17 | Ohne Fassaden, ohne Rollen - Warum echte Führung bei dir selbst beginnt

Shownotes

In dieser Folge von IN CONTROL – der Leadership Podcast sprechen Torsten Philipp und Peter Drage mit Martin Gumpold, Coach, Trainer und Wegbegleiter für Menschen und Organisationen, die wachsen wollen. Martin hat selbst einen spannenden Weg hinter sich: Vom leistungsorientierten Sport hin zu einem Leben, in dem Selbstführung, Achtsamkeit und der bewusste Umgang mit Menschen im Mittelpunkt stehen. Ein Gespräch darüber, warum Veränderung nicht immer laut sein muss – und warum es manchmal darum geht, bei sich selbst anzukommen.

Wir sprechen über typische Herausforderungen von Führungskräften, den Umgang mit Konflikten und die Frage, warum schnelle Lösungen oft nicht die besten sind. Martin gibt Einblicke in seine Arbeit mit Gruppen und zeigt, warum echte Entwicklung nur dann möglich ist, wenn wir bereit sind, uns selbst ehrlich zu begegnen.

Ein zentraler Gedanke dieser Episode: 👉 Gute Führung entsteht nicht durch perfekte Antworten, sondern durch Präsenz, Klarheit und den Mut, auch Unsicherheit auszuhalten.

Die Episode verbindet persönliche Geschichten, praktische Erfahrungen und klare Impulse für alle, die Leadership nicht nur als Rolle, sondern als Haltung verstehen.

💡 Themen dieser Folge:

  • Selbstführung als Basis von Leadership
  • Vom Leistungssport zur persönlichen Entwicklung
  • Umgang mit Konflikten und schwierigen Situationen
  • Warum nicht jede Herausforderung sofort eine Lösung braucht
  • Positive Mindset und innere Klarheit
  • Führung „klar, aber mit Herz“

Mehr zu den Hosts: Peter Drage: https://www.linkedin.com/in/peter-drage-unternehmens-transformer/

Torsten Philipp: https://www.linkedin.com/in/torsten-philipp-0a2336137/

Peters Business – die MD Strategy GmbH: Strategie, Business Development, M&A advisory: https://www.md-strategy-group.com

DANKE and alle Supporter:

Logo & Graphics: Jean-Paul Frijns https://linktr.ee/jeanpaulfrijns

Schnitt: Charly Glawischnig https://charlyglawischnig.com

Jingle: Samuel Reissen https://www.instagram.com/sam_rszn/

Transkript anzeigen

00:00:00: Aus meiner Sicht ist Verletzlichkeit absolut keine Schwäche, sondern es ist die Stärke dass ich mich wenn's mir mal nicht gut geht oder ich Unsicherheitsspüre mit net verstecken muss.

00:00:14: Ich bleib da!

00:00:15: Ich bleibe bei euch, ich bleib in Verbindung mit meinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern auch wenn ich selber gerade Unsicherheit spüre Und vielleicht sogar noch verbalisieren kann.

00:00:26: Männer und Frauen, ich brauche euch mehr denn je jetzt.

00:00:33: Herzlich willkommen bei Inkontrol, dem Leadership Podcast.

00:00:36: Mein Name ist Thorsten Philipp.

00:00:38: Hallo und mein Name ist Peter Trage.

00:00:40: Herzlich Willkommen!

00:00:42: Servus Torsten.

00:00:43: ich freue mich sehr dass wir uns wieder mal sehen.

00:00:44: Ist jetzt echt schon eine Zeit her stimmt's?

00:00:46: Servus Peter es ist derzeit her.

00:00:49: Sehr cool dich zu sehen.

00:00:50: wir haben... also ich glaube es fühlt sich immer wieder länger an als es tatsächlich ist aber wir haben die letzten zwei drei Wochen einfach nicht geschafft irgendwas aufzunehmen und im Vorgespräch habe ich schon gesagt mir hat es ein bisschen gefehlt.

00:01:03: Also ich schätze das ja enorm.

00:01:05: Ich freue mich eh immer, dich zu sehen aber ich schätz es auch enorm uns hier in dem Format auszutauschen und... ist sich einfach nicht ausgegangen.

00:01:12: Extrem cool dass wir uns wieder treffen!

00:01:14: Und ich könnte mich jetzt ja wieder beschweren, dass es an dir liegt weil du nie Zeit hast und ständig Snowboard'n bist und du warst wirklich Snowboard oder?

00:01:20: Ja, ich war tatsächlich Snowboard'.

00:01:22: Du warst

00:01:22: nicht nur Snowboard', du bist ein Rennen gefahren.

00:01:24: Ja richtig, ja richtig.

00:01:26: Wir haben jetzt den dreißigsten April wo man das aufnehmen April, wenn ich mich richtig erinnere.

00:01:32: Samstag am Adelberg noch beim Snowboard Event teilgenommen und das haben wir eh kurz mit der Sarah Schalk von Sintbad Mentoring für Jugendliche in einer Folge besprochen.

00:01:44: Ich habe da eine kleine Fund-Racing-Campaign gemacht.

00:01:47: Sintbard Graats geht aus Weißerausch Racing for a Future und es war extrem cool.

00:01:52: also als Dweiler Hinsicht war's cool weil uns ist es tatsächlich gelungen etliche Unternehmen und auch etliche Privatpersonen da als Spender zu gewinnen.

00:02:04: Und da ist echt der stattliche Summe zusammengekommen, also vielen, vielen Dank auch noch einmal von dieser Seite!

00:02:11: Das war aber für mich persönlich natürlich als Snowboarder und Racer ein voll cooles Event – und ich bin zweiter geworden.

00:02:19: Bester Österreicher, bin ich mega stolz drauf Und es ist gleich so ein bisschen eine Ego-Lektion, weil der erste, ein Belgier, der war so unfassbar schnell.

00:02:29: Der hat mich so richtig abkenkt und zwischendurch einmal ganz gut zu erkennen dass selbst wenn man sein alleraller Bestes gibt das heute Leute gibt die einfach noch viel besser sind.

00:02:39: Das war ja eine interessante Lektion für mich.

00:02:42: Aber vielleicht sehen die

00:02:43: Profi ausgerechnet gegen einen Belgier von dir?

00:02:47: Ja ich

00:02:47: weiß, die haben eigentlich keine Berge aber die kennen zum Teil richtig gut.

00:02:50: Snowboard vor uns am Tiptopfit.

00:02:52: Aber ja, es soll ja nicht Thema für heute sein.

00:02:55: Aber ist glaube ich eine ganz gute Einleitung über Leutung hinsichtlich unseres Gastes heute.

00:03:03: Weil da werden wir auch zumindest am Anfang ein bisschen über Sport sprechen.

00:03:08: Thorsten, hilf uns!

00:03:09: Wenn haben wir denn heute bei uns?

00:03:13: Genau und ich kann mich gar nicht so richtig erinnern ob wir das geplant haben.

00:03:17: aber was ist tatsächlich so passiert?

00:03:18: dass wir relativ viel Sport Content auch einfließen lassen Ende den Podcasts, also wir hatten ja schon Profisportler hier und eigentlich reden wir auch ständig über Sport.

00:03:29: Und irgendwie scheint es schon ein Thema zu sein für Leute die so einen Bereich Performance unterwegs sind das Sport ganz wichtigen Bestandteil ausmacht und ich glaube auch dass das in das Thema Führung enorm gut reinpasst.

00:03:47: Da ist uns jemand über den Weg gelaufen der das eben verbindet und der diese beiden Welten wirklich ganz gut zusammenbringen kann.

00:03:55: Der uns aber auch helfen muss, ein bisschen seinen Lebenslauf zu sortieren, denn da habe ich mir Mühe gegeben das rauszubekommen was er wirklich gemacht hat.

00:04:02: Er ist so wahnsinnig vielfältig.

00:04:03: Ich glaube, er hat mal den Forstbetrieb gearbeitet dann hat er in der Pädagogik gearbeitet, ist dann wirklich ins Coaching gegangen und das ist für uns ja eben auch ganz spannend weil die Coaches natürlich ganz ganz viel sehen nicht nur die eine Karriere sondern viele ist eben auch ein ganz wichtiger Bestandteil von ihm.

00:04:24: Und wir haben den Martin Gumpolt heute bei uns, herzlich willkommen!

00:04:27: Schön, dass du bei uns bist, Martin.

00:04:31: Herzlich Willkommen!

00:04:32: Danke vielmals für die Einladung lieber Thorsten, danke lieber Peter.

00:04:36: Es ist mir wirklich eine Ehre bei euch zu sein.

00:04:40: Ich habe die Einladungen sehr gerne angenommen von Peter und wie man damals telefoniert hat und er die Idee gehabt hat und mich gefragt hat, ob ich mir das vorstellen kann Habe ich kurz atmen müssen, weil die Unsicherheit anklopft hat und gleichzeitig ist mir der Zitat eingefallen.

00:04:58: So mache was zum ersten Mal oder wenn du was zum Ersten mal machen wirst dann geräumt in die Angst und probier es aus und das habe ich mir einfach da vorgenommen in dem Moment und das war einfach eine richtig gute Entscheidung und ich freue mich total dass ich heute bin.

00:05:11: vielen Dank für diese Einladung.

00:05:12: nochmal!

00:05:13: Ja, super cool dass du bei uns bist Martin.

00:05:17: Du hast ja die Einladung der Kleine mit einem Zitat angenommen von der Pipi Langstompf und du hast uns vorhin schon gesagt das das Zitat bei dir hinten am Flipchart steht.

00:05:29: bitte sag es uns schnell.

00:05:33: Ich sage euch kurz genau.

00:05:36: Das habe ich vorher noch nie versucht also bin ich mir völlig sicher dass ich es schaffe.

00:05:41: Ja, geil.

00:05:43: Sehr cooler Einstieg!

00:05:45: Perfekt.

00:05:45: so sind wir auch in diesen Podcast gegangen.

00:05:48: Wir hatten keine Ahnung, waren uns aber sicher dass wir das können?

00:05:51: Das denke ich mir, das kann ich mal vorstellen.

00:05:53: Aber der Beta sowie im Beta in Erinnerung haben und da jetzt aus den letzten Jahre wo man wieder mehr Kontakt haben kennt ist es durchaus ein Leitsatz der ihn antreibt.

00:06:04: Richtig,

00:06:05: sehr cool.

00:06:07: Martin sortier uns ein bisschen deinen Lebenslauf stelle ich mal vor sehr du bist, wo du herkommst was dich umtreibt.

