: Die man als Führungskraft begleitete und da haben.

00:10:48: also die erste Frage an dich hast du genau zu dem Thema Vereinbarkeit eine konkrete Geschichte entweder aus deiner eigene Karriere von Frauen, die du begleitat hast von Geschichten, die dir zugetragen wurden.

00:11:06: Ja, wo aus einer solchen Problemstellung nenne ich es jetzt mal auch Erlösung erwachsen ist.

00:11:12: Also ich bin mir sicher, dass viele aber gibt's eine die du vielleicht besonders exakt haben

00:11:20: möchtest?

00:11:20: Ich hätte tausende wollte ich sozusagen und das ist immer so die Frage Wo gehts hin?

00:11:25: also Die Eine Hätte ich ja schon angesessen.

00:11:27: Das ist so das Thema des das vieles beim thema vereinbarkeit So sein stolpern sich wenig Gedanken machen Und dann aber was du gesagt hast, die wenigsten sprechen hält denn auch drüber.

00:11:39: Also wenn man ja total verunsichert ist, da draußen sind ja immer noch alle total schön und glücklich.

00:11:43: Auch die Eltern.

00:11:44: also bei mir wäre es so.

00:11:45: ich jetzt das Gefühl bin ja der einzige Depp, der es nicht hinbekommt.

00:11:49: Aber dann eben zu merken – und das wäre vielleicht schon so die erste Geschichte – Wenn du daheim so alleine sitzt und ich sag mal Ich habe auch echt gelitten!

00:11:59: Mir ging's wirklich nicht gut weil Du kommst auf einmal in so vielen Themen vorbei.

00:12:03: Aber so die erste Lösung wäre halt offen, darüber zu sprechen.

00:12:08: Weil ich hab natürlich dann auch versucht irgendwie das Spiel... ...die ersten Monate mitzuspielen und auch irgendwie vielleicht die glückliche Mama zu sein, die es irgendwie hin kriegt.

00:12:17: aber ich hätte einen Moment in so einer Krabbelgruppe wo ich denn... Also da ist es einfach aus mir herausgebrochen und dann gesagt ich finde es gerade einfach scheiße!

00:12:26: Und am liebsten würde ich auswandern und zwar ohne Baby und ohne Mann und ich weiß auch nicht ob ich zurückkomme.

00:12:32: Und dann haben wir alle geguckt, wenn ihr zitiert nicht so in der Rück.

00:12:36: Also kennt ihr das?

00:12:36: So einen energetischen Ruck durch den Traum gegeben und auf einmal ist die Stimmung positiv gekippt.

00:12:44: bei dem Nächsten neben mir gesagt, ich finde es auch echt schwierig als Momentan bei uns ist auch.

00:12:48: und dann fing es an und dann wurde das ein offener Diskurs und ich sage mal, dass ist so im Kleinen wo Vereinbarkeit beginnt Wir dürfen offen und ehrlich über Herausforderungen sprechen Weil das ist es.

00:13:02: Und jetzt eben vielleicht eine Geschichte aus einem Business-Kontext, wo ich mit begleitet habe – also da ging's eher um die Kulturentwicklung.

00:13:12: und dann haben sie in dem Jahr glaube ich im Team schon die dritte Frau verloren.

00:13:17: Also im Sinne von «die Hütte hat gekündigt».

00:13:19: Dann kam der Chef zu mir und meinte denn… Jetzt hätt ihr einfach gekündigt!

00:13:24: Dann habe ich gesagt, wie die hat jetzt einfach gekündigt?

00:13:26: Einfach so.

00:13:27: Ja also... Die ist ja super gelaufen!

00:13:29: Natürlich, die hat zwei Kinder und das mit der Teilzeit Und ich glaube, die Mutter ist auch noch krank.

00:13:34: Also aber die hat das super hinbekommen!

00:13:37: Jetzt hat sie auf einmal gekündigt Und dann kann man halt dabei raus, dass... Also ich hab' dann mit der Mutter, also mit der, diejenige, die gekündigen hätte Hätte ich dann nochmal ein Gespräch und die hätt' gelitten die wir kurz vorm Burnout.

00:13:55: Das heißt aber auch da hätte sie nicht offen über ihre Herausforderungen gesprochen.

00:14:00: und ich möchte der Führungskraftgernich mal einen Vorwurf machen, der Chef hat es einfach nicht gemerkt weil Sie – und das haben wir Frauen halt echt ganz oft, aber Männer auch – wir wollen halt immer diese schöne Fassade hochhalten!

00:14:13: Wir wollen irgendwie performen wie vor den Kindern, wir wollen uns selbst von allem oftmals beweisen und unserem Umfeld Und der Arbeitgeber hat denn, und vor allem die Führungskräfte in Person haben nicht die Chance situativ darauf zu reagieren.

00:14:27: Und dann kündigen sie auf einmal!

00:14:29: Und eben... Die Lösung, also ich meine, der wird das Kind schon in Brunnen gefallen aber wo ich ja mit den Unternehmen jetzt auch wirklich aktiv sind, dass man sagt, Vereinbarkeit ist Führungsaufgangabe.

00:14:42: Also das Vereinbarkeits- oder auch Frauenförderung Teil meines Führungen Alltags ist.

00:14:49: Das fängt halt an Und es ist wurscht, ob jemand Mutter, Vater oder Kinder los ist mit einem guten Kontakt zu den Mitarbeitenden.

00:14:57: Wenn ich den habe, dann kann ich situativ reagieren was in deren Leben los ist.

00:15:03: und das ist halt auch schon eine Versette der Vereinbarkeit die kein Geld kostet.

00:15:07: nur und das wichtiger Punkt eben weil ja viele Führungskräfte zuhören man darf diesen Auftrag für sich klang haben.

00:15:14: Ich als Führungskraft bin in der Verantwortung hier Vereinbarkeit zu leben und den Raum zu geben.

00:15:21: Und ich bin in der Verantwortung, ein Klima zu schaffen, mit der Mitarbeiterinnen das ansprechen was ihnen wichtig ist.

00:15:28: Das ist ein ganz wichtiger Punkt, dass das auch wirklich zu schaffen und da tun wir uns ja alle schwer damit gerade wenn es uns mal nicht gut geht.

00:15:36: Also vielen Dank, dass du das auch ansprichst!

00:15:39: Vielen Dank auch Thorsten, dass Du das Thema Blaueugigkeit angesprochen hast finde ich mich insofern gut weil aus meiner Sicht eine gute Parallele zwischen ich werde Unternehmer, ich werde Führungskraft bzw.

00:15:50: Gründe eine Familie.

00:15:52: Man muss sehr froh sein, dass ganz viele von uns das ja blauäugig reinstolpern.

00:15:57: Weil würde man vorhin ein Wissen wie schwierig es ist sowohl die Familie in den Kindern als auch Unternehmer zu sein, Führungskraft zu sein dann würden sie vielleicht nicht machen.

00:16:08: Ich habe letztens einen ehemaligen Kollegen getroffen.

00:16:12: der wird jetzt zum ersten Mal Papa.

00:16:15: Ich glaube, die Tage kann man sagen.

00:16:19: Was für mich halt die riesengroße Veränderung war und meine große Tochter ist dreiundzwanzig also sind doch schon lange her an einem Wochenende am Samstag in der Früh nie mehr aufzustehen und sich zu überlegen was machen wir denn heute?

00:16:33: Sondern irgendwie alles durchgeplant zu haben ja alles durchsprechen zu müssen.

00:16:39: wann Wann ist Job, wann ist Familie?

00:16:42: Wann is mal privat für mich?

00:16:45: Warnes Sport.

00:16:47: Ja ich glaube das ist durchaus eine Herausforderung.

00:16:50: Liebe Susanne Thorsten und ich hatten einmal einen Podcast gemacht zum Thema Work-Live Balance.

00:16:56: wir haben ja auch Work-Life Balance genannt.

00:16:59: jetzt würde mir ganz konkret interessieren wie stehst du zu dem Begriff Work-life Balance?