00:06:15: Und ich habe es versucht und bin

00:06:16: geschaltet.".

00:06:17: Du bist geschaltet!

00:06:19: Das ist interessante Information für mich, Thorsten.

00:06:22: Danke.

00:06:23: Also... Ich bin siebenvierzig Jahre, bin verheiratet.

00:06:29: Ich komme ursprünglich aus der Obersteiermark aus Mariazell.

00:06:33: Ich bin ein richtiges Landei.

00:06:35: Bin zwischen Bauernhof Wald-und Wiese aufgewachsen und lebe jetzt in der Nähe von Wiener Neustadt mit meiner Frau.

00:06:43: Mir hat die Liebe da her verschlagen, bin aber wieder richtig am Land gelandet, hab wieder einen Bauernhof als Nachbar.

00:06:51: also ich bin da irgendwie schaut's aus mit der Natur und dem Landleben sehr verwurzelt.

00:06:57: vielleicht so was macht mich auch aus?

00:07:01: Ich bin ein sehr bewegungsfreudiger Mensch.

00:07:03: das war immer schon ganz für unterschiedliche Sportarten gemacht Fussball über Skifahren, Snowboardfahren bin dann irgendwann beim Skateboardfahren gelandet.

00:07:16: Das war so das erste Sportort, wo ich mich richtig vertieft hab und das war in meiner Jugendzeit.

00:07:23: Und irgendwann habe die Autorsportorten entdeckt.

00:07:26: Das waren wirklich ein starker Game-Changer in meinem Leben weil da ist der Skater plötzlich auftaucht.

00:07:34: ganz die Anfänge hat Peter damals mitbekommen Praktisch bis heute begleitet und ich glaube die Bewegung und die Freude am Sport, wie wir nach wie vor begleiten.

00:07:45: Das ist ein essentieller Bestandteil von mir.

00:07:48: Genauso wie die Naturverbundenheit.

00:07:49: Also die habe ich von meinem Opa mitgekriegt, mit dem, wo ich filmen wollte beim Holzarbeiten auf der Jagd.

00:07:55: Und diese Naturverbundheit, die ist man auch nach wie vorher geblieben, das ist man sehr wichtig weil mit des Totalerdeuts an meinem sehr Kopflastigen, geistigen, kognitiven Job ist es für mich durchaus wichtig dass ich mir meinen Waldboden lege und die mir richtig runter reguliere.

00:08:14: Das brauche ich zwischendurch immer wieder einmal.

00:08:17: Und da habe ja – das ist vielleicht auch spannend gleich in Richtung meinem Job Da habe ich eine Qualität entwickelt gemeinsam mit meiner Opa Die man heute im meinem Beruf unglaublich wertvoll ist und zwar ist es dieses Beobachten und Wahrnehmen.

00:08:33: Also, wenn es sich vorstellt, ich bin als kleiner Buhr mit meinem Opa mit sechs Jahren angefangen.

00:08:40: Sieben-Aucht war so die Hochphase, wo ich mit dem Opa auf der Jagd war und dann bin ich da gesessen als kleiner Buhr, der voll bewegungsfreudig war.

00:08:49: aber wir sind drei Stunden am Hochsitz gestanden und haben nur gerade ausgeschaut auf die Wiesen oder auf den Schlag ob nicht irgendwo ein Reh oder hier schon ein Gams herauskommt

00:08:59: Und

00:09:00: da war ich unglaublich fokussiert.

00:09:02: also das Das hat mich fasziniert und ich habe meinen Opa beobachtet, er hat immer gerade ausgeschaut.

00:09:07: Hier war wieder gerade aus geschaut!

00:09:09: Und das war für mich schon etwas wo ich diese Qualität des Beobachtens, des Wahrnehmens gelernt hab'n.

00:09:15: Und das hilft mir heid wenn ich im Coaching bin, im Einzelsetting aber auch in der Arbeit mit Gruppen dass ich Atmosphärenstimmungen Emotionen sehr schnell wahrnehme einfach weil denn dieses Sinne so geschärft hab Und da wachsam bin, was da gerade im Raum ist und was da passiert.

00:09:35: Genau!

00:09:36: Ja ich bin dann in die Försterschule gegangen, hab dann nach der Försterschuhe Bundesheerklasse, aber dann in einem Forstbetrieb gearbeitet, eine halbe Jahre und habe meine erste Führungs-Erfahrung gemacht.

00:09:49: Kommen wir vielleicht später noch zurück?

00:09:52: Das würde jetzt am Anfang ein bisschen zu viel sein um mich vorzustellen.

00:09:55: Aber das war auch eine sehr spannende Erfahrung für mich bin dann nach Graz gegangen zum Studieren und beim Studium haben wir uns kennengelernt, Beta.

00:10:09: Ich habe drei Semester auf der Fachhochschule gemeinsam mit Beta verbracht und hab die vielleicht beste Entscheidung meines Lebens getroffen nämlich dass ich in Beta zurückgelauße und ins Sportstudium wechseln.

00:10:23: Und damals fragte mich nicht was mich geritten hat aber diese Entscheidung getroffen.

00:10:30: es hat ganz viel dagegen gesprochen.

00:10:32: Ich habe es trotzdem gemacht und bin dann im Sportstudium gelandet, das mir wirklich geprägt hat.

00:10:40: Vielleicht noch so zu den Stärken.

00:10:42: zu mir?

00:10:45: Ich glaube ich bin sehr gut in Selbstregulationen, in sozialer Intelligenz und tatsächlich habe für mich die Vorsicht als Stärke entdeckt.

00:10:55: Es war eine lange Irritierung für mich.

00:10:57: Ich hätte gern Dapferkeit gehabt oder wäre gerne mutig So Mut oder so, als hätte ich es stärker gerne so vor mich hingestellt.

00:11:04: Und gleichzeitig habe ich irgendwann über das Reflektieren auch erkannt wie wertvoll die Vorsicht in meinem Leben war weil sie hat mir glaube ich zwanzig Jahre lang von Klettern gesund handbracht.

00:11:15: Weil das Kletterndoch was war, was ich sehr intensiv betrieben hab und sehr abenteuerlustig war.

00:11:21: Und gerade die Vorsichklaufe war das dass man wirklich mehr oder weniger immer gesund Hand braucht hat von den großen Abenteuren in den Bergen Vielleicht sind wir genauso als Schwächen.

00:11:36: Wenn ich so auf die Schwächen schaue, dann ist es gerade so, wenn ich im Umgang mit Stress habe noch tatsächlich einige Entwicklungspotenzialen, da reagiere ich nicht immer so wie es gerne im Nachhinein gemacht hat.

00:11:55: Ich hab wenn ich unsicher bin... immer schwer Entscheidungen zu treffen.

00:12:03: Da mache ich mir den extra Vorstritt, dass sie wirklich die klare Entscheidung trifft.

00:12:08: Das ist eine Herausforderung für mich.

00:12:11: Ich bin immer noch im Thema Angstvermeidung immer wieder drinnen und genau das Gegenteil, was ich jetzt mach wenn ich die Einladung zum Podcast kriege, die ich noch nie gemacht habe.

00:12:20: Wo ich reingehe passiert es mal immer wieder noch, dass ich Angst vermeide,

00:12:23: d.h.,

00:12:23: dass ich so herumschiff und gekonnt ausweiche Und dann meine Genauigkeit schlagt mir auch meinen Perfektionismus über.

00:12:30: Also das sind so Themen, an die Kifli noch und die Begleitung noch aber tatsächlich habe ich das Gefühl, ich werde besser.

00:12:39: Genau!

00:12:40: Und so vielleicht vom Charakter... Ich weiß jetzt gar nicht ob man im Podcast Fragen stellen darf als Gast, aber...

00:12:47: Du darfst definitiv Fragen stellen.

00:12:51: Würdest du den Traum

00:12:52: fettern?

00:12:54: Wir müssen nicht antworten.

00:12:57: Vielleicht darf ich das auch, wenn wir es haben.

00:13:00: Peter, kannst du daraus dazu, dass du mich in den zwei, drei Sätzen vom Charakter her beschreibst?

00:13:09: Würdest du dir das zutrauen?

00:13:11: Ich traue mir zu mit sehr viel Vorsicht, weil ... Wir haben uns schon das ein oder andere Mal getroffen, aber gerade die letzten zwanzig Jahre ja wirklich kaum.

00:13:24: Ich glaube, du bist ein unfassbar fröhlicher Mensch und total offen.

00:13:32: Nämlich auch offen wenn es um deine Gefühle, um deine Werte geht und die wirklich nicht zu verstecken sondern die ganz offen anzusprechen

00:13:42: und

00:13:42: daraus auch wirklich eine Stärke zu haben weil gerade unter Männern ist das ja also mehr als gut.

00:13:52: Auf die Frage, wie geht es dir?

00:13:53: Kommt ja ganz selten.

00:13:55: Wenn wir ehrlich sind und mit dir ist das auch wenn man nicht oft sprechen miteinander, Diskussionen, Gengespräche wirklich in die Tiefe.

00:14:05: Und ich glaube, das ist eine Charaktereinschaft von dir.

00:14:10: Plus – und das hast du auch voll cool beschrieben, wie du das gelernt hast mit deinem Opa!

00:14:16: Ich weiß dass du jemand bist der unglaublich gut zuhören kann und da sehr viel Ruhe ausstrahlt.

00:14:23: Ich hab das jetzt da eigentlich auch schon extrem interessant gefunden.

00:14:27: Deine Vorstellung über ein paar Minuten, du hast noch gar nie über dein Job gesprochen.

00:14:31: Du hast wirklich über dich gesprochen und wenn die Frage ist wer bist du?

00:14:35: Was machst du dann?

00:14:36: Dann springt man innerhalb von Sekunden im Wesentlichen auf den Job.

00:14:43: Jetzt hör du vielleicht... Hast du eine Frage gestellt, die ich versucht habe zu antworten.

00:14:48: und jetzt komme ich gleich mit einer kurzen Anekdote dazu weil es mir auch wirklich eingefallen ist.

00:14:53: Du hast erzählt, über drei Stunden am Hochsitz sitzen und beobachten und wahrnehmen.

00:15:00: Meine beiden kleinen Kinder sind beide in einer buddhistisch-konfessionellen Schule Und da haben wir auch einen Buddhisten der immer wieder mit den Kindern arbeitet und immer wieder meditiert.

00:15:13: Wenn wir als Eltern – weil wir bringen uns das Eltern aus sehr stark ein in dieser Schule Besprechungen haben, wenn wir Versammlungen haben.

00:15:23: Diesen Sonntag steht wieder an der Hand.

00:15:24: Dann startet man die immer mit einer Meditation und die Meditation dauert von einer Klangschale geführt drei Minuten in etwa.

00:15:34: Und es ist manchmal schwierig für drei Minuten ruhig zu sitzen und sie auf seinen eigenen Atem und auf sich zu konzentrieren und nicht obzutriften.

00:15:46: Das merke ich bei mir selbst und das merkt man auch bei anderen.

00:15:50: Ja, auch in einem... Egal in welcher Situation innerhalb von Minuten aufs Handy schauen müssen und sie ablenken müssen.

00:15:57: Und was du da jetzt erzählst ist eine richtig große Stärke von dir und wie dein Zukunft immer mehr sein bei sich zu bleiben.

00:16:07: Monolog von mir Ende!

00:16:11: Danke, danke dir.

00:16:13: Du hast mich ganz gut abgekühlt mit dem Immerfröhlich.

00:16:16: Da vielleicht kommen noch dazu das.

00:16:19: Ich muss dir ein bisschen differenzierter beschreiben.

00:16:25: Was mir vielleicht noch ergänzen möchte zu deinen Wortenbettern ist, ich bin ein sehr introvertierter Mensch.

00:16:33: Also wenn ich so in meinen Rollen bin als Trainer und Coach natürlich, da zeige ich ja Energie im Raum, wenn ich mit Gruppenarbeiter oder wenn Ohne meine Fassaden, ja so wie ich mir jetzt vorgestellt habe bin ich ohne Fassade und Umhänge in mein Vorstellung reingang.

00:16:53: Und wenn ich so zum Beispiel auf eine Partige ohne Fasaden, ohne Rollen oder umhänge dann bin ich definitiv nicht der, der im Mittelpunkt stehen muss und da groß sagt hey, da bin ich!

00:17:05: Ich bin da, gell?

00:17:06: Sondern da bin.

00:17:11: Und natürlich, sie freut über Gespräche und Kontaktaufnahme mit Menschen.

00:17:16: Aber ich bin nicht der, der den Mittelpunkt braucht.

00:17:19: Genau!

00:17:20: Das ist noch so eine Ergänzung.

00:17:22: Du hast das richtig gut beobachtet Peter ja?

00:17:24: Ich wollte jetzt meine Rollen und Versagen vorstellen sondern ich will spürbar machen wer sitzt da wirklich mit euch im Studio.

00:17:32: Ja genau

00:17:33: sehr cool.

00:17:33: Also so früh sind wir noch nie vom Roten Faden abgewichen.

00:17:36: jetzt, aber du bietest hier so viele offene Türen.

00:17:39: Ich finde das ja... weil wir an Leadership Podcasts sind eben auch eine wahnsinnig wichtiges Element von Führung nicht immer krampfhaft im Mittelpunkt stehen zu müssen sondern tatsächlich auch Diskussionen einfach mal zu laufen zu lassen sie zu beobachten und zu schauen was da passiert.

00:17:57: also ich erlebe ja wahnsinnige viele Führungskräfte über viele Jahre die sich in Diskussionen unmittelbar ganz schnell den Vordergrund drängen müssen, vielleicht auch aus dem Gefühl, naja das wird von mir erwartet.

00:18:11: Ich bin ja jetzt hier der Chef oder der Teamleiter oder der Bereichsleiter und ich muss ja hier die Pace vorgeben und ich muß ja Setting the Scene und solche Geschichten an... Ich glaube dass es auch ganz wichtig ist gerade als Führungskraft sich mal bewusst zurückzunehmen und sich eben nicht den vorderen zu spüren.

00:18:29: aber dann kommt halt eben die Dinge zur Sprache, die dir im Wesentlichen sind.

00:18:37: Also ob man jetzt als total introvertierte Person per se eine gute Führungskräfte ist weiß ich nicht, ob das zwangsläufig ein Widerspruch sein muss, weiß ich auch nicht.

00:18:46: aber ich glaube so als Element sich zurücknehmen zu können, eben auch ein ganz wichtiges Element von Führungen.

00:18:54: Weil da sind den Mittelpunkt drängen und jetzt du hättest grad... Das hat ja noch eine weitere Dimension, das hat ja nicht nur die Dimension der Sicherheitsführungskraft sehr schnell mit einer Antwort auf die Frage gekommen.

00:19:09: Ich formuliere ja während mein Mitarbeiter, meine Mitarbeiterin spricht auch schon meine Antwort in meinem Kopf und insofern habe ich keine Chance dem oder derjenigen wirklich zuzuhören.

00:19:20: Und das kommt ja da noch dazu.

00:19:23: Aber ja, da hast du die Pin bei dir, wird's dir mal abgetrifftet aber das passt gut.

00:19:27: Ich würde jetzt trotzdem noch einmal auf das Thema Sport gerne mit dir zu sprechen kommen, weil Martin du hast mir mal was unfassbar Spannendes erzählt zum Thema Klettern und warum du jetzt nicht mehr so viel oder gar nicht mehr kletterst.

00:19:42: Das war eine interessante Diskussion, weil für mich persönliches Sport ein zentrales Element in meinem Leben kann man ohne sport- und sendiziven Sport mein Leben fast nicht mehr vorstellen.

00:19:52: Und du hast da Lektionen gelernt die dir wahrscheinlich oder die dir sehr viel mitgeben hat, wo jetzt mein Gefühl erzeugt.

00:20:02: Was hat es damit auf sich?

00:20:03: Mit Klettern und aktuell nicht mehr viel klettern?

00:20:06: Ich versuche es kompakt und prägnant zu machen.

00:20:10: ich bin zwanzig Jahre intensiv geklettert.

00:20:12: das war mein zentraler Lebensinhalt.

00:20:15: mach mir glaube ich weiß an der kippe.

00:20:17: was ist mir wichtiger meine frau dann?

00:20:19: oder des klättern?

00:20:21: Das muss ich im rückblick wirklich so sagen.

00:20:30: Das hat sich in meiner Schulter einen heftigen Knackser gemacht und habe dann auch zu einem Schmerz an dem Tag erlebt.

00:20:39: Und das war damals, das war man natürlich nicht bewusst und völlig unerwartet war das mein letzter Klettertag in meinem Leben.

00:20:45: Ich war irgendwie darauf und das kann man glaube ich auch nicht vorbereitet sein.

00:20:52: Nach dieser Verletzung nach diesem mehr oder weniger Zwischenfall, ist das erste Mal in meinem Leben was anders gelaufen wie es immer gelaufen ist.

00:21:04: Nämlich ich habe ein bissel zeitliche Distanz aufgebaut zum Klettern sprich Ich bin in eine Pause gezwungen worden und in dieser Pause habe die Distanz einfach zum Kletter bekommen und hab irgendwann erkannt Es gibt ein Leben ohne Kletter.

00:21:24: Das war irgendwann so ein Impuls.

00:21:27: Ich bin immer noch am Leben, das Leben geht weiter und ich klettern nicht mehr.

00:21:32: Und diese beiden Bausteine, also es gibt ein Leben ohne Klettern und ich lebe noch und ich bin auch lebensfähig... Das war die Basis für die Krise weil ich habe dann mir erlaubt hinzuschauen.

00:21:53: Ich hab in den Jahren davor schon immer wieder Zeichen gehabt.

00:21:58: Es würde sich vielleicht lohnen, dass du deine ganze Lebensphilosophie überdenkst.

00:22:04: Ich habe da aber aus Angst, ich weiß jetzt, dass das Angst war, nicht hingeschaut und habe es nicht zulassen und habe sicher Gedanken einfach schnell abgewirkt und weggesteckt in meinen Rucksack oder Kühlschrank wie auch immer.

00:22:17: Und diesmal war ich mutig, wirklich mutig und habe hingeschauen.

00:22:24: Im Endeffekt hat er sich als riesengroße Identitätsgräser herauskristallisiert, die Idee zu entwickeln.

00:22:34: Ich lasse das Klettern hinter mir und ich erfinde mich neu!

00:22:39: Und da war ein ganz tiefes Dahl der Tränen dabei.

00:22:44: also wie ich mich entschieden habe dafür okay ich schau genau hin ich gehe da rein ich weiß nicht wo die Reise hinführt ich weiß net wer bin ohne klettern.

00:22:55: Wer ist das noch dieser Martin?

00:22:56: Was macht er noch aus, da genau hinzuschauen und durchzugehen.

00:23:01: Das war ein tiefes Tal der Tränen also wirklich schmerzhaft!

00:23:04: Ich habe in der Zeit noch nie so viel gewarnt wie seit meiner Kindheit.

00:23:08: Also da sind Träne geflossen ohne Ende.

00:23:11: War aber im Nachhinein wichtig.

00:23:12: Das waren wir klar dass dieses sein muss weil es eine riesengroße Abschied war unter mutiger Schritt in einer Ungewissheit.

00:23:24: Irgendwann war ich am tiefsten Punkt und dann ist es bergauf gegangen.

00:23:33: Das waren alles vor mir, das habe ich noch vor mir gehabt.

00:23:37: Im Endeffekt war es so, dass ich wieder Zeitpunkt der Operation gekommen bin, schon viel meiner Kraft wieder war.

00:23:45: Ich habe riesengroße Angst vor einer Operation gehabt aber ich hatte keine Angst mehr davor Wer ich bin und wo die Reise hingeht, das habe ich damals schon gewusst.

00:23:58: Und wenn ich jetzt rückblickend draufschau... Das ist vielleicht das größte Learning für mich aus dieser gesamten Geschichte!

00:24:05: Aus dem es gibt kein Leben ohne Klettern für mich, ja?

00:24:09: Wenn's meine Frau fragt.

00:24:10: Ich hab vor ein paar Jahren gesagt, ich werde klettern bis ich achtzig bin.

00:24:13: Weil ich kenn Kletterer, die achtzig sind und klettern.

00:24:16: Und das war so für mich klar.

00:24:17: Das kann ich auch.

00:24:18: Das wird bei mir also sein.

00:24:20: Und wenn ich jetzt da zurückschau, ist das größte Learning Test eben von diesem Mindset und dieser Einstellung hinzukommen zu... Das kann ja aus vollster Überzeugung sagen.

00:24:33: Es hat man nichts Besseres passieren können wie diese Schulterverletzung inklusive der Operation dazu.

00:24:38: Das war so, so wichtig die Krise für mein weiteres Leben!

00:24:43: Weil die Lebensqualität seitdem rapide aufwärts geht.