00:17:07: was bedeutet es für dich?

00:17:11: Also der Begriff, ich bin ja von meinem Studium her psycholinguistin.

00:17:18: Das heißt ich bin immer sehr streng mit den Begrifflichkeiten.

00:17:22: Ich mochte dem Begriff noch nie.

00:17:25: Den gibt es schon lange weil ich habe mich immer gefragt also Work und Life Ist das denn, wenn Work ist kein Live oder bin ich denn tot?

00:17:33: Oder also deswegen ... Das hätt sich immer bei mir gesperrt.

00:17:36: Weil ich das ja schon immer.

00:17:38: Also... Ich habe ja immer gerne gearbeitet.

00:17:41: Natürlich nicht täglich!

00:17:42: Manchmal wäre ich natürlich auch gerne aus dem Fenster gesprungen.

00:17:44: Aber das heißt, ich sehe Arbeit schon als Teil meines Lebens und deswegen jetzt mal so um diesen Begriff ein bisschen auseinander zu nehmen wird es für mich immer so ein schwieriges wording.

00:17:56: aber ich muss auch sagen Ich darf nicht kritisieren, wenn ich keinen besseren Vorschlag habe.

00:18:00: Und ich hab keinen besserten Vorschlag gehört weil der Begriff hat sich etabliert und wir wissen ja alle was damit gemeint ist.

00:18:06: Also dass man eben einen Gleichgewicht in seinem Leben hinbekommt wo der Job auch den Raum bekommt den er kriegen muss aber eben nicht überhand nimmt und andersrum genauso.

00:18:20: also für mich bedeutet es ein gleich Gewicht im Leben herzustellen Und beim Thema Vereinbarkeit ist es im Grunde ja ganz ähnlich.

00:18:30: Also, es geht darum ein Gleichgewicht in dem Leben zu haben und ich vergleich das immer mit einem Mobilee.

00:18:39: Das kennt ihr hier, das hängt mein Baby so über die Wiege und ich sage immer, dass macht überhaupt keinen Sinn weil wenn man sich da mal drunter legt – man sieht das kaum – dann ist es halt schön für Eltern, wenn das da hängt.

00:18:49: Aber dieses Mobilee an sich, also das hängen ja an Systemen und da sind so Fäden dran Und das ist ja immer ganz leicht in Bewegung.

00:18:57: Aber wenn du jetzt eine Komponente rein setzt, also angenommen du hängst da so ein Beerdron oder du reißt einen Beerheld raus dann schwingt dieses komplette Mobile mit und manchmal heftiger und manchmal weniger.

00:19:13: heißt aber alles muss sich mitordnen und muss sich neu ordnen und es strebt aber immer nach diesem Gleichgewicht.

00:19:22: ein Kind auf die Welt kommt oder auch Thorsten, wie du es jetzt beschrieben hast.

00:19:27: Wenn dein Pferd in die Familie kommt ist ja genauso.

00:19:31: da wackelt das komplette Familiensystem.

00:19:33: Das muss ich erst mal wieder neu ordnen.

00:19:35: Also ich meine es jetzt gar nicht so witzig mit dem Pferden weil wir hatten bisschen mit der Kranze.

00:19:40: Es ist ja noch viel unspektakulärer.

00:19:41: aber ich habe gemerkt auch das hätte unser Familiensystem so ein bisschen den Schwanken gebracht.

00:19:46: Also es heißt, da kommt eine neue Komponente rein und das bringt Anließt durcheinander.

00:19:50: Und wenn du das dann mal siehst, wenn der vor einem so ein Baby kommt also so hab ich empfunden, dann hörst du die ersten Monate einen Lebensbereich, in dem ich überhaupt nicht ausgebildet wange.

00:20:04: Das heißt, ich hätte ja keine Ahnung.

00:20:06: Ich werd kein Profi drin Alles andere erst mal verdrängt, weil es geht hier ums physische Überleben von einem hilflosen kleinen Wesen aber auch von mir selber.

00:20:19: Also ich selber muss mich auch noch irgendwie am Leben erhalten.

00:20:22: so habe ich die ersten Monate erlebt und das heißt in dieser Zeit sind diese anderen Komponenten wie mein Job meine Freunde Hobbys und was auch immer es da gibt also ich nenne es auch gern Bühnen also Lebensbühnen wenn für mich erstmal völlig verschwunden und ich glaube dass ist okay Wenn man sagt, das ist die ersten Monate so.

00:20:43: Nur die Kunst ist es dann zu wissen welche Lebensbereiche sind mir wie wichtig?

00:20:51: Also wie viel Gewicht gebe ich dem?

00:20:53: und was du auch sagtest Du musst ja teilweise auch beim Thema Vereinbarkeit wieder bewusst dem Gewicht geben.

00:20:59: also nicht so wie früher dass wir sagen ich habe einen ganzen Samstag frei jetzt können wir mal zum Sport gehen dann gehen wir später noch ins Kino abends treffen wir vielleicht noch Freunde.

00:21:07: Das ist halt nicht mehr so.

00:21:08: Ich glaube, es braucht beim Thema Vereinbarkeit eben diese Bewusstheit, was brauche ich?

00:21:14: Und das ist halt hochindividuell!

00:21:16: Deswegen gibt's aus meiner Sicht kein allgemein Rezept für Vereinbarkeiten.

00:21:21: Also wenn ich es gefunden hätte entweder ich werde total reich oder ich hätte überhaupt keinen Job mehr... Das gibt's für mich nicht.

00:21:28: Es ist individuell und es ist immer Arbeit an mir selber.

00:21:31: Ich

00:21:31: finde dieses Bild, was du jetzt gerade gebraucht hast mit dem Mobilee extrem cool.

00:21:36: jeder der sowas mal daheim hängen hatte wenn man kinder hat er weiß dass das auch ein.

00:21:41: Sehr fragiles ding ist.

00:21:43: also ein kleiner windstoß in ein kleines anstupsen sorgt dafür, dass es eben so wie du gesagt hast in schwingungen gerät und.

00:21:49: Das hört ja nicht mit dem mit den meistern der ersten wochen nach der geburt auf sondern danach passiert ja ständig irgendetwas was dieses gleichgewicht wieder aus der bahn wirft.

00:21:58: also die eingewöhnung in der krabbelstube im kindergarten der übertritt in die schule Kinderkrankheiten, die Liste lässt sich ja beliebig fortführen bis zum Pferd eines Teenagers und darüber hinaus Auszug whatever.

00:22:14: Das heißt man ist ja auch tatsächlich da in einem Dauerjustierungszustand sich wieder auf was Neues einstellen.

00:22:19: wie gehe ich eigentlich damit um?

00:22:21: Also das Bild finde ich sehr spannend und vielleicht ist das auch etwas womit man Menschen diese Situation beschreiben kann, die das eben nicht aus der eigenen Erfahrung Kennen.

00:22:32: also du kennst es jetzt nach drei Kindern dem muss ich nicht erzählen den Peter muss ja auch nichts erzählen aber.

00:22:37: Ich erlebe sie auch im eigenen Unternehmen das Menschen die keine Kinder haben mit dieser Realität auch erstmal wenig anfangen können.

00:22:47: eine andere Sache übrigens ganz kurzes Feedback zu dem was du vorhin gesagt hast.

00:22:51: du hast auch gesagt, um die Führungskraft hatte gar keine Chance zu reagieren weil du weil du so eine Fassade aufrechterhalten hast, naja ich bin stark und das hat mich schon sehr erinnert an das was unser vorheriger Gast vor zwei Wochen gesagt hätte.

00:23:06: Martin Gumpolt verletzbarkeits oder Verletzlichkeit zu zeigen ist schon auch eine Stärke.

00:23:12: Und Peter hat das ergänzt mit die Unternehmenskultur muss halt auch sein dass sie es zulässt.

00:23:18: aber es stimmt schon wenn ich's nicht zeige weiß mein Gegenüber auch nicht was da gerade los ist und hat auch keine Chance zu reagieren.