00:24:48: Das sind unterschiedliche Aspekte.

00:24:52: Da geht es um Vielfalt im Leben, da geht es darum gefühlt bei mir ankommen, dass man Ego nicht mehr kämpfen muss, um Selbstwert zu kreieren.

00:25:02: Da sind ganz viele Aspechte drin, die die Mio als Persönlichkeit wirklich gestärkt hervorgehen haben lassen aus dieser Krise.

00:25:11: und der schöne Nebeneffekt ist ich habe vor Krisen natürlich riesengroßen Respekt aber Ich weiß, dass ich die Ressourcen in mir trage und auch den Mut, dass er an der nächsten Krise zumindest standhaft begegnen kann.

00:25:29: Das ist für mich schon ein sehr starkes persönliches Learning.

00:25:33: Und da kann ich aus Überzeugung mittlerweile, wenn ich mit Menschen arbeite, die selbst in Krisen sind oder Teams, die in Krisern sind, kann ich da wirklich überzeugend und authentisch darüber sprechen, dass man einen anderen Blickwinkel auf Krisen werfen darf.

00:25:54: So war es sehr ein bisschen ausschweifend, aber jetzt ist so halbwegs alles drin gewesen in dieser Geschichte.

00:26:02: Ich finde das extrem cool!

00:26:04: Es ist wahnsinnig persönlich und jetzt schon mal vielen Dank, dass du das mit uns teilst.

00:26:09: Also was mich am Klettern immer ein Stück weit fasziniert... Wenn man hier in Salzburg sitzt, bei Bechtsgaden ist um die Ecke.

00:26:20: Man kommt am Thema Klettern nicht vorbei – die Huberwurms sind hier daheim und das ist was, was hier in der Region wahnsinnig präsent ist.

00:26:28: Und wenn man sich mit dem Thema Klettern auseinandersetzt, dann merkt man schon okay es gibt ganz viele, die es exzessiv treiben, bei denen es wirklich das Leben dominiert und du hast das ja auch so anklingen lassen, naja, was ist mir eigentlich wichtiger gewesen?

00:26:40: Meine Frau oder das Klett an?

00:26:42: Also dass man diese Frage überhaupt stellt, ist ja absurd.

00:26:45: Aber das ist etwas was sich in dem Sport irgendwie so als Muster durchzieht.

00:26:50: und was ich auch da durchziehe ... Ja es gibt welche die werden Achtzig aber es gibt doch viele die werden eben nicht Achtzig und die gibt halt kaum einen Monat indem man nicht von ihrem sehmitberühmten Kletterer hat irgendwo verunglückt ist und dann sind dann halt immer tödliche Unglücke.

00:27:11: Also du hast das auch gesagt, bist ein entscheidenderes Leben.

00:27:13: Du bist zurückgekommen

00:27:14: und...

00:27:17: Ja also ganz tolles Muster!

00:27:22: Mich würde es trotzdem so ein bisschen interessieren bevor wir zu sehr in die Kletterthematik abdriften.

00:27:29: Du hast so ein bißchen deinen Einstieg in den Beruf mal angeteasert und wenn ich das richtig gesehen habe, hast du recht schnell auch den Schritt in Richtung Coaching eingeschlagen?

00:27:41: Bist da jetzt schon eine Zeit lang aktiv?

00:27:45: Und du bist ja so, habe ich dich in den ersten zwanzig Minuten kennengelernt.

00:27:49: Wahnsinnig reflektiert!

00:27:51: Ich gehe davon aus dass das auch eine bewusste Entscheidung war ins Coaching zu gehen.

00:27:56: was hatte ich dahin gebracht?

00:27:58: wie war der Weg ins coaching?

00:28:00: warum bist du da?

00:28:01: was bedeutet dir das?

00:28:03: Ich hab mir lange Zeit als Trainer bezeichnet Aber tatsächlich habe ich dann irgendwann verstanden, dass meine Arbeit wie mit Menschenarbeiter im Seminarkontext sehr kutschenglastig ist.

00:28:19: Weil ich es sehr gerne mit dem Arbeit was da ist und was die Menschen mitbringen.

00:28:24: Und darauf gekommen, dass ich mit Menschen gut arbeiten kann – das war der Auslöser, das war das Sportstudium weil da haben wir viel so Lehrauftritte des Domais Kassen,

00:28:35: d.h.,

00:28:35: wo man Gruppen sozusagen durch ein Lernprozess geführt hat wenn sie irgendwelche Sportübungen lernen haben müssen oder Sport-Taktik.

00:28:49: Also da habe ich einfach Gruppen geführt und das hab ich irgendwie gefühlt, gar nicht schlecht kennend aber das Feedback von den Sportstudenten was so du machst ist großartig ja?

00:29:00: Und irgendwann habe ich mir das zu meiner Wahrheit machen erlaubt dass sich das anscheinend wirklich gut kann und so bin in die Arbeit mit Menschen eingetaucht.

00:29:10: Also es war am Anfang tatsächlich, weil ich sehr viel im Sport- und Erlebnisbereich tätig bin.

00:29:16: Mit der Erlebnispädagogik auch.

00:29:18: Und da habe ich so die Arbeit mit Gruppen erlernt... ...und auch immer wieder dieses Einzelcoaching.

00:29:30: Also gerade wenn's so ein Kletterbereich war und wo Menschen an ihre Grenzen kommen seien, dass das erste Mal Klettern sind und Höhenangst spürbar war plötzlich oder dass sie an sich gezweifelt haben in diesen Sport-Leistungsgruppen.

00:29:43: Da habe ich dieses eins zu eins Coaching das erste Mal hineingeschnuppert, ohne Skills noch damals.

00:29:51: Ich war überhaupt nicht als Coach irgendwie ausgebildet oder trainiert aber ich glaube eben so wirklich präsent zu sein, als Coach zuhören zu können.

00:30:00: Das habe ich glücklicherweise immer schon gut kennen.

00:30:05: und dann Diese Empathie und das Mitgefühl, und nicht gleich mit Draht schlägen.

00:30:10: Den Koji oder in dem Fall damals waren es die jungen Kletterer zu erschlagen und zu überhäufen.

00:30:16: Ich glaube, das waren so die ersten positiven Erfahrungen im Coaching-Kontext.

00:30:21: Und... So hat sich das mehr oder weniger ergeben.

00:30:26: Ja mittlerweile ist ja meine Selbstständigkeit dreiundzwanzig Jahre alt.

00:30:29: also ich bin schon relativ lang in diesem Bereich tätig aber wie gesagt zu Beginn sehr am Sportbereich Erlebnispädagogik, viel mit jungen Menschen gearbeitet und mittlerweile hat sie das sehr in die erwachsenen Bildung verschoben.

00:30:43: Mit Führungskräften Teams aber nach wie vor auch mit Lehrlingen.

00:30:47: also ich arbeite gerne mit jenen Menschen.

00:30:49: Ich habe da einen guten Draht zu denen und genau gerade die brauchen auf dieses gesehen werden gehört werden für junge Menschen ja ganz essentiell und das haben viele Menschen glaube ich zu wenig am Schirm dass es oft ganz einfach wäre, sie wohl nur gesehen und gehört werden.

00:31:14: Habe ich die Frage beantworten, Thorsten?

00:31:16: Oder bin ich wohin abgetreten?

00:31:18: Ich glaube, du hast die Frage sehr gut beantwortet und du hast einen extrem coolen Satz rauslassen.

00:31:23: Ich habe versucht ihn mir zu merken zum Thema Arbeit mit Gruppen und Menschen das Feedback, das du kriegst.

00:31:29: Dann hat es gesagt ich habe mir erlaubt, dass als meine Stärke wirklich zu akzeptieren.

00:31:34: Und das finde ich extrem cool und immer auch wirklich selbst reflektiert weil man denkt sehr oft darüber nach was kann ich nicht gut?

00:31:43: Was sind meine Schwächen?

00:31:45: Wenn's dann um die Stärken geht da wird man sehr oft so wie soll man es sagen, so bescheiden aber eher nach außen hin.

00:31:51: Ja da bin ich jetzt gar nicht.

00:31:53: Find' ich cool dass du sagst das ist einfach mein Stärke, das mache ich gut und das habe ja akzeptiert, dass das so ist, find' ich extrem geil!

00:32:03: Jetzt bist du, du hast

00:32:04: gesagt... Wir alle kennen ja diesen inneren Kritiker der bei uns sitzt auf einer unserer Schultern und der dann sagt na wie war's nicht?

00:32:12: Ob das wirklich so is', macht den Denk nochmal nach drüber in Ruhe.

00:32:19: Ja, sehr gut das Bild.

00:32:21: Du bist.

00:32:22: seit drei und zwanzig Jahren arbeitest du jetzt als Coach in unterschiedlichen Rollen.

00:32:30: Jetzt Fokus Leadership-Führung speziell jetzt in den letzten Jahren weil ich denke da hat sich einiges getan auch von den Themen wo drückt denn der Schuh?

00:32:43: Wo sind die großen Herausforderungen deiner Kunden?

00:32:47: Woran arbeiteste du?

00:32:49: Also ob du da das eine oder andere konkrete teilen kannst?

00:32:53: Bei mir, ich bin ja einer sozusagen im Netzwerk drinnen und arbeite mit meinen Kunden.

00:32:59: Aber es kristallisiert sich sowas heraus wie Selbstführung, innere Führung und gesundes Führen.

00:33:06: Das sind jetzt so Überschriften die ich da mal aufs Tablett legen möchte.

00:33:13: Vielleicht ganz kurz wenn ich dieses Thema Selbstführungen innerer Führungsaufgreife.

00:33:20: Ich selbst habe ja kurz erzählt, ich war ein halb Jahr als Förster gearbeitet und ich hab da einen Oberförster als Chef gehabt der definitiv null Selbstführung gehabt hat weil er es jeden Morgen aufgestanden und du hast keine Ahnung gehabt wie der drauf war.

00:33:37: Das hat Himmelhoche-Auchzen sein können das hat irgendwie flach sein können, emotionslos, das hat auch richtig destruktiv und abwertend sein können.

00:33:48: Und wenn ich da heute, das habe ich damals natürlich überhaupt nicht verstanden was da abgeht.

00:33:52: Aber ich hab noch gemerkt so wie ü-net sein.

00:33:56: Das ist für mich kein gutes Beispiel so wie u-net führen und was ihr aber rückblickend schon ganz klar verstanden habt hat es null Selbstführung gegeben.

00:34:05: also der hat sich selber nicht wirklich unter Kontrolle gehabt.