00:23:27: Also für mich jetzt ein ganz wesentlicher Punkt, den du total gebracht hast.

00:23:32: Ja ja das ist es und das erfordert Mut aber auch wieder.

00:23:36: Peter gesagt hat, es braucht halt den Raum.

00:23:38: also wenn ich eine Kultur hab, klassisch halt fehlende Fehlerkultur irgendwie gefühlt ist das ja überall noch bisschen vernachlässigt.

00:23:50: mit großen Sanktionen auch verbunden ist.

00:23:53: Dann ist es sehr logisch, dass keiner irgendwie sagt ja momentan geht's gar nicht gut und ich bin dann momentan nicht sehr leistungsfähig und ehrlich gesagt ich kann mich mal aussehen weil der Schlaf manchmal so heftig ist.

00:24:06: Da ist es umso schwieriger.

00:24:08: aber es geht immer um diesen menschlichen Kontakt.

00:24:10: also... Und es steht für mich, es steht und fällt halt mit der Führungskraft.

00:24:15: Also welcher Mensch sitzt da?

00:24:16: Das ist auch in den Coachings die ich gebe, also auch... Ich bin immer wieder Damen.

00:24:22: Also in der Regel sind es Damen in Elternzeit und Kursenz eben, die dann gut aufgeräumt zurück in den Job gehen wollen.

00:24:31: Die habe ich denn im Coaching.

00:24:33: Und auch da erlebe ich immer wieder ... Der Wiedereinstieg ist umso besser je besser der Kontakt zur Führungsknüftel ist.

00:24:41: Auch während dieser Abwesenheit oder beziehungsweise vor allem während dieser

00:24:47: Begriffen, du berätst Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Führungskräfte unternehmen.

00:24:54: Und Peter und ich haben diesen Podcast gestartet mit dem klaren Ziel ... ... Führungen immer als Mittel zum Unternehmenserfolg zu sehen.

00:25:06: Denn Unternehmen gibt es nur damit sie erfolgreich sind.

00:25:09: Wenn ein Unternehmen nicht erfolgreich ist hat seinen Sinn verfehlt dann ist das auch nicht nachhaltig lebensfähig.

00:25:14: Das heißt der Unternehnungserfolg muss sowieso im Mittelpunkt dessen stehen, was Unternehmen zu tun.

00:25:19: und jetzt redet wir schon ganz viel über dich als Betroffene.

00:25:26: Über ganz kurz meine Frau als Betroffene, über die Mitarbeiterinnen, die durch Elternzeit betroffen ist.

00:25:34: Was ist denn der konkrete Benefit für die Firma fürs Unternehmen?

00:25:38: Wenn sie ihr schafft Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu gewährleisten.

00:25:47: Man könnte den Blickwinkel einnehmen und sagen, Puh Teilzeit, Kolleginnen die ausfallen, Kollegen die ausfallen kurzfristig wegen vieler Kinderkrankheiten ist für mich ein unkalkulierbares Risiko möchte ich eigentlich nicht eingehen.

00:26:01: wie siehst du das?

00:26:04: Ja es kann man schon machen und das machen auch viele.

00:26:07: Also die dann im Problem Hypnose verfallen, wenn da jetzt jemand sagt ist Schwanger und so tun.

00:26:11: Es wäre das erste Mal, dass das überhaupt passiert?

00:26:15: Das erlebe ich schon!

00:26:17: Und ich verstehe es auch ganz ehrlich, wenn jemand sagt Boah, das ist jetzt das fünfte Mal in diesem Jungen, der hier jemand kommt und sagt ist schwanger und fällt mir dem nichts aus.

00:26:26: Das heißt, es macht die Managementaufgabe natürlich schwieriger aber... Jetzt sagst du mich nach dem Vorteil.

00:26:38: Es gibt ganz unterschiedliche Zahlen dazu.

00:26:40: Man hat zum Beispiel festgestellt, dass wenn keine familienfreundlichen Maßnahmen stattfinden... Also Frau Professor Grunow hätte im Jahr zwei tausendsehnte Studie dazugemacht und sie forst an der Uni Frankfurt wer das nachlesen möchte.

00:26:52: also wenn es keine familianfreundlichem Maßnahmen während dieser Abwesenheit in älteren Zeit Karens Wenn's da keine gibt und erzählt schon der Kontakt zwischen Führungskraft und Mutter dazu dann verlieren die schon mal ein Drittel dieser Mütter, also die kommen erst gar nicht zurück.

00:27:10: Und dann wenn sie zurück sind und wieder nichts stattfinden geht ein weiteres Drittel.

00:27:17: Und zu Zeiten von Fachkräftemangel und Co können sich das Unternehmen nicht leisten.

00:27:23: vorher – und es ist oft so!

00:27:25: Vorher echt viel in einer, ich red jetzt mal explizit von Frauen Vorher viel in Mitarbeiterinnen zu investieren.

00:27:33: In Zeit, in Weiterbildung, in Projekte, in High Potential Programme, weiß auch immer.

00:27:37: und wenn sie dann sagt das Normalste von der Welt ich werde jetzt Mutter.

00:27:42: Dann soll sagen oh jetzt ist die nicht mehr brauchbar für uns.

00:27:45: Und dann muss man überlegen dann kostet die Frau ja weiter.

00:27:48: also ich hab da mal Hochrechnungen gemacht.

00:27:52: was ist es in etwa an Kosten verursacht?

00:27:54: Wenn eine Mutter kündigt und du kannst von etwa so gut.

00:27:59: Also die Zahl ist sechsundfünfzig Prozent des Bruttojahres gereizt.

00:28:03: Aber im Grunde ist es wurscht, welche Zahl das ist?

00:28:05: Es ist einfach eine hohe Zahl, was dem Unternehmen kostet wenn eine Mitarbeiterin geht so und dann glaube ich zu Zeiten nicht nur von Fachkräftemangel Frauenquoten und Co.

00:28:19: sondern vor allem in Zeiten wo KI immer stärker wird Wo wir künftig ich nenn's mal keine Berufsautomaten mehr werden.

00:28:29: Also es gibt ja wirklich Tätigkeiten, wo ich mir denke als Sinnkriegerin nenne ich mich auch... Das macht ein Jahr Mürbel!

00:28:37: Einfach nur Zahlen irgendwo einzutippen oder Zahlen zu übertragen.

00:28:43: Da glaube ich das tut Menschen generell nicht gut wenn sie das permanent machen.

00:28:47: Es kann man zwischendurch mal machen aus meditativen Gründen aber Solche Berufe werden immer weniger und ich glaube, dass dieser Menschlichkeitsfaktor immer höher wird.

00:28:57: Und sich dementsprechend auch vor allem die guten Mitarbeitenden wirklich Unternehmen aussuchen werden wo dieser menschliche Faktor höher ist.

00:29:06: und dazu gehört halt eben auch das Thema Vereinbarkeit also Familie und nicht nur Kinder kriegen sondern es geht ja weiter.

00:29:15: wir leben in einer Gesellschaft Menschen immer älter werden, wo wir aber auch im Pflegenutstrent haben.

00:29:21: Das heißt auch da gibt es jetzt schon Zahlen dazu, dass einfach auch immer noch mehr Frauen in Teilzeit sind weil sie denn Angehörige pflegen müssen.

00:29:30: also das heißt dann sind die Kinder aus dem Haus, da müssen Sie Angehörtige pfegen.

00:29:34: und weil du das sagtest mit dem Teilzeit ja dann fallen die mehr aus und so weiter.

00:29:39: ich weiß nicht ob's wirklich so ist.

00:29:40: Ich meine Erfahrung zeigt eher wenn Ich nenne es jetzt mal zehn kritischen Jahre.

00:29:51: Wenn die das schaffen, gemeinschaftlich der durchzugehen, dann haben sie eine Mitarbeiterin, die ihnen bis zum Ende loyal bleibt.

00:30:01: Also ich hatte kürzlich eine Frau, die mir gesagt hat, mein Chef hat das so cool begleitet und Verständnis aufgesucht.

00:30:12: Gemeinsam Lösungen gefunden, ich würde vor ihm auf dem Boden so ein Gerichtchen.

00:30:17: So dankbar bin ich eben und die geht ja nicht mehr.

00:30:20: Und vor allem wird er auch nicht weniger arbeiten.

00:30:23: Deswegen sage ich das ist eine Sache, die kostet aus meiner Sicht kein Geld.

00:30:30: Ich kann natürlich Kindergarten etabliert und wirklich schöne Veranstaltungen machen aber im Grunde kostet es kein Geld sondern es ist eine Frage der Haltung.

00:30:39: Ich schaffe der durch Menschlichkeit und so was wie lebensfasenorientierte Personalentwicklung.

00:30:46: Also Vereinbarkeit ist ja nicht nur Vereinbarheit, es ist sehr viel mehr!

00:30:49: Wir hatten da bei uns den Philipp Binder zu Gast und ich bin immer ganz sicher ob er die Story bei uns erzählt hat aber er hat ein Unternehmen geleitet wenn ich's richtig im Kopf habe an der Ostküste von Kanada und hat eine Frau kennengelernt, die bei ihm anfangen wollte und der war total begeistert von ihr.

00:31:07: und sie hat dann gesagt wir haben aber zwei Probleme.

00:31:10: Das erste Problem ist, ich lebe an der Westküste und die werden jetzt zielen.

00:31:13: Da gesagt ja, kein Problem das kriegen wir hin.

00:31:17: Das zweite Problem ist ich bin schwanger.

00:31:20: Auch wenn man gut lösen überlegen wir uns gemeinsam wie wir das so hinkriegen können dass du einfach so viel wie einfach sinnvoll und machbar bei uns nicht einbringen kannst.

00:31:34: Und ja, die haben das gestartet und es hat super funktioniert.

00:31:37: Sie waren beide super happy miteinander!

00:31:40: Ich glaube, das ist ein gutes Beispiel.

00:31:42: Das Thema Loyalität, was du angesprochen hast, Susanne – das ist absolut valide und erlebe ich auch selber im Unternehmen.

00:31:49: Und das Zweite, was mir jetzt gerade als du es erzählt hast in den Sinn gekommen ist und vielleicht weißt du ob darüber geforscht wird oder nicht….

00:31:59: Wir erleben ja gerade seit ein paar Jahren, spätestens seit Covid waren sie nicht turbulente Zeiten.

00:32:05: Also die Zeit in der wir so sozialisiert wurden groß geworden sind, die die achtziger neunziger Jahre in der es eigentlich keine nennenswerten Störungen gab.

00:32:13: Die sind definitiv vorbei.

00:32:14: das heißt Resilienz ist mehr gefragt denn je und ich erlebe es bei manchen Mitarbeiterinnen sich nach wie vor sehr schwer damit tun.

00:32:23: vielleicht ist das der riesen Vorteil von jungen Eltern.

00:32:27: Prima betrifft das immer noch die Mütter, aber es gibt natürlich auch ganz viele Väter, die genauso da einspringen.

00:32:33: Und sie sind ja in ihrem Privatleben Dauernstörungen ausgesetzt.

00:32:37: also da gehört hier das ständige Neujustieren zum Alltag dazu und dass er das was Unternehmen derzeit eben auch bewerkstelligen müssen und vermutlich wird uns das auch noch viel viele Jahre begleiten haben immer wieder sich neu zu erfinden neue Ausrichten neu zu orientieren.

00:32:55: Also ich glaube mittelfristig und strategisch an Vorteil sein, möglichst viele Leute reinzuholen die mit diesem Thema dauernde Störungen des Umfeldes überhaupt kein Problem haben.

00:33:05: Sondern das so als völlig normal akzeptieren.

00:33:11: Ja total guter Punkt!

00:33:13: Und das ist ja genau... Das hätte ich auch in meinen beiden Büchern so geschrieben, diese Kompetenzen die man als Eltern erlernt.

00:33:20: Auch das haben Unternehmen oft nicht auf dem Schirm, weil sie sich vielleicht nicht damit beschäftigt haben oder nie da mit den Berührungen gekommen sind und es eher so wie du's ... In der letzten Frage, die eben eher erst mal als Problem sehen.

00:33:34: Also die Probleme werden so übergesucht.

00:33:36: Die Ängste vielleicht fällt dir mir dann aus kommt überhaupt jemals wieder.

00:33:41: Wie sehr gibt mein Team darauf?

00:33:42: Weil das wird auch oft vergessen.

00:33:44: also ähnlich das Mobile auch wieder gilt auch fürs Team.

00:33:48: Wenn da jemand in Elternzeit geht, muss sich auch das Team neu ordnen.

00:33:52: Auch da ist oftmals viel zu wenig Aufmerksamkeit auf dem Team Und aber dann diesen positiven Shift hinzubekommen, das ja auch ganz viel Gutes kommt.

00:34:01: Ich sag immer es gibt die Eltern und auch hier die Mütter, die völlig in dieser Mütternrolle aufgehen und die nie wieder kommen wollen.

00:34:10: also die gibt's!

00:34:11: Aber der darf ich jetzt so ein bisschen Profiling betreiben?

00:34:14: Auch da brauche ich diesen Kontakt.

00:34:16: wie tickt denn diese Mutter?

00:34:17: oder was hat die Mutterschaft mit ihr gemacht?

00:34:20: Also es gibt da welche, die sind vorher hoch ambitioniert und dann merken sie aber ne sie wollen nicht mehr Hätte aber auch unterschiedliche Gründe, weil sie manchmal zu weit weg von der Arbeit sind.

00:34:30: Also da gibt es ganz viele Themen drumherum.

00:34:34: Aber meine Erfahrungen hätte gezeigt das sind eher wenige.

00:34:38: also die meisten erleben und da sind wir bei der Work-Life Balance ja wieder erleben schon den Job als Teil ihrer Identität der für sie wichtig ist um im Gleichgewicht zu bleiben und sind da auch bereit zu investieren.

00:34:50: Und wenn Danga die Wertschätzung vom Arbeitgeber kommt, hey ich sehe dich!

00:34:54: Ich sehe welche Kompetenzen du mitbringst und wie du sechs zur Resilienz.

00:34:58: Ihr kennt es ja auch.

00:34:59: also... Wie viele Eltern sind total froh, wenn sie dann um neun im Büro sind und erstmal ein Kaffee trinken können?

00:35:06: Da ist jetzt schon man in der Tank vorbei für viele gefühlt und den vielleicht sogar noch warm trinken kann.

00:35:13: Die sind ja unglaublich dankbar aber Natürlich auch in diesem situativen Handeln extrem gut trainiert.

00:35:20: und ich muss sagen aus meiner persönlichen Erfahrung das wäre für mich am Anfang.

00:35:26: Für jemand wo Planung und Zielstrebigkeits- und Erfolgsmodelle wird es echt schwierig mit Baby, das loszulessen also quasi alte Erfolgesmuster loszulesen und dieses neue situative Trial and Arrow Appsozip quasi zu verinnerlichen.

00:35:45: Also da bin ich völlig bei dir und also, da geht es um Wertschätzung von Mitarbeitenden in ihren Lebensfondsen?

00:35:53: Ich muss ganz offen sagen das ist für mich eine neue Perspektive über die noch gar nicht so genau nachgedacht habe.

00:36:00: Die Kompetenzen der Eltern, die auch für Unternehmen wichtig sind, wichtig sein können finde ich super interessant.

00:36:06: danke dafür.

00:36:09: Hier wird's eine kurze Geschichte bewegt hat oder über die ich viel nachgedacht habe.

00:36:14: Ich arbeite in den letzten Wochen und Monaten sehr intensiv mit einem Unternehmen zusammen, ein kleines Unternehmen – dreißigvierzig Mitarbeiter auch kein deutschsprachiges Unternehmen drum kann ich die Story vielleicht gut erzählen weil es den Podcast nicht anhören werden.

00:36:30: Und aus meiner Sicht ist der Unternehmen mit einer wirklich guten Unternehmenskultur die Mitarbeiter können sagen, was sie denken.