00:34:09: Da waren sehr Emotionen umgefiltert an den Tag getreten auch im Umgang mit den Menschen dann, also mit den Forsterbeitern die ich auch führen haben müssen als Führungskraft.

00:34:26: Und da sind sehr viele verletzende Momente passiert.

00:34:28: und natürlich aus diesen verletzelnden Momenten heraus hat dieser Oberförster der einfach keinen Standing gehabt bei den Forsterbeitern.

00:34:37: Kein Vertrauen aber kein Vertrauen da!

00:34:42: Wenn ich da so hinschau und sage Selbstführung, das ist nach wie vor ein großes Thema für Führungskräfte.

00:34:48: Ich würde sagen in einem mehr oder weniger positiven Sinn weil die Führungskräfte oft merken sie brauchen da irgendwie ... Sie wollen sich da weiterentwickeln und dahin schauen.

00:35:00: Und das finde ich großartig!

00:35:02: Ja?

00:35:02: Das habe ich auch durchleben müssen und ich lebe immer noch mittendrin.

00:35:05: also ich bin ja überhaupt ... Da kommst du ja nie an dass sagst du bist jetzt irgendwie am Ende einer Selbstführung und in dem, wie du die in deiner Persönlichkeit entwickelt hast.

00:35:16: Das geht bis zum letzten Atemzug davon bin ich überzeugt!

00:35:20: Und ich finde es großartig wenn Führungskräfte sagen okay Es ist jetzt die Zeit da Ich will da hinschauen.

00:35:25: Ich will die Selbstführungen stärken.

00:35:27: Ich würde dabei auch mich selbst nicht verlieren.

00:35:32: Ja das kommt dann für mir das gesunde führen dazu.

00:35:35: Das heißt Wie weit?

00:35:40: Oder wo sind meine Grenzen als Führungskraft?

00:35:42: Wo ich dann wirklich auch auf mich schauen muss, um eben nicht zum Beispiel in ein Burnout zu kommen oder mich zu überlasten.

00:35:49: Oder die eigene Verbindung zu sich selbst zu verlieren und dann sie nie mehr spüren und eben über die Grenzen gehen.

00:35:59: Also das ist schon so ein Thema, wo ich merke, dass beschäftigt die Kunden.

00:36:07: Ich weiß nicht, wie Sie das weiterentwickeln in den nächsten Jahren.

00:36:09: Aber dieses Thema wird gerade aktuell größer im meinem Umfeld und ich fühle mich da richtig daheim.

00:36:16: Das ist das, wo ich missiere und da macht man das Arbeiten eine riesengroße Freude.

00:36:23: Weil es so persönlich ist.

00:36:25: Vielleicht habe ich mir auch persönlich vorgestellt... weil da bewegt sich was auf der Persönlichkeits-Ebene.

00:36:33: Wenn man eben die Fassaden und Umhänge ableckt Und sozusagen der nackte Mensch vor dir steht, dann lasst sie es wirklich gut arbeiten.

00:36:42: Aber nicht verwechselt!

00:36:43: Ich bin kein Thera-Balt.

00:36:45: Also das demengreif ich da bin ich ganz strikt und streng.

00:36:48: Da greife ich nicht zu.

00:36:49: wie aber so auf der Führungsebene?

00:36:51: was kann ich machen um meine Führungsqualitäten auch nach außen zu tragen?

00:36:57: Das ist schon ein Thema wo ich wirklich gerne hinschau.

00:37:05: für dich zu den Vorhalts der Peter und ich angefangen haben, über diese Idee von Podcasts zu reden so vor einem Jahr.

00:37:13: Da war uns auch immer klar naja wir wollen eigentlich das Thema Führung auch immer im Kontext mit Performance, mit Ergebnisorientierung betrachten und nicht so losgelösen.

00:37:24: Na ja, das macht man so ein Leben bei oder das muss immer auf einen Ziel einzahlen, es muss immer als Unternehmensziel einzahlen.

00:37:32: Und gerade dieses Thema persönliche Führungen Was kann ich, wo sind auch meine Grenzen?

00:37:36: Mir darüber bewusst sein.

00:37:39: Halt ich persönlich schon für total wichtig, weil du natürlich als Führungskraftegal in welcher Hierarchie-Ebene auch einen gewissen Druck ausgesetzt bist.

00:37:49: Auch ganz unangenehm so diese Sandwich Positionen irgendwo im Mittelmanagement.

00:37:53: und wenn du da nicht weißt... wo du selbst stehst, wo deine Stärken vielleicht sind.

00:38:01: Wo ich bei meinen Schwächen vielleicht auch vorsichtig sein muss und nicht zu verbrennen.

00:38:05: Dann kann ich die Performance nicht liefern, die es dann braucht um Ergebnisse zu produzieren.

00:38:10: Ich halte das auch in einem Unternehmenskontext für enorm wichtig.

00:38:16: auf dieses Thema gesundes Führen zu schauen heißt jetzt nicht, dass ich meine Leute betätsche oder das... Dass sich die Bloße nicht challenging darf.

00:38:26: Nein natürlich!

00:38:26: Druck wird es immer geben muss es auch geben wenn wir erfolgreich sein müssen.

00:38:30: aber die Frage ist ja wie gehe ich denn mit Druck um?

00:38:34: Wann erkenne ich auf meiner eigenen Grenze und du hast der Burnout angesprochen für eine Firma ja auch der totale Super Gau wenn plötzlich ne Führungskraft dann wegbricht Dann habe ich da halt einfach einen riesen Performance-Einbruch.

00:38:48: also Das nochmal so, um Kontext zu geben wie zumindest wir auch Peter und ich in das Thema.

00:38:55: Warum mache ich ein Leadership Podcast eingestiegen sind?

00:38:57: Also für uns ist das ein zentrales Element, um für dauerhafte Leistungsfähigkeit meines Leitungsteams zu sorgen.

00:39:10: Aber es ist schön.

00:39:11: also wenn du sagst, dass kristallisiert sich raus, ist das für mich mal positiv oder dann schauen offensichtlich immer mehr Firmen darauf, dass das funktioniert.

00:39:18: Ja, also zumindest in meinem Umfeld nämlich des war.

00:39:25: Ich war ja in einer Sandwich-Position als sozusagen ganz junger Förster, der in den Forstbetrieb gekommen ist und mich hat damals diese Spannung aufgerieben.

00:39:38: Also ich war mit den Forsterweitern hier ganz anders geführt.

00:39:42: Ich war da sehr vertrauensvollen Beziehungen zu den Forstarbeitern der Schäfer gesagt, wir müssen mit Angst führen.

00:39:51: Weil wenn die ein bisschen Angst haben dann folgen sie uns mehr und in dem ... Ja das war wirklich ... In dir habt ihr es damals nicht wirklich einordnen können?

00:40:02: Ich hab nur gemerkt ich kann das nicht!

00:40:04: Ich kann nicht so fühlen wie er das möchte.

00:40:06: Das geht nicht Und in diesem Spannungsbogen hat's mich aufgerieben.

00:40:11: Das war der Grund warum ich noch eine halbe Jahr gekündigt habe.

00:40:15: im Nachhinein gesehen natürlich auch großartige Fügung des Lebens, aber ich glaube tatsächlich wenn ihr einen sehr wertschätzenden und respektvollen Vorgesetzten gehabt habt damals der den Menschen in der Führung in den Mittelpunkt stellt dann könnte es sein dass ich halt nicht da sitze sondern irgendwo im Weiterum spaziere gerade.

00:40:44: Wenn ich so auf meine Erfahrung mit Coaching, Seminaren etc.

00:40:48: schaue... Also immer wenn jemand Drittes reinkommt in ein solches Setting dann passiert ja häufig was.

00:40:57: Das passieren vor allen Dingen Dinge die sonst im normalen Firmenkontext nicht passieren und nicht immer.

00:41:03: aber manchmal kommen Konflikte plötzlich zu Tage die es vielleicht schon jahrelang gibt zum Teil die so gebrodelt haben die irgendwie nicht rauskommen Und häufiger bricht da mal was auf und das kommt dann auch wirklich zur schwierigen Situation.

00:41:20: Und so zum Teil ja auch sehr emotionalen Situation, die nur in diesem Coaching-Context plötzlich ans Tageslicht kommen.

00:41:28: Wie gehst du damit um?

00:41:29: Und vielleicht auch sogar zweite Frage – Was kannst Du Führungskräften mitgeben wie man mit solchen Situationen umgeht oder wie ich sie vielleicht sogar Wie heißt es, nicht provozieren?

00:41:44: Aber wie komme ich an den Kern dessen und wie gehe ich damit um.

00:41:55: Also... Ich bin ja kein Experte in Konfliktlösung, ich bin kein Mediator aber ich habe eins gelernt das ist für mich wirklich so ein Leitsatz geworden in der Arbeit wenn's kriselt oder wenn Konflikte da sind oder Missstimmungen so dass man für sich klarkriegt, was will man?

00:42:18: Was sind meine Bedürfnisse?

00:42:19: und für die auch gern leidenschaftlich und mit großem Herz kämpft drum.

00:42:24: Also wirklich da bin ich voll dafür klar leidenschaftlich bei der Sache sein Und parallel im Gebäck immer das Herzen zum Menschen haben also immer herzlich zum menschen bleiben.

00:42:38: diese Kombi ist für manche sehr herausfordernd weil weil emotions wenn mein Emotionsgetrieben ist, dann meistens das immer wieder mit einem durchgeht.

00:42:53: Das erlebe ich auch bei mir regelmäßig, dass meine Emotionen hochkochen und dann brauche ich klare Ideen wie das regulieren kann.

00:43:03: aber mit diesem Leitsatz zum Beispiel in einer durchaus intensiven Diskussion oder ein Gespräch, in eine Feedback-Gespräche reinzugehen – das ist für alle beteiligt noch mal grundsätzlich wertvoll!

00:43:17: weil da ganz viel Respekt zur Person mitschwingt, aber für die Sache können wir wirklich hart und vehement von mir aus diskutieren.

00:43:29: Das ist für mich so eine Orientierung und wenn ich zum Beispiel das auch in Richtung Feedback-Gespräch weiterführe also wenn es kritische Gespräche sind wo nicht alles rosig ist ja weiß kann ja durchaus Feedbackgespräche führen, die sehr positiv orientiert sind.