00:36:38: Die kriegen ganz viel Freiheit und Verantwortung.

00:36:43: Sie gehen auch um fünf nach Hause, weil sie einen Job gemacht haben und haben nicht das Gefühl, dass sie bis zu zwanzig Uhr bleiben müssen.

00:36:51: Die Führungskräfte schaffen es, ein Klima zu etablieren, wo Leute einfach motiviert sind.

00:37:01: Gibt es konkrete Beispiele?

00:37:03: mal für längere Zeit in einem anderen Land sind und vor dort ihren Job machen.

00:37:07: Also wirklich ... Und Automotive-Umfeld muss ich dazusagen, aus meiner Sicht Outstanding.

00:37:13: Jetzt hab' ich dann da mit dem Geschäftsführer gesprochen und der hat überlegt dass er eine Mitarbeiterin einstellt die wirklich sehr gut ins Profil passen würde.

00:37:22: Und dann hat er gesagt aber, ich hau jetzt noch keine Kinder!

00:37:25: Das ist natürlich schwierig... Ich habe mir zuerst gedacht das ist ja mega krasse Aussage und auf deiner Seite versteh es total weil mit einem kleinen Unternehmen, wenn ich jetzt jemand befinde und diejenige sich dann da eingearbeitet hat und noch zwei Jahre ist eben weg.

00:37:44: Aber es wird mir ganz konkret interessieren zu sagen was würdest du jetzt mit diesem Geschäftsführer besprechen?

00:37:55: Ja das stimmt!

00:37:59: Also was würde ich mit dem Geschäftsführer besprechen?

00:38:01: Das eine ist wenn ich's höre dann denke ich so oh nein Das gibt es ja immer noch und ich weiß, das gibt's immer noch.

00:38:07: Und ich will ein Personal und wie oft hätten wir im Vorgespräch genau diese Überlegungen... Oh Gott!

00:38:14: Die wird jetzt dreißig und wer weiß?

00:38:16: Vielleicht hätte die den Kinder, weil sie noch mal gesagt, schau mal, die hätten Verlobungsring am Finger.

00:38:21: Die Haie trottet bestimmt demnächst.

00:38:25: Okay also, weil im Grunde rein rechtlich darfst du dies ja nicht thematisieren.

00:38:30: Aber es ist menschlich Sorgennöte, Ängste dahinter sind.

00:38:37: Und was ich da immer sage ist ja das kann sein dass die Kinder kriegt wenn du aber jetzt einen Mann hast können es auch sein dass der Vater wird.

00:38:47: Ja die Zahlen sprechen eher dafür dass die Mutter länger in Elternzeit geht.

00:38:52: Aber inzwischen gibt's auch mehr Männer die in Eltern Zeit gehen und des nächstes Es kann auch immer jemand krank werden.

00:39:01: Es können auch jemand ins Ausland gehen, es kann auch jemand sterben.

00:39:04: also wenn wir jetzt die Horrorszenarienkiste aufmachen da fällt mir ganz viel ein und Kinder kriegen gehört für mich ehrlicherweise nicht zum Horrorscenario weil das eine Sache ist, die ich wenn ich einen guten Plan habe und gute Prozesse im Unternehmen relativ schlank durchkriegen kann.

00:39:25: Ganz ehrlich, das Leben passiert.

00:39:27: Ich weiß nie ob Mitarbeiter bleiben!

00:39:30: Also keine Ahnung denn hat jemand irgendwie so ein Extrem Sport und will dann an der Weltmeisterschaft teilnehmen?

00:39:36: Ich weiß es nicht.

00:39:37: aber das ist halt das Leben.

00:39:40: und ihr merkt ich werde da so emotional beim Eltern werden.

00:39:45: Ist es denn immer so dieses... Was ist, wenn das passiert?

00:39:50: Ja!

00:39:50: Aber es gibt ganz viele andere Cases die passieren können und da machen wir uns wenig Gedanken.

00:39:55: Und meine Erfahrung hat eben gezeigt, genau das Beispiel was du brachtest... Wenn da jemand isst wo ich's gefühlt hab also jetzt bei deinem Beispiel die will diesen Job wirklich.

00:40:08: Ich heb das Commitment mit der Wir gehen... Also vielleicht wird sie auch nicht schwanger, ja könnte auch noch sein aber wenn die schwanger wird wir gehen diesen Weg gemeinsam denn verspreche ich zu acht und neunzig Prozent kommt die zurück.

00:40:22: Und ist eben so wie die eine, wo ich erzählt habe und küsst einem sogar die Füße weil man diesen Weg gemeinsam gegangen ist.

00:40:28: also es geht ja hier um Beziehungsgestaltung und deswegen Ich würde dem Geschäftsführer sagen er soll da auf sein.

00:40:37: Also nehmen wir sich jetzt alles erzählt hab Er soll auf seinem Bauchgefühl hören und wenn er das Gefühl hat Das ist eine gute Mitarbeiter sondern soll er den nehmen.

00:40:46: Und wenn es soweit ist, also sollte es jemals so weit kommen.

00:40:50: Spätestens dann bräuchte er einen Plan wie sie gut durch eine mögliche Abwesenheit kommen aber vor allem, wie sich gut wieder zurückkommt dass es ihr hält weil das wissen wir auch die guten Mitarbeiter bei schlechter Führung Das sind die die als Erster kündigen und Es gibt ganz ganz viele Mütter Die extrem gut ausgebildet sind die dann kündigend wo sich der Wettbewerb freut.

00:41:13: Danke für die zwei Punkte die du so ein bisschen nebenbei ein Fließen hast lassen.

00:41:18: zum einen nämlich hast du gesagt, ne eine Elternzeit kann ich relativ gut planen und das stimmt.

00:41:26: Das erfahre ich ja nicht drei Tage vor dem Geburtstermin.

00:41:30: also sowohl ich als Eltern als auch das Unternehmen hat ja Zeit sich darauf vorzubereiten und es kann nicht so wenig Zeit.

00:41:39: Und man kann das ...

00:41:40: Nee!

00:41:41: Du kannst ja standardisierte Prozesse... Da begleite ich ja auch Unternehmen, auch im HR die dann oft mal sagen, Pfft, da haben wir jetzt keine Expertise.

00:41:49: Dann sage ich, macht nichts!

00:41:49: Ich heb sie und dann mache ich in einem Mini-Projekt setze ich eh mal diese Prozesse auf inklusive Tools.

00:41:55: was Sie denn brauchen?

00:41:57: also von dem Zeitpunkt wo jemand meldet?

00:41:59: Ich bin schwanger oder ich werde Vater den Fall gibt es ja auch.

00:42:03: Was ist zu tun?

00:42:03: Du brauchst im Grunde eine Checkliste du brauchst halt einen Plan Und ich glaube das ist das was viele Führungskräfte verunsichert weil sie keinen Plan nehmen.

00:42:11: Also die sehen vom Unternehmen keinen Plan bekommen.

00:42:14: Und dadurch fühlen sie sich allein gelassen, dadurch ist Angst da und dann gehen wir in Widerstand.

00:42:20: Das ist total menschlich!

00:42:21: Also

00:42:21: das fand ich extrem cool und es ist weiter was du gesagt hast.

00:42:25: Habe ich auch erst letzte Woche wieder diskutiert mit jemandem der hier bei uns zu Gast war.

00:42:29: in der Firma Im Gegensatz zu einer Schwangerschaft passieren natürlich sonst ganz viele Dinge die völlig unplanbar sind.

00:42:35: also jeder hat schon Mitarbeiter erlebt die wegen Krankheit Unfall, was auch immer plötzlich ausfallen und da habe ich keine Wochen monatelange Vorlaufzeit.

00:42:44: Und auch darauf muss ich reagieren.

00:42:45: also es gibt ja auch noch andere Ereignisse im Leben die viel... ...unvorhergesehener kommen, die nicht planen und gestalten können.