00:43:50: Aber man braucht es auch das andere, dass ich mir klar mache und auch wieder so ein Leitsatz zurechtlege, dass der Mensch mit dem jetzt das Feedback-Gespräch für mich als Führungskraft, dass er immer in einer gewissen Weise gestärkt aus dem Gespräch rausgeht niemals geschädigt oder geschwächt, niemals mit einem Schamgefühl.

00:44:14: Das darf nicht sein!

00:44:17: Weil dann ist ja kein Feedback-Gespräch.

00:44:19: Selbst wenn ich sage, ich gehe kritisch in eine Gespräche hinein und wie da was klarstehen, dass das noch geht, dann muss das Ziel sein, dass der Mitarbeiter nachher weiß, wo er besser machen kann und wie er sie dort weiterentwickeln kann – Ich stärke ihn sozusagen!

00:44:36: Und dies ist ganz, ganz essentiell auch gerade, wenn es um kritische Gespräche geht.

00:44:43: Das heißt, dies ist meine Haltung als Führungskraftsogeh hinein in ein Konflikt von mir aus auch einer Gespräche die Person gegenüber nicht beschädigen, sondern beim Feedback gestärkt herausgehen.

00:44:57: In einem Konflikte, wenn es ein Konfekt ist glaube ich das wirklich wichtig so dass man bei der Sache bleibt und dass sie den anderen Menschen nicht beschätigt oder vernichten will.

00:45:08: ja jetzt ganz ganz hart ausgedrückt also dass das so klare Haltungen sind wie mein Gespräch geht also an dem arbeite mit mit Führungskräften schon.

00:45:19: Das finde ich ganz essentiell, weil das ist ein Stück weit Selbstführung, dass ich wenig in kritische Situationen komme und selbst das Führungskraft innerlich stabil bleibe.

00:45:29: Dass ich klar habe, wie bin ich ausgerichtet?

00:45:33: Was ist mein Ziel vor dem Gespräch?

00:45:36: Und dass ich da wirklich eine eigene Stabilität beibehalte.

00:45:42: Ich wüsste es selber gerade wenn es kritisch ist, gerade in stressigen Situationen im Business-Kontext Da haut es uns oft ausser aus dem.

00:45:49: Das geht mir auch so, wenn ich mit Trainerteams arbeite und das ist gerade irgendwie fünf Bellets gleichzeitig in der Luft da an.

00:45:58: die Ruhe zu bewahren, innerlich stabil zu bleiben – ist eine Riesenherausforderung!

00:46:04: Aber das kann man trainieren, das kann mal lernen, dann kann man besser werden trainieren.

00:46:08: Und so würde ich sagen, das sind meine Ausrichtungen für schwierige Situationen und Konflikte.

00:46:17: Und die zweite Frage, du hast den was war?

00:46:19: Die zweite Frage noch mal.

00:46:20: Magst du mir die nochmal kurz?

00:46:24: Du hast das eh schon beantwortet.

00:46:26: Was können wir denn mitnehmen als Führungskräfter?

00:46:29: Ja!

00:46:29: Du hast es glaube ich schon extrem cool beschrieben.

00:46:31: also dieses finde ich auch immer wieder extrem wichtig zwischen Mensch und Sache zu trennen.

00:46:39: ja kann und ich sollte, und ich muss leidenschaftlich für meine Themen kämpfen oder dafür eintreten.

00:46:44: Aber ... Und ich finde man darf das genauso sagen, du hast gesagt, ich darf mein Gegenüber nicht vernichten.

00:46:51: Und im Wesentlichen ist es das was wir manchmal vorhaben.

00:46:54: Also okay durch auch durch Körperhaltung und ich werde laut und so was.

00:47:02: Im Grunde geht's darum dem anderen meinen Willen aufzudrücken und

00:47:08: zu gewinnen

00:47:09: Und zu gewinnen.

00:47:11: Letztendlich, klar als Führungskraft hast du auch eine gewisse Entscheidung.

00:47:15: Hoheit und Kanz und musst natürlich am Ende des Tages entscheiden.

00:47:19: Manchmal auch gegen Widerstände das gehört dazu.

00:47:24: aber den Mensch als Mensch zu sehen ist glaube ich ganz essentiell.

00:47:29: Was man natürlich nicht in der Hand hat als Fährungskräfte im entschwierigen Gespräch geht Mitarbeiter, die Mitarbeiterin im Endeffekt reagiert drauf.

00:47:42: Das muss man mit dem Bewusstsein haben als Führungskraft.

00:47:47: aber ich kann das Führungskraft und das sehe ja als Fführungsaufgabe ganz klar den Rahmen gestalten diese Verantwortung zu übernehmen.

00:47:56: Und wenn der Mitarbeiter aus irgendeinem Grund da nicht mit kann und die aber für mich selber schon klar habe, okay ich war jetzt wertschätzend.

00:48:06: Ich war respektvoll.

00:48:08: Irgendwas hab' ich vielleicht beim Mitarbeiter getriggert bei der Mitarbeiterin.

00:48:13: Dann muss man auch glaube ich... Das ist nicht immer leicht!

00:48:19: Aber wenn wir da... Man darf auf gewisse Themen beim Mitarbeiter lassen das würde ich damit sagen.

00:48:26: also man muss nicht alles dann als Führungskraft zu sich nehmen Und oft braucht es dann eine gewisse Zeit dass Dinge sacken können.

00:48:34: Das ist, wenn intensive Gespräche waren dann braucht es oft eine gewisse Zeit vielleicht ein paar Tage.

00:48:41: Ich kann wieder mal nachfragen als Führungskrafttu wie geht's da noch in unserem Gespräch?

00:48:45: Aber manchmal braucht es, wenn was intensiv war Zeit zum Sacken und dass ich auch das Bewusstsein als Mitarbeiter bekomme oder dieses Learning draus ziehen kann Diese Idee oder diese Veränderung, ihr wisst das selber.

00:49:04: Umgang mit Veränderungen wie oft ganz schwierig, dass ich da als Mitarbeiter auch sehen kann diesen Benefit aus so einem Schwierigen Gespräch.

00:49:16: Genau.

00:49:17: Cool danke!

00:49:19: Für mich waren da jetzt extrem viele Sachen dabei die man wirklich mitnehmen kann beginnend mit der Selbstführung.

00:49:28: Das ist eben ja eine Führungskraft sehr flapsig ausgedrückt im Griff habe.

00:49:33: Ich hab das aber auch und die möchte jetzt noch mal erwähnen, eben die Sache vom Mensch trennen ganz klar im Thema.

00:49:40: Aber trotzdem mit Herz finde ich fantastisch.

00:49:43: Vielen Dank dafür!

00:49:44: Er hat mich erinnert an die Aussage von der Marie Thiel, die gemeint hat sie ist als Führungskraft hart, aber herzlich Und das ist, glaube ich genau der Punkt.

00:49:52: Man kann zu hundert Prozent zu seiner Sache stehen.

00:49:55: Es geht nicht darum da irgendwie weichgespülte Meinungen zu tun.

00:50:01: Aber man kann es wertschätzend machen und man kann einfach trotzdem den Menschen an sich sehen.

00:50:08: Martin jetzt hast du mich ganz am Anfang ja gechallengst mit.

00:50:11: Du stellst mir eine Frage.

00:50:12: jetzt würde ich dich gerne ein bisschen challenging weil Du bist ja Coach wie sie beide Coaches.

00:50:19: Wir wissen ja, wir sollen auch und für sich nicht mit Rad schlägen kommen.

00:50:23: Da gibt es den schönen Spruch ... Auch ein Radschlag ist ein Schlag.

00:50:29: Aber dennoch würde ich jetzt bitten aus deiner Erfahrung heraus drei wesentliche Erkenntnisse die du Führungskräften mitgeben möchtest.

00:50:42: was in deiner Sicht drei wirklich wichtige Dinge?

00:50:50: Wow!

00:50:51: Das ist

00:50:51: ja wirklich eine schwierige Frage.

00:50:59: Sie als Führungskraft verletzlich zeigen zu können, da mahne ich damit wenn es mir gerade scheiße geht keine Lächeln aufsetzen als Fährungskraft sondern authentisch und ehrlich zu bleiben und sie auch verletzlich zeigen können.

00:51:23: aus meiner Sicht ist Verletzlichkeit absolut keine Schwäche.

00:51:29: Die Stärke, dass ich mich, wenn es mir mal nicht gut geht oder ich Unsicherheitsspüre mit net verstecken muss.

00:51:37: Ich bleibe da!

00:51:38: Ich bleib bei euch in Verbindung mit meinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern auch wenn ich selber gerade Unsicherheit spüre Und vielleicht sogar noch verbalisieren kann.

00:51:49: Männer und Frauen, ich brauche euch mehr denn je jetzt Respektvoll und wertschätzend zu bleiben.

00:52:02: Das ist jetzt so ein Standard Floskel, aber was manne damit wirklich?

00:52:05: Im Andermitt dass man seinen Mitarbeitern ehrlich zuherrt Und dem Mitarbeiter das Gefühl gibt Deine Meinung ist mir wichtig.

00:52:16: Ich höre dir wirklich zu.

00:52:18: Es heißt nicht, dass ich dir als richtig nehme oder dass ich deine Idee umsetze Aber ich höre dir zu und es ist willkommen, dass du auch in Zukunft deine Meinungen, deine Ideen einbringst.

00:52:32: Das ist ganz wichtig um den Raum offen zu halten, dass man das Potenzial, das in jedem Team da ist, dass er wirklich ans Tageslicht heben kann.

00:52:44: Da muss ein Fluss da bleiben.

00:52:46: Das heißt wirklich die Einladung spürbar zu machen für die Mitarbeiter.

00:52:52: Deine Ideen sind immer willkommen.

00:52:54: Auch wenn ich jetzt da anders denke und deine Ideen nicht umgesetzt wird, bitte die nächste Idee unbedingt wieder einbringen.

00:53:01: Ganz wichtig!

00:53:03: Und... Jetzt folgt mir doch kleiner was ein.

00:53:06: Das Thema Achtsamkeit.

00:53:09: Was meine ich mit Achtsamtkeit?

00:53:10: Achtsammkeit, die so wie auch wirklich trainieren dürfen.

00:53:15: Das heißt das kommt ja aus dem Protismus.

00:53:17: du wirst es wissen Peter Wenn deine Kinder in so eine Schule gehen, aber Achtsamkeit ist sowas wie die wertfreie Beobachtung von etwas.

00:53:27: Und wenn man das jetzt als Führungskraft auf Menschen umlegt oder generell in die Begegnung mit Menschen dann ist Achtsammkeit das dass ich den Menschen wertfrei begegne und es hat ganz viel Einfluss darauf wie ein Beziehung weiter verläuft.

00:53:45: Das muss man mal klar kriegen weil wenn ich achtsam und wertfrei dem Menschen begegnen Bewerte und in ein Schublautsteck.

00:53:52: Wenn ich dir jetzt nicht bewerbsbeter, weil du so einen prägnanten Schnauzboarder hast, der mich irritiert, sondern ich begegne dir so wie du vor mir sitzt und ich interessiere mich für dich, ich bin neugierig.

00:54:06: Wer ist dieser Mensch, der da mir gegenüber sitzt?

00:54:09: Dann hat das ganz an wesentlichen Einfluss darauf, wie die Geschichte weiter verläuft zwischen uns in unserer Beziehung.

00:54:15: Weil wenn ich den Schublade stecke weil du irgendwie ausschaust oder irgendwie tust, was mir vielleicht sogar trägert.

00:54:22: Das ist dann sehr herausfordernd!

00:54:24: Dann steckst du in der Schublade drin und wenn ich da keinen bewussten Umgang damit habe, dann bleibst du im Schublad.

00:54:33: Und das hat einen riesen Unterschied über den weiteren Verlauf unserer Beziehung.

00:54:39: Genau, das finde ich ein wesentlicher Aspekt den Vielführungskräften noch vielleicht durchaus zumindest reflektieren können...

00:54:52: Danke für die Schublade.

00:54:54: Ich fühle mich jedes Mal ertappt, wenn jemand das Thema aufbringt.

00:54:58: Ich war lange Zeit ein Weltmeister darin und ich könnte das heute immer noch wahnsinnig gut.

00:55:03: Und ich erwische mich nach wie vor dabei Leute in Schubladen zu stecken... Das ist ja auch schon schön einfach!

00:55:12: Ein Blick links-rechts ...und die meisten von uns haben gar nicht viel mehr Schublaten.

00:55:19: Nicht so nett.

00:55:20: Ist der unbewusste?

00:55:22: Der unbewusste erste Eindruck.

00:55:24: Total und macht es halt einfach total leicht irgendwie schnell zu kategorisieren, und je älter ich werde umso häufiger merke ich wie kolossal falsch ich mit meiner Wahl der Schubladel lag.

00:55:35: also... Und du hast recht jetzt beeinflusst halt massiv den Weg, den man so miteinander weiter geht.

00:55:42: Das dann wieder aufzurollen ist hinterherum so schwieriger.

00:55:45: da sind dann viele Dinge passiert auf dem Weg dahin und

00:55:50: ja

00:55:52: fühle mich ertappt!

00:55:56: Das wollte ich nicht damit erreichen, Thorsten.

00:55:59: Aber es ist ja immer schön wenn man in Resonanz geht und auch zu Themen wo man sagt, da verspürt man ein bisschen Schmerz oder Unwohlsein jetzt weil gerade da liegt die Magie dahinter.

00:56:14: Martin, du hast ja total viel schon mit uns geteilt und hast angefangen... Ich rühle mich so ein bisschen, hast darüber gesprochen über gehe ich in einen Ganz kriegst nicht mehr auf die Reihe, aber gehe ich in ein Gespräch mit meiner Rolle oder gehe ich als... Mit dem wie ich wirklich bin da rein?

00:56:31: und ich glaube es ist auch immer eine Mischung aus beidem.

00:56:36: Also wir haben immer eine Rolle, wir haben eben immer eine gewisse Fassade und so.

00:56:41: diese Balance zwischen wie viel gebe ich von mir selber Preis?

00:56:44: Ist vielleicht doch ein bisschen situationsabhängig Auch wenn du jetzt gesagt hast man darf, man sollte Verletzlichkeit zulassen zumindest aus deiner Sicht.

00:56:56: Jetzt bist du ja auch ständig auf einer Bühne, jetzt bist du als Coach auch regelmäßig Führungskraft in einem Setting.

00:57:05: Führungskraft auf Zeit vielleicht?

00:57:07: Das beauftragt von gewissen Zeitrahmen mit einer gewissen Gruppe zu arbeiten.

00:57:11: aber in dem Kontext bist du selber Führunskraft.

00:57:15: Wie ist denn Martin Gumpolt als Führunkraft?

00:57:20: Ich bin definitiv keine geborene Führungenskraft gewesen und mittlerweile würde ich sagen habe ich für ihn ein Stück weit gelernt.

00:57:30: Ich bin aber jetzt keine klassische Führungskraft, also ich sehe mich als Trainer und Coach so in einer anderen Rolle wie eine klassischen Führungskraft.

00:57:41: Aber ich bin geprägt durch den Positiv Leadership – das habe ich in die letzten Jahre, du weißt es Peter, mit dem mehr auseinander gesetzt.

00:57:51: Das hat mir wirklich sehr gepräght!

00:57:53: Und ich bin davon überzeugt, dass dieser sehr zeitgemäß passende Führungsstil ist.

00:58:00: Konkret zum Beispiel der Permalit-Führungsstil und ich habe am Anfang auch so die Idee gehabt, das ist eine rote Brille und habe dann sehr schnell gemerkt, dass holt mich total ab.

00:58:14: Das fühlt sich total authentisch an und

00:58:18: ist

00:58:18: für mich konkret als Martin ein ganz tolles Werkzeug weil es wirklich simpel zu verstehen und gut umsetzbar und integrierbar in den Führungsaltern.

00:58:28: Das ist für mich total wertvoll, weil es mir als Mensch anspricht und weil es im Team – also jetzt denke ich so wenn ich in einem Trainerteam-Arbeit bei großen Veranstaltungen, wo man mehrere Trainerinnen sind, auch

00:58:48: total

00:58:50: energetisch positiver und stärkender Führungsstil ist.

00:59:01: Konkret, vielleicht in der Umsetzung.

00:59:07: Weil ich bin ja grundsätzlich kein Optimist, kein Geborener.

00:59:10: Das heißt für mich ist so ein positiver Lebenszugang durchaus anstrengende Arbeit.

00:59:16: Da kommen wir jetzt kurz auf die Charakterpräzisierung von Beginn zurück, Peter.

00:59:21: Also ich bin kein geborener Optimist und Enthusiast.

00:59:24: D.h.,

00:59:24: das ist schon so... da darf ich mir jeden Tag daran erinnern.

00:59:28: Und dieser positive Führungsdild hilft mir dann auch dass ich in die Führung, in die Interaktion mit anderen Menschen und einem Seminarkontext, wenn ich jetzt als Trainer und Coach im Seminarraum stehe.

00:59:43: Dass das für mich so ein Leitblanken sind wie ich mit Menschen in Verbindung trete.

00:59:50: Und der schönen Nebeneffekt an dem Ganzen ist, dass es mehr und mehr zu meinem Wesen wird.

00:59:56: Also ich fühle mich abgeholt vor dem.

00:59:59: Ich integriere's mir Aber eben weil ich kein Optimist, kein Geborener bin ist es schon so.

01:00:05: Es ist tägliche Arbeit, die muss man daran erinnern und darauf ausrichten.

01:00:10: Und das wird aber besser und besser.

01:00:12: Ich wäre in der Richtung durchaus geprägt.

01:00:19: Das habe ich so ein bisschen abschweifern gemacht.

01:00:27: Nein, ich glaube das passt gut.

01:00:30: Mir interessiert es auch tatsächlich weil Positiv-Lieder schiebt.

01:00:33: Das habe ich mir mit dir mal unterhalten.

01:00:36: Es ist auch spannend.

01:00:36: wenn man auf der LinkedIn Profil geht sieht man gleich positive Mindset und ich glaube es steht auf dem T-Shirt nämlich jetzt... Ja danke für die

01:00:44: Anzungen Peter.

01:00:45: Ja extrem cool, extrem cool.

01:00:48: Irgendwann kann ich mich erinnern an ein Winner Mindset dass du auch einmal erwähnt hast.

01:00:53: also das zieht sich bei dir durch oder?

01:00:55: Gewinnermeinzeit?

01:00:56: Ja, Gewinner-Meinzeiten.

01:01:00: Tatsächlich!

01:01:02: Es ist vielleicht schon einmal so, wenn ich grundsätzlich zum positiven Mindset noch was sage... Das ist tägliche Arbeit für mich und es ist wirklich herausfordernd zum Teil.

01:01:18: Ich habe aber gemerkt dass diese der Fokus in die Richtung wo ich meine Aufmerksamkeit richte.

01:01:24: Das heißt das immer die richtigen Fragen stellen im Leben wohin will, oder wie ich auf mein Vergangenheit schaue.

01:01:31: Also schau ich mit einer negativen Brille auf meine Vergangenheit und mit einer positiven.

01:01:36: Das sind so Bausteine in meinem Leben an die ich mir jetzt mehr und mehr ausrichte und orientiere und die mir ein ganz klares neues Standing geben als Mensch, als Martin Kumpolt.

01:01:52: Und das lasst mich ganz anders dastehen!

01:01:55: Ich weiß, dass die nächste Krise oder die nächste depressive Phase irgendwann anklopfen wird.

01:02:02: Aber mit meiner Ausrichtung in einer positiven Fokus meiner Aufmerksamkeit ist es egal ob das jetzt nur mir geht wie ich selbst mit mir spreche oder ob das im Seminarkontext ist mit Teilnehmern und welcher Brille ich auf die Teilnehmer schaue oder Trainerinnen, Trainer-Kollegen mit denen ich gemeinsam arbeite.

01:02:29: Das zieht sich wie ein roter Faden durchs Leben und diese Ausrichtung stärkt mich natürlich wenn die nächste Krise anklopft ja?

01:02:36: Und wir brauchen uns nichts vormachen.

01:02:39: Die kommt ihr

01:02:39: ständig.

01:02:41: Genau!

01:02:42: Also ich halte das auch für einen enorm wichtiges Takeaway, auch für Führungskräfte, wenn sich jeder mal überlegt in welchem Setting möchte ich eigentlich arbeiten?

01:02:52: Und wir alle möchten in einer positiven Entwicklung unseres Unternehmens, unserer Organisationen arbeiten.

01:02:58: Seit das jetzt Umsatzwachstum oder Organisations-Entwicklung oder sonst was... Also alles, was an Herausforderungen kommt davon bin ich auch fest überzeugt lässt sich deutlich besser lösen und muss sich überhaupt nur dann lösen wenn ich die Vorstellung habe wie ist denn ein besserer Zustand?

01:03:16: den ich gerne erreichen möchte und wenn ich damit mit einem positiven Mindset drauf gehe anstatt.