00:42:52: und sofern sollte man dem ganzen Film Thema... Also abgesehen davon dass das sowieso positiv ist zur Gesellschaft zum Leben dazugehört.

00:43:01: Auch aus planerischer unternehmerischer Sicht vielleicht mal dieses Schreckgespenst nehmen, denn ich kann das einfach gestalten.

00:43:09: So relativ straight forward

00:43:13: und gemeinsam gestalten.

00:43:15: also Ich sag auch immer es sind halt meistens Mütter die bei mir in der im Coaching und Besatung sind wenn sie diese Strukturen auch nicht gibt dem Unternehmen Also wenn wenn ich einen planlosen Chef hab der da im Problem Hypnose verfehlt dann ich kann sehr trotzdem auch drehen dass ich Mutter oder Vater quasi einen Plan vorlege.

00:43:36: also das wissen wir auch, Führungskräfte lieben ja Entscheidungsvorlagen.

00:43:42: Wenn sie sich selber nicht irgendwie Gedanken machen müssen.

00:43:44: also macht euch selber einen Plan wie hättet ihr das gerne?

00:43:48: und dann geht in Verhandlung mit eure Führungskraft wenn es eben keine standardisierten Prozesse gibt dann eben, weil ich jetzt so viel über Planung spreche.

00:43:58: Jetzt werden viele die zuhören und sagen ja mit Kind könnt ihr gar nichts mehr planen?

00:44:03: Und das stimmt!

00:44:04: Also ich weiß, du kannst nix mehr planern.

00:44:06: also bis heute funktioniert funktioniert vielleicht morgen nicht mehr und deshalb ist es eine Häubchen obendrauf auf der Planung braucht Flexibilität und dafür den guten Kontakt.

00:44:17: Also auch während der Elternzeitkurrenz Immer wieder in regelmäßigen Abständen, also wie die ausschauen.

00:44:25: Das kann man definieren und muss immer ein bisschen auf die Branche gucken.

00:44:29: Aber dass man dann eben im Kontakt ist und fragt Wie geht es dir?

00:44:33: Wie schaut's denn aus mit deinem Wiedereinstieg?

00:44:35: Manche wollen früher einsteigen, manche sagen Geht gar nicht!

00:44:38: Also ich brauche noch einen halben Jahr, weil ich könnte nicht mal auslaufen.

00:44:43: Aber diesem Plan auch anzupressen flexibel Und das soll natürlich kein Wunschkonzert werden seitens Mitarbeitenden.

00:44:50: Es ist ein ständiges Verhandeln Aber das ist es ja immer.

00:44:53: Also als Führungskraft hättest du ja immer die Rolle, die Unternehmenserre interessen und die Interessen deiner Mitarbeiter irgendwie so in Einklang zu bringen dass hinten Unternehmserfolgs rauskommt.

00:45:05: also klingt jetzt so einfach aber ihr wisst ja seit die Profis ist es nicht.

00:45:09: Du hast ja ganz viele Maßnahmen angesprochen mit denen das tatsächlich funktionieren kann und steht da voll hinter dir.

00:45:16: ich glaube das kann wirklich gut funktionieren und einen Benefit für beide Seiten bringen.

00:45:20: Jetzt berätst du und siehst ganz viele Unternehmen.

00:45:23: Und ich bin mir sicher nicht bei jedem funktioniert es auf Anhieb total gut, was sind denn so die?

00:45:27: also gibt es die Klassika?

00:45:30: Die typischen Fehler, die Unternehmen oder Führungskräfte immer wieder machen wo du sagst na ja da kann ich mich drauf verlassen fünfzig Prozent aller Unternehmen haben eigentlich ein solches Verhalten und brauchen da Coaching.

00:45:47: Also Meinst du, wenn schon Prozesse eingeführt wurden oder generell beim Thema Vereinbarkeit?

00:45:54: Generell.

00:45:55: Also generell, das hätten wir schon angesprochen, weil ich immer erlebe – immer, immer!

00:45:59: Weil es immer so ein Aha-Effekt ist und eigentlich ist es total logisch, diese Mittelfristigkeit außer Acht zu lassen.

00:46:08: Also gefühlt ist es immer der Sekt jemanden, wir werden jetzt eltern Also so diese Unendlichkeitsillusion.

00:46:21: Aber wenn ich dann sage, Moment, pass mal auf... Lässt es mal zehn Jahre sein?

00:46:28: Das ist ja schon viel, ihr habt ja auch Kinder!

00:46:31: Wo Kinder eben echt mit Kinderkrankheiten und was weiß ich, wie's da alles kommt also wo man jonglieren muss aber nach zehn Jahren sind die meisten einigermaßen selbst überlebensfähig.

00:46:45: Ich sag immer das ist so ähnlich Das ist so ein vier oder fünfjährigen inzwischen und eine zwölfjährige.

00:46:52: Und angenommen, ich würde mir jetzt am Vormittag das Bein brechen und müsste ins Krankenhaus.

00:46:58: Und ich würde da in der Schule anrufen und würde halt meiner ältesten sagen, du bist im Krankenhaus?

00:47:03: Keine Ahnung muss bis heute Abend durchhalten, bis der Papa kommt!

00:47:06: Die würde das hinkriegen.

00:47:08: Weshalb mein Fünf-Jähriger im Kindergang natürlich nicht hinkommt.

00:47:12: Also werder müsste ja auch erst mal abgeholt werden, der kann sich nichts selber zu essen machen... Ihr versteht, wer sich meine.

00:47:20: Diese Abrufbarkeit wird ja zunehmend weniger und das erste, dass Unternehmen kapieren dürfen ist eine Phase im Leben.

00:47:30: Und die geht vorbei!

00:47:32: Die darf man halt gemeinsam bestreiten.

00:47:35: Den nächsten Fehler haben wir auch schon ein Stück weit besprochen, dass sie immer denken, also gerade bei den Kleineren, auch bei den Mittelständischen sagen viele immer so für Einbarkeit haben wir kein Geld.

00:47:46: Das verstehe ich auch.

00:47:47: Natürlich hat ja immer keiner Geld, aber das kostet in der Regel gar nicht so viel Geld.

00:47:53: Meistens kostet es nämlich gar kein Geld, weil zum einen muss ich es halt in die Führungsaufgänger beintegrieren.

00:48:01: Es ist jetzt ein einfacher Satz und natürlich ist er komplexer, weil es immer Kulturarbeit bedeutet.

00:48:07: Aber ich brauche natürlich nicht den Betriebskindergarten und ich brauch da auch keine riesen, kostspieligen Veranstaltungen.

00:48:15: Also man kann Mütternetzwerke etablieren, Väternetzwerke, ich kann Mentoring-Programme aufsetzen.

00:48:22: Ich kann eben durch so einen schlanken Prozess wenn ich da einfach mal Euros in die Hand nehme und diese HR-Prozesse immer sauber aufsetzt.

00:48:31: oder wo kann ich das Thema Sichtbanger machen?

00:48:34: Aber alleine, ich sage immer schon eben nehmen wir dieses Beispiel.

00:48:37: Was kostet eine Mutter die nicht zurückkommt über fünfzig Prozent ihres Prototyaris gereizt?

00:48:42: Ganz ehrlich, da kann ich mir ganz schön viel einkaufen für dieses Einigereint.

00:48:47: also das heißt der empfiehle so diesen Glaubenssitz vereinbarkeit würde ganz viel Geld kosten.

00:48:52: Nee Vereinbarkeit ist einfach nur.

00:48:54: Ich muss einen Auftrag mal an die Führungskräfte geben.

00:48:57: Also das werden jetzt mehr so die zwei Klassiker, die ich erlebe.

00:49:01: Ja, auf jeden Fall.

00:49:04: Super spannend!

00:49:06: Liebe Susanne jetzt würde ich gerne ein bisschen Themenschwenk machen und noch kurz wirklich über dich sprechen.

00:49:15: Und wir haben im Vorgespräch schon gesagt die Frage nach deinem persönlichen Leadership-Steal das ist rausgekriegt Die kann jetzt vielleicht weniger in die Richtung Führungskraft gehen.

00:49:26: damit ist für mich eher die Frage was ist dir denn wirklich wichtig in der Zusammenarbeit mit Menschen?

00:49:35: Ja.

00:49:36: Also für mich ist es, wenn man sich jetzt als Leadership-Style bezeichnen würde – ich würde es unter dem Begriff richtungsweisend nehmen – weil ich glaube dass der ganz viel drinsteckt für mich was in Führung wichtig ist das ist zum einen dieses große Wort Vertrauen.

00:49:56: also ich glaube ohne so ein Grundvertrauen wird's einfach schwierig.

00:50:05: Vertrauen ist für mich Klarheit.

00:50:07: Also, Klarheitschaft vertrauen sagen wir in den Workshops immer also eine klare Kommunikation aber auch eine klaren Haltung der Integriertät.

00:50:17: und das vierte isst für mich wirklich bei Führung Sicherheit.

00:50:22: Also da glaube ich nach wie vor auch wenn ich jemand bin oder wenn ich jetzt überlege hat Führungen von meinem Familienunternehmen ja von Kindern.

00:50:30: es ist so dass und deshalb habe ich gelernt über die Kinder Wir als Menschen ja ständig zwischen Autonomie und Sicherheit schwenken.

00:50:40: Und das heißt, einerseits wollen wir selbst agieren, wir wollen selbstwirksam sein eben da unseren Sinn finden.

00:50:48: Wir wollen uns ausprobieren!

00:50:49: Wir müssen selber Fehler machen und gleichzeitig – und das kennt man bei kleinen Kindern und auch in der Pubertät ist es ja wieder so braucht man aber diese Sicherheit und ein Stück weit halt auch diese Leitplanken zu geben.

00:51:02: Und das ist das, was für mich gute Führung ausmacht also dein gutes Gespür zu haben wo brauchen meine Mitarbeitenden Sicherheit?

00:51:11: Wo muss ich echt Grenzen aussetzen?

00:51:13: klar setzen eben Klarheitschaft vertrauen wiederum.

00:51:16: Also da weiß ich dann wo bewege ich mich und in welchem Korridor können sie sich wirklich auch frei bewegen und entfalten.

00:51:24: Also deswegen für mich so der übergeordnete Begriff wäre richtungsweisend.

00:51:29: Super spannend, weil was du jetzt erzählt hast.

00:51:31: das gilt ebenso toll sowohl für die Familie als auch für dieses Unternehmen als Führungskraft.

00:51:36: Ich muss gewisse Grenzen aufstellen, gewisse Regeln definieren und ich muss innerhalb dieser Mussichfreiheit geben.

00:51:44: Klarheit ist enorm super und jeder der Kinder hat weiß Kinder Testen, Grenzen, gnadenlos aus.

00:51:50: Die sind unfassbar gut darin und unsere Tochter ist ein Paradebeispiel dafür wie man immer wieder versucht die Grenze zu verschieben und wir sind immer wieder gefordert für Klarheit zu sorgen.

00:52:01: also Super Training was ich hoffentlich auch am Job irgendwie anwenden kann.

00:52:05: Das stimmt!

00:52:08: Genau deswegen sage ich auch mal Eltern da auch ganz viel Führungskompetenz was sie damit bringen... Aus ihrem Entwicklungsfeld.

00:52:17: Familie.

00:52:19: Liebe Susanne, wir sind gestartet und haben ein bisschen darüber gesprochen.

00:52:24: Was wollen wir eigentlich hier bei In Control machen?

00:52:26: Und Peter und ich haben diesen Podcast ins Leben gerufen weil wir gelernt haben dass wir auch durch das Beobachten von anderen Menschen, von anderen Führungskräften wahnsinnig viel lernen und das setzt sich hier in dem Podcast fort dadurch dass wir Menschen zuhören die zur Wort kommen lassen über Themen die sie bewegen indem sie Spezialisten sind sowie Dus bis in deinem Thema.

00:52:51: Aber eben auch darüber, indem Sie eigene Erfahrungen weitergeben.

00:52:55: und das ist was, was glaube ich ganz wertvoll ist, was man aus Lehrbüchern nicht hören und lesen kann.

00:53:01: Und zum Schluss versuchen wir unsere Gäste immer zu motivieren zwei ganz besondere Erfahrungen weiterhin zu reichen und manchmal kommen auch ganz coole Stories daraus.

00:53:12: und heute ist die Ehre wieder an mir nach deinem Biggest Fail zu fragen.

00:53:18: Und der Biggest Fail hat immer zwei Hintergründe, zum einen kann man aus Fehlern viel lernen und zum anderen gibt es immer auch Geschichten die sich einfach cool erzählen lassen.

00:53:29: Gibt's das in deiner Karriere?

00:53:30: Susanne

00:53:30: Dietz

00:53:31: als Führungskraft... Was hast du richtig verbockt?

00:53:36: Wo fasst du dir heute noch an den Kopf?

00:53:43: Als Führungsgesäfte!

00:53:45: Ja, also wirklich noch als ich im Unternehmen war, würde ich sagen... Ich wäre ja damals relativ jung.

00:53:52: Ich wär ja unter dreißig.

00:53:54: Als ich das erste Mal Führung hätte.

00:53:56: Also ich hättet immer die Ausbildungsleitung und die Weiterbildung.

00:53:59: Also, ich hatte ganz unterschiedlichste fachliche und dann direkte Führungs-Ebenen.

00:54:05: Und also ganz platt gesprochen, was dieses... Wie soll ich es sagen?

00:54:14: Das habe ich das hinterher gemerkt, die sich nach außen zu suggerieren.

00:54:21: Dass ich alles im Griff hab.

00:54:23: Dass Ich das perfekt hinbekommen.

00:54:25: Dass es total gut läuft.

00:54:27: Also da will ich rückblickend eben sagen dass ich das anders machen würde weil und das ist der Fail den mir das Leben sozusagen geschenkt hat was ich schon angesprochen hätte bei der ersten Tochter Weil ich den Glaubenssitz hatte Irgendwie geht es immer.

00:54:45: Also du musst dich nur genügend anstrengen und irgendwie geht's denn schon!

00:54:50: Und durch das quasi, durch dieses auf dem Boden der Tatsachen gebracht werden in diesen Modus des Überlebens – und ich jetzt ja schon erwähnt nach sieben Wochen hätte ich dann diese Wochenbend-Dipsession, die mich völlig zerblöselt hat in allen Dimensionen – habe ich aber gemerkt Ich hab Grenzen Und diese Grenzen auch eben als Führungskraft zu kennen und zu kommunizieren, also auch an mein Umfeld.

00:55:16: Und eben ich es Führungskraft muss auch da nicht perfekt sein.

00:55:20: Auch ich bin da sehr brechlich!

00:55:22: Und das werde ich dann immer rückblickend nachdem ich das alles so für mich aufgearbeitet habe gemerkt hab – auch das hätte ich damals schon stärker einfach zeigen dürfen.

00:55:31: Es hätte mich aber auch menschlicher gemacht.

00:55:33: Also das hat mir damals glaube ich gefehlt.

00:55:37: Also ich will jetzt auch nicht sagen, dass sich der eiskalte Engel da drin wird.

00:55:42: Das glaube ich nicht!

00:55:43: Ich hätte schon eine gute Beziehung.

00:55:44: Aber ich wollte halt immer perfekt sein.

00:55:47: Das wäre so der Fail.

00:55:49: Ich finde einen interessanten Fail weil es ist.

00:55:51: nach außen scheinen aber mir das selbst immer einreden.

00:55:56: Das passt schon und die kriegt es hin.

00:55:58: Sie hat genau wieder beim Thema Verletzlichkeit zu zeigen und auszusprechen.

00:56:04: wenn man das Gefühl hat... Das kriege ich nicht mehr hin.

00:56:07: Und das kann man als Führungskraft machen, aber ich glaube diesen Feld enttragen sehr viele Führungskräfte mit sich nach wie vor

00:56:12: herum.".