01:03:20: Ich meine, die Alternative ist diese klassische Raunzerzone, die zwar ganz nett ist oder da braucht euch nix ändern, da kann ja einfach nur ein bisschen rumjammern.

01:03:29: Aber das sorgt halt für Nullbewegung in die Richtung, in die ich eigentlich gehen möchte.

01:03:33: Und ich glaube, dass es schon eine ganz zentrale Rolle von Führungskräften einen solchen Mindset immer und immer wieder zu vermitteln.

01:03:43: Das hat er auch nicht so mitzutun Schwierigkeiten auszublendern oder Dinge schön zu reden, aber am Ende des Tages macht es halt auch einfach viel mehr Spaß.

01:03:53: Also wenn ich schon den Glauben habe wir schaffen das und mir dann überlege okay was muss ich tun um das zu schaffen?

01:04:00: Es ist immer noch harte Arbeit, aber harte Arbeiten macht mehr Spaß, wenn nicht das Gefühl etwas Positives zu schaffen.

01:04:07: Du hast nur ganz was Wichtiges gesagt.

01:04:08: du hast nämlich das nochmal ins Licht heben, dass positives Meinheit oder hat positive Lieder schiebt, das heißt nicht super ist und mit der rosa-roten Brille zu betrachten.

01:04:19: Aber das heißt, dass das was da ist mit der Schau hin und du es nicht wegdrücken, egal ob das jetzt positiv oder negativ ist.

01:04:28: Genauso wie das was gerade schwierig ist, schaue ich genauso hin.

01:04:32: Das ist ganz wichtig zu verstehen.

01:04:33: Es ist ja oft missinterpretiert immer noch, dass positive Leadership nur das positive Betrachten will aber das ist gar nicht so.

01:04:39: Sondern das was dort ist, da schauen wir hin auch wenn's weh tut!

01:04:44: Aber in einer wertschätzenden menschlichen Ort und Weise.

01:04:48: Und darum geht es, das ist ganz wichtig, dass man das versteht.

01:04:51: Schön, dass du das noch mal so aufgreifst, wenn man sein eigenes positive Mindset aufbaut.

01:04:57: genauso wichtig, ja?

01:04:58: Dass man durch diese schmerzhaften Bereiche durchgeht und da auch hinschaut, weil da einfach diese Goldnack jetzt zu Hause sind aus dem er gestärkt rausgeht.

01:05:11: Danke dir, dass Du das nochmal so kurz aufgriffen hast!

01:05:16: Ja, danke fürs Zusammenfassen.

01:05:21: Jetzt müssen wir es irgendwie schaffen aus den wirklich sehr tiefen Gesprächen ... den Übergang in die Gossip-Ecke zu schaffen?

01:05:30: Gossip Ecke sind bei uns immer die letzten zwei Fragen und immer verbunden mit der Hoffnung dass da eine Story ans Tageslicht kommt über die wir noch in mehreren Wochen reden.

01:05:41: Wir betteln uns immer darum wer unsere Lieblingsfrage stellen darf.

01:05:44: heute darf ich das tun Martin Gumpolt Biggest Fail In deiner bisherigen Laufbahn, wo fasst du dir heute noch einen Kopf und sagst ach tu scheiße was hab ich da gemacht?

01:05:56: Und wir stellen die Frage ja bewusst weil man aus dem Biggest Fail meistens ganz viel lernen kann.

01:06:01: Und häufig ist es auch lustig.

01:06:03: Gibt's eine Story?

01:06:06: Ja!

01:06:08: Es gibt eine Story.

01:06:10: Ich habe eine Arbeitsgemeinschaft gehabt.

01:06:14: das war ein Projekt und in diesem Projekt ist mir ein blöder Fehler passiert aufgrund einer Missgunst mit meinen beiden Bittstreitern.

01:06:25: Und dieser Fehler hat dann auch so rechtliche Konsequenzen gehabt, mit allen möglichen rundherum und das habe mich richtig getriggert und hab mir würde fast sagen damals noch dramatisiert weil es war, dass ich immer so tief reingang.

01:06:45: Mein Fehler war in dem Moment ist jetzt vielleicht weniger so ein Punkt, aber es ist um Eigenverantwortung gegangen.

01:06:57: Ich war in dem Moment wie das passiert ist und wie mir dieser Fehler passiert ist nicht in der Selbstverantwortungen.

01:07:04: ich bin total in die Opferrolle geschlüpft.

01:07:07: Und mich ist auch bewusst worden dass das in den letzten Jahren immer wieder... In den letzten eineinhalb Jahre nicht mehr, aber davor habe ich das wirklich begleitet in meinem Leben, dass ich immer wieder total in diese Opfer Rolle geschlupft bin und ich mit dem Finger dann auf andere zackt habe, die Schuld war anders gesucht hab.

01:07:26: Und das ist für mich schon ein Riesenrückblickend... Also da weiß ich, wenn ich was ändern könnte würde es sagen, ich wäre gerne schon zehn Jahre, mindestens zehn Jahre früher in die volle Selbstverantwortung gegangen.

01:07:40: Ja!

01:07:41: Und raus aus dieser Opferrolle, die mir immer wieder begleitet hat.

01:07:45: In diesem konkreten Beispiel war das so tief, dass das wirklich und das war richtig unangenehm für mich.

01:07:57: Du hast mich zufriedenstellen für dich.

01:07:59: oder ist es zu wenig konkret?

01:08:05: Ja, ich würde jetzt natürlich gerne nach Details eures Rechtsstreit tragen aber vielleicht machen wir das irgendwie unter vier Augen.

01:08:13: Wir wollen ja hier niemandem bloß stellen.

01:08:15: aber genau sind die Momente wo man sagt da kann ich einfach auch wahnsinnig viel draus lernen.

01:08:20: Im besten Fall ist es einfach eine lustige Story.

01:08:22: Oder im einfachsten Fall und im besten Fall ... Ist das, was so richtig schiefgegangen ist?

01:08:28: Da hat sich der Schaden zumindest im Rahmen gehalten.

01:08:31: Und üblicherweise löst's halt bei einem etwas aus.

01:08:34: Das ist ja das Entscheidende!

01:08:36: Ja... Aber diese Abverhaltung, das ist definitiv mein biggest Feld da.

01:08:45: Das kann ich nicht schön reden.

01:08:48: Es war sehr heftig.

01:08:53: Nachhinein betrachtet, durchaus sogar ändern wollen.

01:08:58: Aber sehr selbst reflektierter Biggest Fail Martin!

01:09:02: Jetzt bin ich natürlich super gespannt nach dem Biggest fail auf den Biggest Success beziehungsweise einfach auch die Antwort auf die Frage, Diva Martin worauf bist du richtig richtig stolz?

01:09:16: Peter jetzt kommt's... Ich bin richtig richtig Stolz darauf dass ich die damals von der FH verlassen habe und zum Sportstudium gewechselt bin.

01:09:27: Weil das tatsächlich meine, glaube ich meine wichtigste Entscheidung war da meinen zielen Träumen und Visionen zu folgen.

01:09:36: Ja also du hörst daraus, es hat nix mit dir zu tun aber... Es ist, das war so wichtig... Du hast

01:09:43: damals auch schon schnauzt Peter?

01:09:44: Ich

01:09:44: hatte noch keinen Schnauzer mehr.

01:09:46: der ist erst jetzt in den letzten Wochen und Monaten gewachsen.

01:09:49: Jetzt habe ich Martin ein bisschen abgewirkt.

01:09:51: aber Martin ich hab die im Studium ein, zwei, drei Semester erlebt und die kann man ja erinnern an eine Situation.

01:09:58: Da waren wir irgendwo bei einer Firma, bei einer Führung und haben so ein riesengroßes Flugzeugturbine, so einen Triebwerk angeschaut.

01:10:07: Und da steht der Martin Gumpolt neben mir und sagt zu mir genau hier wie ich hin, so richtig entspannter Techniker der Flugzeugturbinen entwickelt.

01:10:17: und ich habe sie angeschauen und dann haben wir gedacht Hundertprozent nein, das passt ja gar nicht zu dir was wir es du Flugzeugtubinen entwickeln.

01:10:25: Aufensichtlich habe ich da schon ein bisschen den Nerv getroffen mit meinem Gedanken, den ich nicht ausgesprochen hab damals.

01:10:35: aber schön dass du die Entscheidung getroffen hast und cool wie sie das für dich entwickelt hat.

01:10:42: Und Peter du greifst dann meine Orientierungslosigkeit die ich damals gehabt habe auf.

01:10:47: Und ich glaube, deswegen macht es auch diese Entscheidung die damals getroffen habe so unglaublich wertvoll und kraftvoll für mich.

01:10:55: Weil ich unglaublich mutig hab sein müssen!

01:10:57: Es hat alles dagegen gesprochen.

01:10:59: Mein ganzes Umfeld war gegen diese Entscheidung dass ich noch mit dem Studium wechseln.

01:11:04: das war ja... weil ich war ja total gut auf Schiene in der Fachhochschule und das hinzuschmeißen ins Sportstudium zu gehen und da meinen zielen Träumen und Visionen zu folgen Das war tatsächlich Auf der beruflichen Ebene war vielleicht menschlich mein Biggest Success, meine beste Entscheidung die ich getroffen habe.

01:11:27: Geil!

01:11:28: Vielen Dank für die Story und es ist ja klar ein super Abschluss weil genau das was du sagst du hast es einfach sehr viel Mut gebraucht das zu tun was dir wirklich wichtig ist und was dir am Herzen liegt und nicht was der Umfeld von dir erwartet.

01:11:43: Du hättest wahrscheinlich den Weg einschlagen können und Flugzeugturbinen konstruieren und du wärst sicher nicht so schlecht gewesen.

01:11:51: Die Frage ist, ob es glücklich geworden wäre damit?

01:11:52: Ganz

01:11:54: genau!

01:11:56: Lieber Martin der Peter jetzt muss ich ein bisschen spoilern.

01:11:59: Der Peter hat gesagt als er dich eingeladen hat und mir dich vorgestellt.

01:12:03: Er sagt wir sehen das wird ein Gespräch mit ganz viel Tiefgang und genau das ist geworden.

01:12:09: Vielen vielen Dank dass du bei uns warst.

01:12:10: Das war super

01:12:11: cool!

01:12:12: Vielen dank Martin!

01:12:13: Vielen Dank für die Einladung lieber Thorsten.

01:12:16: Danke lieber Peter dass ich hier dabei sein habe dürfen.

01:12:20: Das war großartig!

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