00:56:15: Ja oder Hilfe holen!

00:56:17: Also das ist ja auch so... Ich habe auch gemerkt, dass wird dann schon in meinem Trainer-Danger sein.

00:56:22: Meine Trainings wurden ab einem Punkt noch mal sehr viel besser, als ich entschieden hab, also das klingt zu banal.

00:56:30: Aber bei mir bewusst war ich, ich muss nicht alles wissen Ich muss nicht auf alle Fragen antworten haben.

00:56:38: Und als ich das für mich klar hätte, wurden meine Trainings, glaube ich noch mal so viel besser weil ich mit einer Entspanntheit da rein bin und ich sage bei jedem Training vorher, ich gebe hier all meine Energie rein!

00:56:49: Ich gebe all mein Wissen rein und ihr könnt euch aber sicher sein wenn ich irgendwas nicht weiß dann sag' ich's

00:56:54: euch!".

00:56:55: Und ich will noch nie bisher jetzt an dem Punkt Weil ich glaube, ich dadurch auch sehr viel Nähe geschaffen habe von Anfang an zu meinen Teilnehmern und Teilnehmerinnen.

00:57:04: Aber für mich wurde es auch einfacher zu sagen Ich muss nicht alles wissen.

00:57:09: Genau das macht mich vielleicht auch zu einem Experten, zu einer Expertin in dem Thema weil ich weiß wo meine Grenzen sind Auch meine fachlichen Grenzen.

00:57:19: Super!

00:57:19: Liebe Susanne Kommen wir zum Abschluss.

00:57:23: nach dem Fail Wollt man natürlich auch noch wissen Was gibt es als Biggest Success?

00:57:30: Worauf bist du stolz, was ist dir besonders gut gelungen, liebe Susanne.

00:57:36: Also Erfolge gibt sehr viele und wir Menschen oder ich würde jetzt mal für mich sprechen... Ich habe ja schon die Tendenz, die teilweise auch zu übersehen also hätte ich erst kürzlich ein Gespräch.

00:57:47: man muss sie wirklich feiern!

00:57:49: Das heißt ich versuche vor allem auch die kleinen Erfolgen zu feiern und ich merke auch dass das zunehmend besser gelingt wenn man so drauf schaut.

00:57:57: Aber wenn ich jetzt zu zwei Erfolge sehen würde und das klingt sowieso ein Teebeutelspruch, aber das ist schon so.

00:58:06: Das Westig stärksten getroffen hat können wirklich mit dein größtes Geschenk werden.

00:58:11: also wo ich wirklich aus Stolz drauf bin und was ein großer Erfolgsfaktor bange dass sich mich aus dieser Zeit mit dieser Krankheit der sich mir wieder raus geschaufelt habe und dass ich für mich alle Lebensbereiche immer angefasst hab und hinterfragt hab, was passt zu mir?

00:58:30: Und wer will ich sein oder wie will ich mein Leben führen usw.

00:58:33: und sofort.

00:58:35: Wenn wir es jetzt aber aufs Thema Führung nehmen, hätte ich einen so ganz emotionalen Moment, das wäre ganz am Anfang mit den Azubis.

00:58:44: Den würde ich gerne noch erzählen weil ich das Gefühl hätte... Man darf auch jungen Menschen schon so sehr vertrauen, was sie den brauchen und wollen.

00:58:54: Also ich habe damals einen Auswahlverfondern immer geleitet für die Azubi-Stellen und da gibt es im kaufmännischen Bereich, im Stellen- und im Lager.

00:59:02: Und im Kaufmännische Bereich wenns oftmals eben mit Abitur oder mittleren Treife und dem Lager bei manch mehr Mittelschule oder mittlere Treife.

00:59:13: So!

00:59:13: Und dann hätte ich eben ein Bewerber der hätte ... letztlich aufs Lager beworben.

00:59:19: Und alle mussten einen Test durchlaufen, das wäre so ein Test für Allgemeinwissen zum Schriftlichen.

00:59:25: Das war Mathe-Deutsch und ein bisschen gesellschaftliches Wissen.

00:59:30: Damit ich so ein bisschen Gefühl bekommen, wo stehen die?

00:59:34: Weil Noten finde ich immer schon etwas schwierig der junge Menschen zu beurteilen.

00:59:38: So, und dann hat der junge Mann aus der Mittelschule sich aufs Lager beworben.

00:59:43: Hätte er mir diesen Test mit null Fehlern abgegeben?

00:59:46: Das hätte bis dato niemand geschafft!

00:59:49: Niemand, niemand, niemand!

00:59:50: Also nicht mal im Ansatz.

00:59:52: Und der wär extrem eloquent, der wär krassismatisch... also das war einfach ein cooler Typ.

00:59:58: Ich bin bei meinem Chef gesprochen und hab gesagt, jetzt hätt' er sich ja auf's Lager geworben aber ich hätte den total gerne im kaufmännischen Bereich, der wär perfekter für.

01:00:09: Aber wie immer gesagt, die brauchen eine Realschule und dann meint er so macht nix.

01:00:12: wir bieten das dem an bin ich zu ihm hin, habe ein Gespräch mit ihm geführt, ihm das angeboten.

01:00:17: Und dann schaut er mich so an und sagt, es ist total nett aber ich möchte trotzdem ins Lager.

01:00:25: Ich hab da einen Praktikum gemacht und ich mag die Leute dort, ich mag dort wie's der so riecht und die ganze Stimmung.

01:00:32: Könnte ich denn vielleicht ins Lager bei Ihnen?

01:00:35: Ich dachte ja, ich habe ihm das größte Weihnachtsgeschenk überhaupt gemacht.

01:00:39: Dann machen wir es halt so, dass er einen Vertrag fürs Lager hat und dann sagt er so ... Ja, lassen Sie uns gleich noch mal runtergehen!

01:00:45: Ich würde das gerne mir

01:00:46: anschauen.".

01:00:47: Und dann mache ich diese Tür damals auf und werde in einem Hosenanzieg zugeschniekelt und mit seinen Sechzehn.

01:00:54: Der geht da rein und ich merke wie die Seele von ihm aufgeht und die Sichtzüge ganz weich werden Und ich wusste erst total richtig am Platz.

01:01:04: Ich war aber irgendwie der falsche und das war halt so.

01:01:08: mein größter Erfolg in dem Sinn, weil ich gemerkt habe, ich hab vor Annahmen loslassen können.

01:01:16: Weil ich dachte es wäre jetzt so das Richtige für ihn und er wusste aber genau was er will und das ist ein Stück weit loslassen und ihn da laufen zu lassen.

01:01:26: Der hätte auch seinen Weg gemacht, also der hat dort Führungsklausiöse gemacht und der wusste von Anfang an wo er richtig ist.

01:01:32: Und deswegen lange Geschichte aber für mich so das als Führungskraft wirklich auch eigene Konstrukte loszulassen und Mitarbeiter dann auch laufen zu lassen.

01:01:43: Also sie mehr des sein zu lassen was sie wirklich sind.

01:01:48: Sehr sehr cool!

01:01:50: Wir sind gestartet mit der Bemerkung vom Peter dass wir hier Drei Personen mit jeweils drei Kindern haben.

01:01:58: das Thema Kinder hat uns jetzt die letzte Stunde begleitet und du schließt es ab, mit einer Geschichte über junge Menschen.

01:02:05: Die die uns im Unternehmen ja ganz wichtig sind weil sie eben die nächste Generation darstellen was sie am Anfang ihres Weges stehen und man das begleitet uns als Eltern Kinder ins Leben zu entlassen und dann junge Personen in so Unternehmen zu bringen empfinde ich genauso als ein ganz großes Geschenk und schön, dass du da diese Story mit uns geteilt hast.

01:02:27: Susanne vielen, vielen Dank, dass der Bayern so ist!

01:02:29: Das war ein cooles Gespräch mit dir.

01:02:32: Vielen Dank, Susanne.

01:02:33: Ich danke euch.

01:02:34: Ich habe mir total viel Freude gemacht Danke.

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